Der Wiedehopf ist Vogel des Jahres 2022. [Foto: AdobeStock_Piotr-Krzeslak]

Vogelfreundlicher Garten:Das rät der NABU-Vogelexperte

Freundliches Zwitschern, morgendlicher Gesang, fröhliches Trällern – Besuch von Vögeln im Garten macht gute Laune. Doch was muss unser Grün bieten, damit sich die gefiederten Freunde wohlfühlen? Wie schafft man geschützte Rückzugsräume? Hält der Garten ein breites Nahrungsangebot bereit? Vogelschutzreferent Martin Rümmler vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) gibt im Gespräch mit der GartenFlora Tipps, wie sich ein vogelfreundlicher Garten gestalten lässt.

Vogelfreundlicher Garten – voraussichtliche Lesedauer: 12 Minuten

Gartenvögel finden immer weniger Nahrung

Vögel sind für jeden Garten eine große Bereicherung: Sie sorgen mit ihrem Gesang nicht nur für gute Laune, sondern kümmern sich mit ihrem Fressverhalten auch um das ökologische Gleichgewicht im Garten. Die Leibspeise vieler Vogelarten im Frühjahr und Sommer: Insekten. Siedeln sich Vögel im Garten an, trägt das zum Pflanzenschutz bei, da sie Schädlinge fressen und deren Ausbreitung reduzieren.

Wachsende Flächenversiegelung vor allem im urbanen Raum sowie der Einsatz von Pestiziden macht den Gartenvögeln jedoch zu schaffen. Die Insektenpopulation sinkt und damit verringert sich auch das Nahrungsangebot für viele Vögel. Auch Nistmöglichkeiten zu finden, wird für viele Vögel immer schwieriger, denn vom Menschen unberührte Grünflächen verschwinden. Umso wichtiger ist es also, Vögel im eigenen Garten zu unterstützen.

Wahl zum Vogel des Jahres

Auf die Lebensweise der in Deutschland lebenden Vögel möchten auch der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) aufmerksam machen. Dazu veranstalten sie unter anderem jährlich die „Wahl zum Vogel des Jahres“. Jeder darf an der Wahl teilnehmen und so gemeinsam mit vielen weiteren Vogelinteressierten den Gewinner bestimmen. Aktuell trägt der Wiedehopf den Titel – im vergangenen Jahr wurde er zum „Vogel des Jahres 2022“ gewählt. Nun steht die Wahl 2023 an.

NABU-Wahlplakat zur Wahl des Vogel des Jahres 2023, auf dem die Anwärter Feldsperling, Neuntöter, Braunkehlchen, Teichhuhn und Trauerschnäppern abgebildet sind.
Die Wahl zum Vogel des Jahres 2023 startet am 2. September. Zur Wahl stehen Feldsperling, Neuntöter, Braunkehlchen, Teichhuhn und Trauerschnäppern (v.l.). [Foto: NABU]

Jetzt mitmachen und Vogel des Jahres 2023 wählen!

Der diesjährige Wahlzeitraum beginnt am 2. September und endet am 27. Oktober 2022. Wer wählen möchte, hat dazu auf der Internetseite des NABU die Möglichkeit. Dort lernen Interessierte auch eher unbekannte Vögel und deren Bedürfnisse kennen. In Deutschland sind mehr als 300 Vogelarten heimisch, fünf von ihnen stehen nun zur Auswahl:

  • Braunkehlchen
  • Feldsperling
  • Neuntöter
  • Teichhuhn
  • Trauerschnäpper

Bei den zur Wahl stehenden Vögel handelt es sich nicht um klassische Gartenvögel. Nichts desto trotz sind sie für das ökologische Gleichgewicht im Allgemeinen wichtig. So steht jeder der fünf Vögel für ein Naturschutzthema, das dringend mehr Aufmerksamkeit braucht: Klimakrise, Insektenschwund, intensive Landwirtschaft und Verlust von naturnahem Grün. Sie alle bedrohen die Bestände unserer Vogelarten, heißt es beim NABU. Im vergangenen Jahr haben sich laut NABU mehr als 143.000 Menschen an der Wahl beteiligt.

