Die Vogelbeere im goldenen Herbst

Die Vogelbeere – wertvoll für Mensch und Tier

Die Vogelbeere – oder Eberesche – ist ein wunderschönes Gewächs. Ihre farbenfrohen Beeren leuchten im Spätsommer prachtvoll im grünen Laub.

Die Vogelbeere im Garten

Die Eberesche gehört zu der Familie der Rosengewächse. Sie kann – als Strauch oder Baum – bis zu 150 Jahre alt werden.

Die Vogelbeere: Futterquelle für Vögel und Tiere

Die Beeren (orangerot, dunkelrot oder gelb) leuchten im grünen Blattwerk und locken zahlreiche Vögel an. Amsel, Drossel, Mönchsgrasmücke oder Rotkehlchen lieben diesen Baum und ernähren sich mit Vorliebe von den Früchten.

Auch andere Tiere wie Eichhörnchen, Fuchs, Siebenschläfer, verschiedene Mäuse oder Rehe nutzen die Beeren als wichtige Futterquelle. Für Insekten, wie Schmetterlinge, Käfer und verschiedene Fliegenarten ist sie ebenfalls ein hervorragender Baum.

Freigestellte Beeren der Eberesche
Seit dem Mittelalter nicht mehr aus Mitteleuropa wegzudenken: Die Eberesche.

Die Vogelbeere – ein Allrounder

Die Eberesche eignet sich hervorragend als Hausbaum, er wächst zehn bis fünfzehn Meter hoch. Die ersten Jahre wachsen sie schnell – das macht sie hervorragend geeignet als Gartenbaum. Durch die kleine Krone gelangt viel Licht.

Die Vogelbeere ist widerstandsfähig, pflegeleicht und wächst auf verschiedenen Böden. Sie verträgt mageren, nährstoffreichen, feuchten oder trockenen Untergrund.
Gärtner pflanzen sie gerne in Stadtgebieten an. Von Mai bis Juni dauert die Blütezeit.

Weiße Ebereschenblüten am Baum
Die Blüten der Ebereschen strahlen weiß und sind ein toller Blickfang im Garten.

Der Baum blüht mit üppigen, weißen (oder cremefarbenen) leicht duftenden Blüten. Dieser Duft lockt zahlreiche Insekten an.

Die Vogelbeere – gesund und heilsam

Entgegen dem weit verbreitetem Glauben, sind die Beeren für den Menschen nicht giftig. Vogelbeeren sind wahre Gesundheitsbomben. Sie enthalten extrem viel Vitamin C, Provitamin A oder Antioxidantien.

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Roh schmecken die Beeren In kleinen Mengen. Die Bitterstoffe der frischen Beeren regen den Stoffwechsel sowie die Verdauung an. Sie wirken entwässernd, bei größeren Mengen kann jedoch es zu Magenproblemen kommen. Der bittere Geschmack entsteht durch die Parasorbinsäure. Frost wandelt die Parasorbinsäure um in Sorbinsäure, diese ist gut verträglich.

Rote Vogelbeeren am Baum
Rote, reife Vogelbeeren im Sommer sind eine Wohltat für Mensch und Tier.

Kochen hat den gleichen Effekt, die Beere wird weniger bitter. Für einen Tee kochen Sie eine Handvoll getrockneter Beeren zehn Minuten mit einem halben Liter Wasser. Die Wirkstoffe sind gut für die Stimmbänder und den Hals.

Köstliche Marmeladen und leckere Getränke aus der Vogelbeere

Kochen Sie aus den wertvollen Vogelbeeren eine köstliche Marmelade. Frieren Sie die Beeren drei bis vier Tage ein, sie werden milder und bekömmlicher.

Vogelbeer-Marmelade

Eine leckere Marmelade kochen Sie aus einem Kilogramm Früchte, 0,5 Kilogramm Zucker (Gelierzucker ist nicht notwendig), und einer halben Tasse Wasser. Die fertige Marmelade pürieren Sie. Vor allem in der Erkältungszeit sind diese kleinen Vitamin C-Bomben empfehlenswert.

Mit ganzen Früchten schmeckt die Marmelade aus der Vogelbeere hervorragend zu Wildgerichten.

Für Liebhaber feiner Marmeladen: Sorten, wie die Mährische Eberesche (S. aucuparia subsp. edulis) haben deutlich weniger Säure und mehr Zucker. Vor allem in Österreich entsteht aus den Früchten Edelbrand.

Gelee aus Vogelbeeren
Nur eine Sache, die aus Vogelbeeren hergestellt werden kann: Vogelbeer-Gelee.

Übrigens: Kochen Sie die Früchte der Eberesche auf mit Beifuß, Wermut oder Schafgarbe und Zucker. Das fertige Getränk sieben Sie durch. Fertig ist – mit Mineralwasser aufgegossen – ein erfrischender, anregender und gesunder Aperitiv.


Wussten Sie von der Vogelbeere…

  • Die Vogelbeere heißt im Englischen “Witch Wood” – das Hexenholz. Früher glaubten die Menschen, die Vogelbeere schütze vor Hexen.
  • Wenn sie keinen Garten haben: die Vogelbeere eignet sich gut als Topfpflanze. Damit sie ihre ganze Blüten-und Beerenpracht entfaltet, gießen und düngen Sie die Pflanze regelmäßig.
  • In den Knospen und den ersten Blättern liegt ein wunderbarer Geschmack von Bittermandeln. Legen Sie Knospen in Olivenöl ein, pürieren Sie sie und geben Sie einem Pesto bei. Den Bittermandelgeruch riechen Sie, wenn Sie die Blätter der Eberesche zwischen den Fingern zerreiben.