Eine Abdeckung kann Gemüsepflanzen schützen. Locker aufgelegt, bleibt etwas Platz zum Wachsen, falls es länger kalt bleibt. Foto: GartenFlora

Pflanzen vor Frost und Spätfrost zu Eisheiligen schützen

Sind die Trauben von Johannisbeeren lückig oder tragen Stachelbeeren nur wenig, hat vielleicht ein Spätfrost zu Eisheiligen die Blüte geschädigt. Um das zu vermeiden und Ihre Pflanzen vor Frost zu schützen, helfen ein paar Schutzmaßnahmen. Wir verraten Ihnen, was bei drohenden Minusgraden hilft.

Pflanzen vor Frost schützen: Die Eisheiligen

Sonnige milde Frühlingstage können leicht darüber hinwegtäuschen, dass es je nach Region und Lage noch bis in den Mai hinein Frost geben kann. Viele frostempfindliche Pflanzen werden sogar erst nach den sogenannten Eisheiligen Mitte Mai gepflanzt oder ins Freie gestellt. Dahlien und Begonien, deren Knollen keinen Frost vertragen, kommen zum Beispiel erst nach den Eisheiligen in die Gartenerde.

Frost und Einfluss des Standortes

An ungünstigen Standorten wie zum Beispiel in Senken, in denen sich kalte Luft sammeln kann, ist die Frostgefahr größer als an Standorten, die durch eine Hecke geschützt sind. Auch eine Westlage ist günstig, da hier die Temperaturen relativ ausgeglichen sind. In Südlage kann es dagegen zu großen Temperaturunterschieden kommen. Wenn die Tage sehr sonnig sind und es nachts noch sehr stark abkühlt. So kann auch die richtige Standortwahl oder die Schaffung eines günstigen Mikroklimas einen gewissen Frostschutz für Ihre Pflanzen bieten.

Schützen Sie nur einen Teil der Gemüsepflanzen permanent. Die anderen bleiben an milden Tagen „oben ohne“ und entwickeln sich langsamer. Das verlängert die Ernteperiode.

Vorsicht Spätfrost!

Frühe Aussaaten oder Gemüsejungpflanzen, zum Beispiel Blumenkohlsetzlinge, lassen sich leicht vor Frost schützen. Sind kalte Nächte angesagt, abends einfach eine doppelte Lage Vlies über die Beete legen oder Abdeckhauben aus transparentem Kunststoff überstülpen. Auch bei Johannisbeeren und Stachelbeeren lohnt eine isolierende Abdeckung für die Nacht, denn hier kann Blütenfrost einen großen Teil der Ernte kosten.

Spätfrost Tipp

Entfernen Sie vor der Spätfrostperiode Mulch und Bewuchs von den Baumscheiben. Die Strahlungswärme des offenen Bodens kann einige Blüten retten. Und: Legen Sie Schutzvlies locker über die Beete. Wenn’s mal länger liegen bleibt, haben Ihre Gemüsepflanzen trotzdem ausreichend Platz zum Wachsen.Übrigens verhindert eine isolierende Abdeckung nicht nur Kälteschäden. Kohl, Salat und Co. wachsen darunter auch deutlich schneller.

Bei großen Obstgehölzen geht das zwar nicht, ist aber meist auch nicht nötig. Denn für eine Vollernte reicht ein geringer Prozentsatz der Blüten. Lediglich bei Aprikosen und manchmal auch bei Pfirsichen kann eine einzige kalte Nacht die Aussicht auf eine Ernte zerstören.

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