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Garten vogelfreundlich gestalten: So geht’s

Porträt des NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler, gekleidet im blauen NABU-Hoodie, trägt außerdem eine Brille und eine blaue NABU-Kappe. Um seinen Hals hängt ein Fernglas, das er mit seiner rechten Hand hält.
Martin Rümmler ist Vogelschutzreferent beim Naturschutzbund Deutschland (NABU). [Foto: NABU]

Im Rahmen der „Wahl zum Vogel des Jahres 2023“ hat die GartenFlora mit dem NABU-Vogelschutzreferenten Martin Rümmler gesprochen. Wer seine Ratschläge befolgt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Tier- und Umweltschutz. Folgende fünf Punkte helfen dabei, einen vogelfreundlichen Garten zu gestalten:

  1. Heimische Pflanzen anpflanzen
  2. Fruchtstände im Herbst und Winter stehen lassen
  3. Keine Pestizide nutzen
  4. Keine Monokulturen anpflanzen
  5. Nistmöglichkeiten bieten

1. Heimische Pflanzen als Nahrungsgrundlage

Es scheint auf der Hand zu liegen, dass hierzulande heimische Vögel auch heimische Pflanzen benötigen, um auf Dauer zu überleben. Doch in Gärten wachsen diese immer seltener. Das kann verschiedene Gründe haben, unter anderem sind exotische Alternativen manchmal robuster, brauchen weniger Wasser oder tragen auffallendere Blüten.

Vogelexperte Martin Rümmler macht klar: „Diese Pflanzen helfen Vögeln und Insekten oft nicht.“ Insekten spielen in einem vogelfreundlichen Garten eine große Rolle, denn neben Beeren und Kernen sind sie die Hauptnahrungsquelle von Vögeln. „Je weniger Insekten im Garten leben, desto weniger Vögel gibt es dort“, sagt Rümmler.

Exotischen Alternativen oder gezüchteten Zierpflanzen sind häufig keine gute Anlaufstelle für Insekten, da ihre Blüten meist dicht gefüllt sind und somit weniger gut erreichbaren Pollen und Nektar enthalten. „Pflanzen Sie am besten Wildformen der heimischen Pflanzen“, empfiehlt Rümmler. Nicht nur nektarreiche Blüten im Frühling und Sommer, auch Früchte und Beeren sind als Herbst- und Winternahrung für Vögel wichtig.

Pflanzenkauf im Gartencenter meist schwierig

Vogelexperte Martin Rümmler weist darauf hin, dass der Kauf von heimischen Pflanzen im Gartencenter teilweise etwas mühsam ist. Oft lassen sich aber Alternativen finden: „Wenn ich beispielsweise keinen Wiesensalbei kaufen kann, dann weiche ich auf Steppensalbei aus. Der ist deutlich häufiger erhältlich.“ Auch Online-Plattformen bieten mittlerweile oft ein großes Repertoire an Saatgut an. „Das kann ich kaufen und dann aus Wildsaatgut meine Pflanzen selbst ziehen. Das ist zwar etwas aufwendiger, zahlt sich aber letztlich aus“, sagt Rümmler. Wichtig sei es außerdem, auf die Regionalität der Pflanzen zu achten. Im Süden Deutschlands wachsen andere Pflanzen als im Norden und umgekehrt. „Es hilft immer, sich vor dem Einkauf ein wenig einzulesen. Erfahrenere Gärtner*innen können sich dann noch fragen, wann welche Pflanze blüht“, sagt Rümmler. Im Juli und August sei vieles verblüht und Insekten hätten Schwierigkeiten, genügend Nahrung zu finden. Wer aber so anpflanzt, dass bis zum Ende des Herbstes Blüten im Garten vorhanden sind, der unterstützt damit Insekten und Vögel.

