Sonnenhut (Rudbeckia) Foto: Pixabay_InstagramFOTOGRAFIN

Spätblühende Stauden verlängern den Sommer

Wer spätblühende Stauden pflanzt, kann den Sommer noch eine Weile konservieren. Wenn es draußen kühler wird und die Lichtintensität abnimmt, sorgen sie für stimmungsvolle Highlights im Garten. Auch Bienen, Hummeln und andere Insekten freuen sich über das verlängerte Nektarangebot.

Spätsommerblüher – die große Staudenvielfalt

Spätblühende Stauden sind oft ausgesprochene Dauerblüher oder laufen erst am Ende der Gartensaison zur Höchstform auf. Dabei machen sie nicht nur im Beet eine gute Figur. Übergangsweise kommen sie auch in dekorativen Töpfen auf dem Balkon oder der Terrasse bestens zur Geltung.

Im Spätsommer oder im frühen Herbst ist auch noch Pflanzzeit für manche Stauden: Wenn Sie den winterharten Vertretern ein geeignetes Plätzchen im Garten überlassen, können diese noch ausreichend einwurzeln. Einige Arten, zum Beispiel die Herbst-Anemone, sollten Sie allerdings in den ersten Wintern mit etwas Fichtenreisig schützen.

Grundsätzlich gilt: Spätblühende Arten wie die mehrjährige Chrysantheme (Chrysanthemum), Fackellilie (Kniphofia), Krötenlilie (Tricyrtis) und Herbstaster (Aster) überstehen die kalte Jahreszeit zuverlässiger, wenn sie bereits im Frühjahr in den Boden kommen.

Die Kokardenblume sorgt bis Oktober für fröhliche Farbtupfer im Beet.
Die Kokardenblume sorgt bis Oktober für fröhliche Farbtupfer im Beet. Foto: iStock_MaYcaL

Spätsommerblüher für die Sonne

Ein intensiv leuchtender Hingucker ist vor allem der Sonnenhut (Rudbeckia). Die Sorte ‘Herbstsonne’ bildet stattliche Horste von bis zu zwei Metern Höhe. Auch die Prachtkerze (Gaura) und die Kokardenblume (Gaillardia) blühen unermüdlich bis zum ersten Frost. Der beliebte Phlox sorgt sogar durchgehend für Farbe, wenn die Blütezeiten der verschiedenen Sorten geschickt kombiniert werden.

Einige „echte“ Astern sorgen ebenfalls für Glanzlichter im spätsommerlichen Garten. Die Waldaster ‘Little Carlow‘ verzaubert mit unzähligen blauen Blütenköpfchen und kommt im Naturgarten bestens zur Geltung. Auch der Kerzenknöterich (Bistorta) behält seine eleganten Blütenkerzen bis in den Oktober hinein und kommt mit vielen wertvollen Sorten daher.

Tipp: Wer sich die Mühe macht, verwelkte Blüten abzuknipsen oder abzuschneiden, fördert bei vielen Stauden eine Nachblüte. Die Kokardenblume zeigt sich dafür besonders dankbar und blüht so bis weit in den Herbst hinein. Auch die Kugeldistel (Echinops) bildet nach einem Schnitt in wenigen Wochen einen zweiten Flor.

Spätblühende Stauden für den Halbschatten

Die zauberhaften Schalenblüten der Herbst-Anemone sind wie geschaffen für halbschattige Lagen. Die duftende Okto­ber-Silberkerze (Cimicifuga) ist eine imposante Großstaude, die mit weißen, filigranen Blütenkerzen betört. Auch die langlebige Prachtspiere (Astilbe) setzt mit ihren leuchtenden Blütenrispen aufhellende Akzente in dunklere Ecken und verträgt sogar tiefsten Schatten. Ein weiteres Juwel ist die Stauden-Begonie (Begonia), die sich in Bezug auf die Blütezeit ebenfalls erstaunlich ausdauernd zeigt.

 Astilben sind dekorative Schattenstauden.
Astilben sind dekorative Schattenstauden. Foto: © GartenFlora/Christian Gehler

Insektenfreundliche Stauden für den Spätsommer

Wer auf bewährte spätblühende Nektar- und Pollenpflanzen setzt, kann oft bis in den Herbst hinein  das emsige Treiben beobachten.

  • Die blauvioletten Blüten der Tauben-Skabiose (Scabiosa) sind als Insektenweide äußerst wertvoll. Die Art blüht durchgehend von Mai bis Oktober. Es sind auch mehrere Sorten erhältlich, die vergleichsweise kompakt wachsen.
  • Die Fetthenne (Sedum) ist mit ihren standfesten Blüten ein echter Herbstklassiker und eine gute Pollenquelle für Wildbienen.
  • Der Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum) harmoniert wunderbar mit Herbstgräsern und ist auch eine attraktive Bienenweide. 
  • Das etwas sparrig wirkende Argentinische Eisenkraut (Verbena) ist im Spätsommer besonders für Falter ein beliebter Treffpunkt.  
 Das sehenswerte Argentinische Eisenkraut wächst straff aufrecht
Das sehenswerte Argentinische Eisenkraut wächst straff aufrecht. Foto: © GartenFlora/Sabine Rübensaat

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