Pfingstrosen – beständige Schönheiten

Pfingstrosen

In gemischten Beeten wird kombiniert, was gefällt – vorausgesetzt, die Standortansprüche der Pflanzen passen zusammen.

Pfingstrosen fordern unsere Geduld heraus. Doch einmal etabliert, schenken sie uns jahrzehntelang ihre Schönheit. Besonders unkompliziert sind die Staudenpfingstrosen. Ihre oberirdischen Triebe ziehen im Winter ein und treiben im Frühjahr wieder aus. Die Chinesische Pfingstrose (P. lactiflora), auch Edel-Pfingstrose genannt, und die Bauern- Pfingstrose (P. officinalis) sind die zwei wichtigsten staudigen Päonien-Arten. Der Ursprung von P. lactiflora liegt im südlichen Ostsibirien, in Nordchina und Korea. In Ostasien wurde die Art schon seit über 2000 Jahren als Nutz- und Zierpflanze kultiviert. Bereits im Jahr 536 unterschied man hier mehrere Spielarten. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts gelangten die chinesischen Zuchtformen nach Europa. Hier wurde sogleich weiter gezüchtet. Man kreuzte nicht nur die Lactiflora-Sorten miteinander, sondern kreuzte auch verschiedene andere Pfingstrosen-Arten ein.

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PfingstrosenBis heute sind so über 3000 Sorten von P. lactiflora entstanden. Zahlreiche Farbvarianten wie Purpurrot, Rosa und Milchweiß, dazu wunderschöne Blütenformen, von einfach bis verschieden stark gefüllt, stehen uns heute zur Auswahl. Bei diesem Variantenreichtum verwundert es nicht, dass in den Gärten heute weniger Bauern-Pfingstrosen zu sehen sind. Neben den Staudenpäonien darf die kleinere Gruppe der Strauchpfingstrosen nicht vergessen werden. Diese Arten verholzen und werfen im Winter ihr Laub ab. Zudem gewinnt eine recht neue Päonien-Gruppe an Bedeutung, die Intersektionellen-Hybriden. Die Kreuzungen zwischen Stauden- und Strauchpäonien zeichnen sich durch eine lange Blütezeit aus. Sie wachsen staudig, sind kompakt und kräftig und sie verfügen über eine ausgezeichnete Winterhärte. Außerdem gibt es bei den Intersektionellen Päonien auch kräftig gelbe Sorten!

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PfingstrosenPfingstrosen stehen gern sonnig und belohnen uns dann mit besonders vielen Blüten. Sie mögen es nicht, von Sträuchern und anderen Pflanzen eingeengt oder beschattet zu werden. Wurzeldruck bekommt ihnen auch nicht. Der Boden sollte nährstoffreich und lehmig und unbedingt gut durchlässig sein. Auf Staunässe reagieren sie empfindlich. Pfingstrosen sollten möglichst im Herbst gepflanzt, geteilt oder auch umgesetzt werden. Wichtig: Bei der Pflanzung von Staudenpäonien sollten Sie darauf achten, dass die Augen, die man an den Wurzelstücken erkennen kann, mit maximal drei Zentimeter Erde bedeckt werden. Strauchpfingstrosen, die meistens auf einer Unterlage veredelt sind, pflanzt man dagegen so, dass die Veredlungsstelle 10–15 cm unter der Oberfläche liegt. Zudem sollten die Pflanzen leicht schräg in die Erde gesetzt werden, das regt die Bildung von Basistrieben an und das Edelreis entwickelt schneller eigene Wurzeln. Zu Pfingstrosen kombinieren Sie Stauden, die gern sonnig stehen und mit einem reichhaltigen, durchlässigen Boden zurechtkommen. Passende Begleiter sind zum Beispiel Rittersporn, Türken-Mohn, Frauenmantel und Storchschnabel. Mit Zwiebelblumen wie Schneeglöckchen, Narzissen und Traubenhyazinthen als Beetpartner stimmen Sie sich im Frühling auf die Pfingstrosenblüte ein. Besonders Strauchpäonien gefallen auch in Einzelstellung. Setzen Sie die Schönheiten neben die Terrasse, an Ihren Lieblingssitzplatz im Garten oder als Willkommensgruß an den Hauseingang.
Monica Lietzau

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