2. Mit Schnittmaßnahmen sparsam umgehen

„Gärnter*innen sollten lernen, Fruchtstände im Herbst und Winter stehen zu lassen“, sagt Martin Rümmler. Lernen – damit meint er, seine Routinen zu hinterfragen und auch mal anders zu handeln, als man es vielleicht gewohnt ist. Denn häufig würden vertrocknete Staudenstängel im Herbst abgeschnitten, meist aus ästhetischen Gründen. In vielen Fällen lohne es sich jedoch, die Fruchtstände erst kurz vor Beginn des Frühjahrs zu kappen, denn in ihnen stecken viele Samen, die die Vögel im Winter nur zu gerne herauspicken und fressen.

„In hohlen Stängeln überwintern außerdem auch Insekten“, sagt Rümmler. Ein vogelfreundlicher Garten hilft also auch an dieser Stelle wieder beiden Parteien: Vögeln und Insekten.

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3. Keine Pestizide nutzen

Vögel fühlen sich besonders wohl im Garten, wenn dieser sehr naturnah gehalten ist. Auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln sollte man verzichten und sich auch bei schonenden Alternativen fragen: Ist ein Einsatz wirklich vonnöten? Oftmals regelt sich ein Schädlingsbefall ohnehin von allein wie Martin Rümmler weiß: „Blattläuse sollte man zum Beispiel im Frühjahr walten lassen. Bei einem Befall würde ich immer zur Geduld raten, auch wenn die Pflanzen zwischendurch nicht so schön aussehen.“ Denn viele Blattläuse locken Marienkäfer an und die wiederum stehen auf dem Speiseplan von Vögeln. Das Gleichgewicht stellt sich also von allein wieder her und lockt gleichzeitig Vögel in den Garten.

4. Keine Monokulturen pflanzen

Ähnlich wie in vielen Lebensbereichen lautet das Lösungswort im vogelfreundlichen Garten ebenfalls: Vielfalt. Unterschiedliche Pflanzen erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse von Vögeln und Insekten und das fördert die Artenvielfalt im Garten. Für Martin Rümmler ist klar: „Auf Monokulturen sollten Sie verzichten.“

Zu sehen ist ein naturnaher Garten, in dem viele bunte Blumen wachsen und ein Vogelhaus steht.
In einem vogelfreundlichen Garten wachsen unterschiedliche Pflanzen. [Foto: AdobeStock_David Arment]

5. Nistmöglichkeiten bereitstellen

Besonders für Vögel wie Meisen oder Sperlinge, die auf natürliche Höhlungen als Nistplatz angewiesen sind, ist es in den vergangenen Jahren immer schwerer geworden, Unterschlupf zu finden. „Oft mangelt es mehr an Nistplätzen als an Futter“, sagt Rümmler. Er appelliert an Gärtner*innen, dichtes Buschwerk zu pflanzen, hölzernes Schnittgut zu stapeln oder eine Benjeshecke zu bauen, aber auch gezielt Nistkästen im Garten aufzuhängen. Dabei lohnt es sich, unterschiedliche Nistkästen auszuwählen, damit auch verschiedene Nistbedürfnisse der Vogelarten abgedeckt sind.

Zu sehen ist ein Nistkasten an einer Wand an dessen Eingang eine Kohlmeise sitzt.
Wo natürliche Bruthöhlen fehlen, helfen passende Nistkästen, wie hier dieser Meise. [Foto: AdobeStock_BirgitMundtOsterw.]

