Das Mulchen von Wegen mit Rindenstückchen bietet mehrere Vorteile. Die Farbe der Rinde ist zudem ein schöner Kontrast zum Grün der umgebenden Stauden.

Mulchen – Das Zauberwort für Ihren Garten

Die Idee, den Boden zu mulchen, ist der Natur abgeschaut. Nackter Boden ist Regen, Wind und Sonne schutzlos ausgeliefert. Nährstoffe werden ausgeschwemmt und die Bodenstruktur leidet. Mulchen löst (fast) alle Probleme.

Vor allem auf leichten, sandigen Böden ist eine Mulchdecke wichtig, denn ohne ihren Schutz geht Feuchtigkeit besonders schnell verloren. Leichter Boden sollte daher ständig von einer Mulchschicht bedeckt sein, einzige Ausnahme: direkt nach der Aussaat.

Erst wenn die Jungpflanzen einige Zentimeter messen, wird der offene Boden um sie herum etwa ein bis drei cm dick mit Pflanzenresten bedeckt. Regenwürmer machen sich bald darüber her – Mulch versorgt das Bodenleben mit Nahrung. Daher sollten Sie alle zwei bis drei Wochen nachlegen! Über den Winter kann die Mulchschicht gerne auch 20 bis 30 cm messen. Das Mulchen ist eine schon lange praktizierte Methode, den Boden zu pflegen, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und den Boden auch in den rauen Wintermonaten zu schützen.

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Zum Mulchen geeignete Materialien

Rasenschnitt

Er sollte vor dem Ausbringen etwas angetrocknet sein, da nasse Halme zu einer fauligen Schicht verkleben können. Dann eignet sich Rasenschnitt perfekt zum Mulchen.

Laub

Der Herbst ist die Zeit, in der die Natur uns das Mulchen mit dem fallenden Laub vormacht, wobei es im Garten nicht überall liegen bleiben darf – der Rasen würde unter Blättern leiden, Wege können rutschig werden. Doch in Beeten ist Laub ein guter Bodenschutz. Besonders die Blätter von Beinwell und Brennnessel liefern bei der Rotte wertvolle Nährstoffe. Auch Baumlaub ist geeignet, vor allem von Ahorn, Linde, Weide, Esche, Eberesche, Haselnuss und Obstbäumen. Bringen Sie das Laub von Birke, Buche, Eiche, Walnuss und Pappel wegen ungünstiger Säuren und Gerbstoffe nur über den Winter aus. Kompostieren Sie im zeitigen Frühjahr.

Rindenmulch

Wegen hoher Gerbsäuregehalte nur unter Rhododendron, Heidekraut und anderen Moorbeetpflanzen zm Mulchen empfehlenswert. Oder als Wegebelag.

Mulchfolie

Schwarze Plastikfolie als Bodenabdeckung garantiert eine 100 %ige Unkrautunterdrückung und hält den Boden warm. Besonders gut für wärmeliebende Kulturen wie Gurke oder Paprika geeignet, die in Schlitze der Folie gepflanzt werden. Plastikfolie bietet allerdings keinerlei Humuszufuhr und schränkt die Wasser- und Luftzirkulation sehr stark ein.

Mulchpapier

Guter Unkrautschutz! Nach der Gemüseernte einfach untergegraben oder über den Kompost entsorgen. Wasser- und Luftzirkulation sind weiterhin gewährleistet!

Stroh

Ein langlebiges, gut luftdurchlässiges Material zum Mulchen, das zum Beispiel Erdbeerfrüchte vor Pilzkrankheiten und Verunreinigung schützt. Wenn Sie es im Mai ausbringen, bleibt es das ganze Jahr über liegen. Kompostieren Sie die Reste im nächsten Frühjahr.

Eine frische Pflanze durch Mulchen
Mulchpapier hält die Wärme im Boden und sorgt so für schnelleres Wachstum und frühere Ernte. Ideal fürs Gemüsebeet! Foto: Hof Jeebel

Fünf gute Gründe fürs Mulchen

  • Feuchtigkeit verdunstet nicht so schnell, dadurch muss weniger gegossen werden.
  • Schutz vor Verschlämmung und Erosion, die Bodenstruktur bleibt erhalten.
  • Schutz der Bodenlebewesen und Pflanzenwurzeln vor extremen Temperaturschwankungen.
  • Mulchen unterdrückt Unkraut, dadurch muss weniger gejätet werden.
  • Organisches Material verrottet, stärkt die Humusschicht und setzt Nährstoffe frei.


Praxis-Tipp Mulchen

Stickstoffsperre durch das Mulchen vermeiden! Kohlenstoffhaltige Mulchmaterialien wie Baumlaub, Stroh und Rindenmulch verbrauchen beim Zersetzen Stickstoff, der dem Boden entzogen wird. Dieser sollte zum Beispiel durch Jauchedüngung oder Hornmehl nachgeliefert werden.