Dünger aus dem Gartenmarkt

Themen: Dünger
Dünger aus dem Gartenmarkt

Der Gartenfachhandel hält eine große Auswahl an Dünger bereit.

Organische Volldüngermischungen enthalten alle wichtigen Haupt- und Spurennährelemente. Produkte wie AZET TomatenDünger von Neudorff, frux Tomaten-, Gemüse- und Kräuterdünger oder Cuxin Orgasan setzen sich aus tierischen oder pflanzlichen Abfallstoffen zusammen. Für Böden mit hohem Kalium-Gehalt ist z. B. das stickstoff- und phosphorbetonte Oscorna Animalin der Dünger der Wahl.
Organisch-mineralische Mischungen wie Hornoska-Spezial von Hauert oder Bio NaturDünger Guano von Compo enthalten das Kalium häufig als Mineralsalz. Künstlich hergestellte Anteile werden dagegen nicht beigemischt.
Wer auf tierische Düngemittel verzichten möchte, findet auch rein pflanzliche Volldünger z. B. den VeggieDünger von Neudorff, das Dehner Bio Braunkorn oder die Düngemittel von Umweltpionier.
Auch mineralische Dünger können übrigens natürlichen Ursprungs sein: Rohphosphate und Kali-Salze z. B. werden in Bergwerken abgebaut. Auch Kalk wird in der Natur aus Kalkgestein gewonnen.
Organischer Stickstoff stammt meist aus pflanzlichen oder tierischen Abfallprodukten. Häufig verwendet werden Hornspäne (langsam wirkend) oder Hornmehl (schnell wirkend). Diese Horndünger bestehen aus gemahlenen Rinderhörnern und -hufen. Im Compo Bio Universal Langzeit-Dünger liefert Schafwolle den Stickstoff.
Spurenelemente sind in Urgesteinsmehlen (z. B. Basaltmehl), Volldüngermischungen, aber auch in Holzasche oder Kompost enthalten.
Gekörnter Tierdung aus Geflügel-, Rinder- oder Pferdedung ist grundsätzlich ein sehr guter Biodünger. Er kann jedoch Krankheitserreger enthalten. Zur Sicherheit beim Ausbringen Handschuhe und einen Mundschutz tragen. Im Boden selbst wird der Dünger zersetzt und stellt dann keine Gefahr mehr dar.
Organische Flüssigdünger, z. B. Biplantol Verde oder die Naturen Bio Tomaten- und KräuterNahrung von Celaflor versorgen Gartenkulturen während der Saison übers Gießwasser mit Nährstoffen. Sie wirken fast so schnell wie mineralische Flüssigdünger. Allerdings kann ihre Haltbarkeit begrenzt sein.
Ein Überdüngen ist mit jeder Art von Dünger möglich. Dosieren Sie also auch Biodünger nur nach Anleitung. Allerdings ist die Gefahr der Auswaschung bei den langsamer wirkenden organischen Düngern geringer, denn die Nährstoffe lösen sich nach und nach im Boden. Sie werden dann fast vollständig von den Pflanzen aufgenommen. So wird nur wenig oder gar kein Nitrat ins Grundwasser eingetragen.

Und was ist nun der bessere Dünger, der mineralische oder der organische?

Grundsätzlich werden unsere Gartenpflanzen von beiden optimal mit Nährstoffen versorgt. Der Vorteil der milderen organischen Dünger ist, dass sie zusätzlich das Bodenleben fördern und den Boden mit Humusstoffen anreichern. Er kann dann Wasser und Nährstoffe besser speichern, bildet stabilere Krümel und verdichtet nicht so schnell.

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Kleines Dünger-Einmalein

Kunstdünger sind synthetisch hergestellte Düngemittel. Sehr viele Stickstoffdünger (Ammonsalpeter, Harnstoff, Kalkstickstoff ) zählen dazu. Auch viele Langzeitdünger, allen voran Rasendünger, enthalten künstlich hergestellte Komponenten, die den Nährstofffluss bremsen und so über lange Zeit wirken. Dann braucht beispielsweise Rasen nur einmal pro Saison gedüngt zu werden.
Mineraldünger sind in Bergwerken abgebaute oder künstlich hergestellte Düngemittel. Sie enthalten keine tierischen oder pflanzlichen Bestandteile. Sowohl Phosphorals auch Kaliumsalze stammen häufig aus dem Düngerbergbau. Auch Dolomit- und Algenkalk sind Mineralien natürlichen Ursprungs. Guano ist zwar aus organischer Masse (Seevogelkot) entstanden, wurde jedoch im Laufe der Jahre mineralisiert.
Organische Düngemittel sind in der Regel aus Tierprodukten oder Pflanzenabfällen hergestellt. Kaum noch im Handel sind Blut- oder Knochenmehl. Hornspäne sind dagegen immer noch ein beliebter Stickstoffdünger, neuerdings auch Schafwolle. Dazu zählen auch Kompost, Dung und Mist. Letztere sind als getrocknete Granulate erhältlich.
Wirtschaftsdünger sind selbst hergestellte organische Düngemittel wie Kompost, Mistkompost, Pflanzenjauchen oder Holzasche.
Biodünger sind ausschließlich natürlichen Ursprungs. Dazu zählen alle Wirtschaftsdünger. Bei Handelsdüngern findet sich häufig der Hinweis: „Für den Biolandbau zugelassen“.

» Gartenpraxis: Gründüngung
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