Vogelfreundliche Hecke: Das wächst gut im Garten

Sei es als Sichtschutz, Windschutz oder einfach, weil es gefällt: Eine Hecke findet sich in fast jedem Garten. Wer davor steht, eine neue Hecke zu pflanzen, sollte sich beim Kauf nicht von exotischen, schnell wachsenden Exemplaren beeindrucken lassen, sondern lieber auf heimische Gehölze zurückgreifen. Die haben für Vögel und andere Tiere einen deutlich größeren Mehrwert, denn sie dienen ihnen als Rückzugsort, bieten Nistmöglichkeiten und stellen Futter bereit. Außerdem sind sie in der Regel an die hiesigen klimatischen Bedingungen besser angepasst und robuster gegenüber Schädlingen.

Besonders gut eignen sich beispielsweise folgende vogelfreundliche Heckenpflanzen:

Diese Pflanzen werden zwischen drei bis acht Metern groß, sodass Gärtner*innen die Pflanzen entsprechend des vorhandenen Platzes im Garten auswählen können. Hinzu kommt, dass die meisten Pflanzen recht pflegeleicht sind wie beispielsweise der Sanddorn. Er wächst auf allen Böden außer schweren Lehmböden, die weiblichen Sanddorn-Pflanzen brauchen alle zwei Jahre einen Rückschnitt, die männlichen nur alle vier Jahre. Im Garten sollten immer mindesten ein männlicher und ein weiblicher Sanddorn wachsen, damit die weiblichen Pflanzen auch Früchte tragen.

NABU: Vogelfreundliche Sträucher

Neben den Heckenpflanzen gibt es auch Sträucher, die Vögeln einen besonders guten Lebensraum bieten. Sträucher wachsen im Garten solitär heran, stehen also für sich, wohingegen Heckenpflanzen dicht beieinander wachsen. Für die Sträucher-Auswahl gilt dasselbe wie für die Heckenpflanzenwahl: Heimische Sorten sollten oben auf der Liste stehen.

Der NABU empfiehlt an vogelfreundlichen Sträuchern beispielsweise folgende Pflanzen:

Tipp: Auch die oben genannten Heckenpflanzen lassen sich als einzelne Sträucher in den Garten pflanzen. Dann müssen Gärtner*innen sie jedoch etwas mehr im Auge behalten und die Pflanzen je nach Gartengröße öfter zurückschneiden.

Vogelfreundliche Bäume: Alte Obstbäume stehen lassen

Ein Baum bietet in heißen Sommermonaten nicht nur dem Menschen ein schattiges Plätzchen, sondern eignet sich auch für Vögel wunderbar als Lebensraum und Futterquelle. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern empfiehlt daher unter anderem folgende kleine bis mittelgroße Bäume für den Garten:

  • Steinweichsel: sieben bis zehn Meter hoch, wächst gut an einem trockenen Standort
  • Gewöhnliche Pimpernuss: zwei bis fünf Meter hoch, wächst gut an einem mäßig feuchten bis trockenen Standort
  • Holzapfel: fünf bis zehn Meter hoch, wächst gut an einem mäßig feuchten bis trockenen Standort
  • Traubenkirsche: 10 bis 15 Meter hoch, wächst gut an einem mäßig feuchten bis feuchten Standort
  • Mehlbeere: 12 bis 15 Meter hoch, wächst gut an einem trockenen bis mäßig feuchten Standort

Obstbäume mit Höhlen bieten vielen Vogelarten Nistmöglichkeiten. Deswegen lohnt es sich, alte Obstbäume stehen zu lassen, auch wenn sie weniger Obst tragen. Gärtner*innen mit etwas mehr Platz können auch überlegen, sich eine Eiche, Rotbuche oder Kiefer aufs Grundstück zu pflanzen. Besonders der Kleiber fühlt sich auf diesen Bäumen wohl und klettert auf der Suche nach Nahrung flink den Stamm rauf und runter.

