Christrose Foto: AdobeStock_andre

Christrose – ein Blütenjuwel im Winter

Jedes Jahr versetzen uns Christrosen (Helleborus niger) aufs Neue in Staunen. Selbst bei Eis und Schnee zeigen sie unerschrocken ihre strahlenden Blüten. Auch unter den Namen Schneerose oder Gewöhnliche Schwarze Nieswurz ist die aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) stammende Schönheit im Handel erhältlich. Die Staude ist in Zentraleuropa (D, CH, A), Italien, Slowenien, Kroatien, Frankreich und Tschechien verbreitet und geschützt nach der Bundesartenschutzverordnung vom 16.02.2006.

Wuchs und Aussehen

Aus einem unterirdischen Rhizom treiben die Blätter der Christrose aus. Mit der Zeit bildet die robuste Staude 20 bis 30 Zentimeter hohe, buschige Horste. Der Wurzelstock hat eine schwarzbraune Farbe.

Christrose Foto: AdobeStock_Bydlinska
Christrosen lassen sich auch sehr gut im Topf kultivieren. Foto: AdobeStock_Bydlinska

Blüten und Blätter der Christrose

Bei der Naturform erscheinen die weißen Blüten mit leuchtend gelben Staubgefäßen je nach Witterung ab November oder Dezember und blühen bis März oder April. Sie sind damit eine frühe Bienenweide. Die eleganten Schalenblüten mit fünf eiförmigen Kelchblättern stehen auf stabilen Stängeln.

Während der Samenbildung vergrünen die Blüten.

Die Christrose besitzt ledrige, dunkelgrüne Blätter, die fächerförmig zerteilt sind. Die Blätter treiben sehr früh aus, bleiben im Winter grün und sterben nach der Blüte ab. Parallel dazu bilden sich schon neue und Sie können die alten Blätter abschneiden.

Standortbedingungen und Pflege der Christrose

Christrosen mögen einen halbschattigen bis schattigen Platz. Die Pflanzen brauchen einen nährstoffreichen, frischen, lehm- sowie kalkhaltigen Boden, der die Feuchtigkeit gut hält, jedoch nicht zur Staunässe neigt. Am besten pflanzt man Christrosen im Oktober.

Die Staude wächst am liebsten ungestört an ihrem Standort.

Passen die Bedingungen sind Christrosen absolut pflegeleicht und langlebig. Sie können die Pflanzen zweimal im Jahr – im Februar und im Hochsommer – organisch düngen, zum Beispiel mit Hornspäne oder Gesteinsmehl. Als weitere mögliche Maßnahme schneiden Sie die alten, unansehnlich gewordenen Blätter und verblühte Stängel im Spätwinter ab.

Christrose Foto: AdobeStock_Simone
In einem Waldstück wie diesem fühlen sich Christrosen pudelwohl. Foto: AdobeStock_Simone

Verwendung der Christrose

Die robusten und pflegeleichten Stauden bleiben am liebsten jahre- oder sogar jahrzehntelang am gleichen Platz. Dann entwickeln sie sich am besten. Wählen Sie den Standort deshalb sorgfältig aus.

Ein guter Platz ist zum Beispiel im Unterwuchs laubabwerfender Sträucher des Vorfrühlings. Im Winter fällt genügend Licht durch die unbelaubten Kronen und im Sommer schützt das Blätterkleid der Sträucher die Christrose vor zu grellem Licht. Schöne Begleiter sind andere frühblühende Stauden wie Kaukasusvergissmeinnicht, Elfenblume, Lungenkraut oder Zwiebelblüher wie Lerchensporn, Schneeglöckchen und Märzenbecher.

Sie können Christrosen auch im Topf kultivieren und sie später in den Garten umsiedeln. Die Blüten der Christrosen eignen sich zudem sehr gut für die Vase.

Achtung: Die ganze Pflanze ist giftig. Tragen Sie bei Gartenarbeiten oder beim Schnitt für die Vase Handschuhe, da der austretende Saft zu Hautreizungen führen kann.

Arten und Sorten

Weitere im Garten gern gesehene Verwandte sind der Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) mit gelbgrünen Blüten von Februar bis April sowie die Lenzrose (Helleborus orientalis), die eine Farbpalette von rosa bis purpurviolett bietet. Im Gartenfachhandel finden Sie zudem zahlreiche Hybriden, zum Beispiel die Christrosen der „Helleborus Gold Collection®“ (kurz HGC®), die durch reiche, teils auch frühere Blüte, gute Gesundheit und Qualität überzeugen. Bei den Hybriden gibt es auch gesprenkelte und gefüllte Sorten.

Christrose Foto: AdobeStock_simona
Helleborus orientalis präsentiert sich in edlem Altrosa. Foto: AdobeStock_simona

Unsere aktuelle Ausgabe

Das sind die Top-Themen:

  • Kreativ und von Herzen: Ideen für die Adventszeit
  • Alpenveilchen im Wandel: Zarte Grazien im neuen Gewand
  • Gestalten mit Efeu: Zuverlässiger Wandbegrüner und talentierter Tausendsassa
Zur aktuellen Ausgabe