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Sonnenblume pflanzenfür naturnahe Gärten und Balkone

Spätestens seit Vincent Van Goghs Serie expressiver Gemälde ist ihr Strahlen weltberühmt. Und noch bis heute zählen Sonnenblumen zu unseren Top-Favoriten für Blumenrabatten in naturnahen Bauerngärten. Doch auch auf Balkonen und Terrassen muss nicht auf die Blütenriesen verzichtet werden. Wir erklären Ihnen, wie und wo Sie selbst erfolgreich eine Sonnenblume pflanzen können.

Inhalt

Herkunft der Sonnenblume

Sonnenblume pflanzen Foto: AdobeStock_prohor08
Mindestens genauso schön wie Van Goghs Sonnenblumen. Foto: AdobeStock_prohor08

Die ‚echte‘ Sonnenblume wird auch „Gewöhnliche Sonnenblume“ genannt. Sie trägt die botanische Bezeichnung Helianthus annuus und gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ursprünglich stammt das ausdrucksstarke Gewächs aus Nord- und Mittelamerika. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde sie auch nach Europa eingeschifft. Heute wird sie sowohl als Zier- als auch als Ölpflanze, außerdem zur Ernte der leckeren Sonnenblumenkerne, und als Gründüngung angebaut.

Standortbedingungen

Nicht nur ähneln ähneln ihre großen Blütenköpfe der Sonne, die Sonnenblume benötigt auch ausreichend Sonnenschein, um gut zu gedeihen. Pflanzen Sie Sonnenblumen darum an Standorte, die mindestens fünf Stunden täglich direktes Sonnenlicht haben. Damit die hochgewachsenen Stiele nicht umknicken oder abbrechen können, sollte es außerdem ein wenig windgeschützt sein. Der Boden ist idealerweise nährstoffreich und nicht allzu lehmig.

Der pH-Wert des Gartenbodens sollte neutral bis leicht sauer sein – der Wert liegt idealerweise zwischen 6 und 7,5.

Sonnenblume pflanzen

Die Gewöhnliche Sonnenblume ist eine einjährige Pflanze. Man muss sie also jedes Jahr aufs Neue pflanzen, beziehungsweise aussäen. Den Aussaat-Termin sollten Sie allerdings nicht vor April ansetzen, denn die wärmeliebenden Blütenwunder sind ziemlich kälteempfindlich, wenn sie gerade frisch gekeimt sind.

Tipp: Beachten Sie auch die jeweilige Sorte und welche Endgröße diese laut Angaben des Herstellers erreichen kann. Nicht nur die Wuchshöhe, auch die Durchmesser der Blütenköpfe sind bei so mancher Züchtung nicht zu unterschätzen.

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An einem Zaun können sich hochwüchsige Sorten anlehnen. Foto: AdobeStock_Martina Berg

Sonnenblume pflanzen: Topfkultur

Natürlich lassen sich auch in Töpfen einige prächtige Sonnenblumen pflanzen. Der Vorteil liegt hier darin, dass es bereits im März losgehen darf – im Haus auf der sonnigen Fensterbank lassen sich die Pflanzen problemlos vorziehen. Der Topf kann dann ab Mai ins Freie umziehen. Wichtig sind Abzugslöcher im Topf, damit sich kein Wasser an den Wurzeln staut und keine Fäulnisgefahr besteht. Ein Sandanteil im Substrat verbessert zusätzlich die Wasserleitfähigkeit.

Sonnenblumen teilen sich allerdings nicht unbedingt gerne denselben Topf. Setzen Sie daher zunächst zwischen zwei und sechs Samen pro Topf in die Erde. Sobald die Pflanzen dann größer werden, sollte aber nur noch ein Exemplar stehenbleiben. 

Für kleinere Kübelgrößen sind niedrigwüchsige Sorten wie ‘Double Dandy’, ‘Gelber Knirps’, ‘Big Smile’ oder ‘Teddybär’ geeignet.

Die richtige Pflege

Nach dem Pflanzen benötigen Sonnenblumen eine dauerhafte Wasser- und Nährstoffzufuhr. Regelmäßiges Wässern ist darum sowohl in trockenen Hochsommertagen als auch bei der Topfkultur ein Muss. Zu trocken stehende Pflanzen sind oft anfälliger für Schädlinge.

Einen Nährstoffmangel erkennen Sie meist schnell an blassen, farblosen Blättern sowie kleinbleibenden Blüten. Düngen Sie im Freiland am besten mit Kompost oder einem anderen organischen Dünger. Sonnenblumen im Kübel lassen sich stattdessen besser mit einem Flüssigdünger für Blühpflanzen versorgen, der etwa einmal die Woche über das Gießwasser verabreicht wird.

LUISA ROTH

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