Zu sehen ist ein Kleiber, der an einer Baumrinde mit dem Kopf zuerst nach unten herunterläuft.
Kleiber sind absolute Kletterprofis: Kopfüber läuft er den Baumstamm herunter. [Foto: AdobeStock_Karin Jähne]

Pflanzen für Vögel: Stauden, Einjährige und Kräuter

Sind die großen, auffälligen Pflanzen gesetzt, lohnt sich ein Blick auf die kleineren, eher unauffälligeren vogelfreundlichen Pflanzen. Denn neben Hecken, Sträuchern und Bäumen kann man Vögeln im Garten auch mit Stauden, Kräutern oder Kletterpflanzen etwas Gutes tun. Stauden bieten Vögeln im Herbst und Winter beispielsweise Körner und Samen, in Kletterpflanzen leben viele Insekten, die gerne auch Kräuter auf der Suche nach Nahrung aufsuchen.

Besonders geeignete Pflanzen für Vögel sind:

Einige der hier genannten Pflanzen gelten allgemein als Unkraut. Gärtner*innen sollten sich aber gut überlegen, ob sie beispielsweise Brennnesseln wirklich überall im Garten jäten wollen. Denn sogenanntes Unkraut mag einen schlechten Ruf haben, für viele Tiere ist es aber lebenswichtig.

Futterpflanzen für Vögel: Es müssen nicht immer Beeren sein

Nicht alle Vögel ernähren sich von Beeren, einige Vögel sind auch Körnerfresser. Dazu gehören beispielsweise Buch- und Grünfink. Beim Bepflanzen eines vogelfreundlichen Gartens sollten also auch Futterpflanzen für diese Tiere mit auf der Liste stehen. Gut angenommen werden zum Beispiel Distel, Vogelmiere, Wilde Karde oder Mädesüß.

Vogelfreundlicher Garten: Ganzjahresfütterung umstritten

Laut Martin Rümmler ist eine Ganzjahresfütterung von Vögeln im Garten nicht nötig und kann bei falscher Fütterung sogar schädlich sein. „Vögel haben im Sommer einen anderen Energiebedarf als im Winter“, sagt Rümmler. „Eine fettreiche Nahrung ist im Sommer nicht nötig, weil die Tiere ihre Körpertemperatur nicht halten müssen, sondern ihren Nachwuchs mit proteinreicher Nahrung füttern müssen.“ Ein zuverlässiger Proteinlieferant sind Insekten. Wer das ganze Jahr über füttern möchte, sollte also darauf achten, keine fettreiche Nahrung im Sommer anzubieten. Das bedeutet, auf Nüsse und Nussbruchstücke zu verzichten.

Vogelfreundlicher Balkon: Auf wenig Platz Vögel unterstützen

„Vogelschutz funktioniert natürlich auch auf dem Balkon“, sagt Rümmler. „Am besten konzentriert man sich dabei ebenfalls auf heimische Pflanzen, hängt, sofern das möglich ist, Nistkästen auf und stellt eine Vogeltränke auf.“ Die Vogeltränke sollten Pflanzenfans im Sommer wie im Winter am besten täglich säubern und das Wasser ersetzen. So ist die Wasserstelle kein Herd für Krankheiten.

Tipp: Im Frühjahr blühen auf dem Balkon Fingerhut, Blausternchen und Kegelblume. Sie bieten Insekten schon früh im Jahr Nahrung. Im Sommer bieten sich Disteln, Wasserdost, Sommerflieder, Minze, Bittersüßer Nachtschatten und Thymian an. Im Herbst tragen dann kleine Obstbäume im Kübel wie Apfel-, Kirsch- oder Birnbaum Früchte, die Vögel gerne fresse. Außerdem blühen die heimische Goldrute sowie Nelken, das Gemeine Leinkraut und die Schafgarbe.

Ein besonderes Privileg für viele Gartenfans ist es, die bei ihnen lebende Vögel zu beobachten. Wer auf einen vogelfreundlichen Garten achtet, der kann das das ganze Jahr über machen und neben fünf häufigen Gartenvögeln auch noch weitere Vogelarten entdecken.

ANNA KATHARINA KÜSTERS

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