Es ist Januar und der Schnee bedeckt die Zierpflanzen.

Garten im Januar – Was tun mit Zierpflanzen?

Pulverschnee ist der perfekte Frostschutz für den Garten im Januar. Jungen Bambus sollte vor strengem Frost geschützt werden und immergrüne Gehölze können in der Wintersonne Schaden nehmen.

Schnee und seine Wirkung auf Pflanzen

Er ist der perfekte Frostschutz, vor allem der lockere, „trockene“ Pulverschnee: Er packt uns den gesamten Garten in eine isolierende, glitzernde Decke. Wächst die weiße Pracht allerdings zu mächtig an oder wandelt sie sich in schweren, pappigen Schneematsch, wird es manchen Pflanzen zu viel. Besonders immergrüne Gehölze drückt es dann leicht mal auseinander, Äste können brechen. Rhododendren, Buchsbäume, Wacholder & Co. daher nach starken Schneefällen freischütteln oder abfegen und Winterschutzhauben über Rosenstämmchen abklopfen. Auch die Gewächshauseindeckung dankt es, wenn sie entlastet wird.

Praxis-Tipp

Formschnittgehölze oder Säulenformen können durch Schneedruck arg aus der Fasson geraten. Umwickeln Sie ihre Kronen mit Stricken. Das hält die Zweige zusammen.

Garten im Januar – Wunderbarer Schneeball

Die Gattung Viburnum hat auch im Winter einiges zu bieten. Zwar entwickeln sich die namensgebenden weißen Blütenkugeln des bekannten Gefüllten Schneeballs (Viburnum opulus ‘Roseum’) erst im Mai. Seine einfach blühende Wildform aber lässt bis weit in den Winter hinein leuchtend rote Glasperlenfrüchte zwischen Eis und Schnee hervorfunkeln. Vom Bodnant-Schneeball (Viburnum x bodnantense ‘Dawn’) trauen sich an milden Tagen vereinzelt rosaweiße Blüten hervor und verströmen einen umwerfend süßen Vanilleduft. Auch Viburnum tinus, der immergrüne Lorbeerblättrige Schneeball zeigt Winterblüten. Er ist allerdings frostempfindlich und wird in rauen Lagen besser als Kübelpflanze gehalten.

Garten im Januar – Vorsicht Wintersonne und Frosttrocknis

Strahlend blauer Himmel, klare Luft und knackige Kälte ‒ eigentlich herrlich. Aber: Immergrüne Gehölze können bei intensiver Sonneneinstrahlung leiden. Ihre Blätter verdunsten dann verstärkt Wasser. Ist der Boden tief gefroren, können die Wurzeln aus dem erstarrten Erdreich kein Wasser nachliefern. Blätter und ganze Triebe vertrocknen, die sogenannte Frosttrocknis. Die Schäden werden meist erst im Frühjahr und vorrangig auf der sonnenzugewandten Seite des Strauchs sichtbar. Lorbeer-Kirschen, immergrüne Schneebälle etc. daher mit Vlies, Sackleinen oder vorgehängten Nadelreisern schattieren. Das schützt auch vor kalten, austrocknenden Winden.Wohin mit dem ausrangierten Weihnachtsbaum? Bitte nicht wegwerfen! Seine abgeschnittenen Zweige eignen sich prima für den Winterschutz von Gehölzen oder als Decke um früh austreibende Zwiebelblumen und Stauden.

Jungen Bambus schützen

Je nach Art verträgt Bambus bis zu -25°C. Frisch gepflanzte Exemplare sind jedoch noch nicht ausreichend tief verwurzelt, um harte Winter unbeschadet zu überstehen. Dabei macht ihnen weniger die Kälte zu schaffen als Sonne und austrocknender Wind. Sie brauchen daher mindestens in den ersten drei Standjahren etwas Schutz: Die Pflanze locker mit Vlies (85 g/m²) umwickeln oder einfach eine Stroh- oder Schilfmatte herumstellen. Eine dicke Schicht trockenes Laub oder Stroh auf der Wurzelscheibe schützt zusätzlich die flachwachsenden Rhizome. Keine Sorge, wenn junge Fargesien zum Winter viele Blätter abwerfen. Sie treiben im folgenden Frühjahr wieder frischgrün aus.Wie alle Immergrünen verdunstet Bambus auch im Winter Wasser und braucht entsprechend Nachschub. Das Einrollen der Blätter ist ein Selbstschutz: Es reduziert die Verdunstungsfläche.

Christrose mit kurzer Gastrolle

Wegen ihrer ungewöhnlichen Blütezeit ab Ende Dezember wird die Christrose (Helleborus niger) gelegentlich als Topfpflanze fürs Zimmer angeboten. Soll das gute Stück später in den Garten umsiedeln, sollte es nur kurz im Haus bleiben, außerdem hell und möglichst kühl stehen. Vor dem Umzug muss die Pflanze erst wieder an die Kälte gewöhnt werden: Die Christrose zum Beispiel in den geschützten Eingangsbereich stellen und den Topf dick in Kokosmatten einpacken.

Garten im Januar – Nicht vergessen

  • Wege freischaufeln: Den Schnee auf Staudenbeeten oder unter Gehölze n verteilen, nicht auf den Rasen häufen!
  • Bei anhaltend offenem Boden können Sie laubabwerfende Gehölze umpflanzen.
  • Robuste laubabwerfende Ziersträucher an milden Tagen bereits jetzt auslichten.
  • Kaltkeimer aussäen: Schlüsselblume, Veilchen, Süßdolde etc. brauchen eine Kühlphase von vier bis sechs Wochen.
  • Kataloge sichten: Wunschlisten für Neupflanzungen» GartenFlora Shop: Saatgut online bestellen