Klassische Begleiter für Pfingstrosen sind Storchschnabel und Frauenmantel. Ebenso eignen sich Rittersporn, Türkischer Mohn und Hoher Sommerphlox. Foto: AdobeStock_vitaliiaberestok

Pfingstrosen pflanzen – prächtige Blüte fürs Beet

Ausdauernd, robust und pflegeleicht – das traut man den so edel und prächtig aussehenden Stauden-Pfingstrosen gar nicht zu. Wer diese Pfingstrosen pflanzen möchte, braucht zwar etwas Geduld, bis sie sich etabliert haben, wird dann aber mitunter ein Leben lang mit ihrer Schönheit belohnt. Wenn Sie jetzt im Herbst wurzelnackte Exemplare pflanzen, können Sie sich vielleicht schon im kommenden Jahr über die erste Blüte freuen.

Wann und wie Pfingstrosen pflanzen

Die Gärtnereien bieten Stauden-Pfingstrosen ganzjährig im Container sowie als wurzelnackte Pflanzen im Herbst an. Die Containerpflanzen können zwischen März und November in die Erde. Wurzelnackte Päonien sollten ab Anfang September bis Ende November gepflanzt werden, solange der Boden noch nicht gefroren ist. Das Pflanzloch wird etwa doppelt so breit und tief ausgehoben, wie die Wurzel oder der Topf groß ist. Die Augen, die man an den fleischigen Speicherwurzeln erkennen kann, dürfen nur dünn, etwa einen Fingerbreit, mit Erde bedeckt werden.

Pfingstrosen pflanzen Foto: AdobeStock_Garden Guru
Wenn Sie Pfingstrosen pflanzen, können Sie sich an solch opulenten Blüten erfreuen. Foto: AdobeStock_Garden Guru

Der ideale Standort

Stauden-Pfingstrosen möchten nach dem Pflanzen am liebsten in der Sonne stehen. Dort blühen sie am prächtigsten. Sie kommen aber ebenso an einem halbschattigen Standort zurecht. Allerdings mögen sie es nicht, von Sträuchern und anderen Pflanzen eingeengt oder beschattet zu werden. Auch Wurzeldruck bekommt ihnen nicht.

Der perfekte Boden, um Stauden-Pfingstrosen zu pflanzen

Staudenpfingstrosen bevorzugen nährstoffreichen, lehmigen Boden, der unbedingt durchlässig sein sollte. Im Grunde sind die Pflanzen aber recht anpassungsfähig, nur Staunässe mögen sie überhaupt nicht. Und bitte nicht in Töpfe pflanzen! Pfingstrosen sind Tiefwurzler und haben im Topf zu wenig Platz zur Entfaltung. Auch ist es in Töpfen häufig zu feucht, was oft zu Fäulnis führt.

 

 

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Richtig düngen und gießen

Wachstum und Blütenbildung fördern Sie mit einem organischen, kalium- und phosphatbetonten Dünger im zeitigen Frühjahr. Nach der Blüte können Sie noch eine dünne Schicht reifen Kompost verabreichen.

Vorsicht: Auf zu viel Stickstoffreagieren Stauden-Päonien empfindlich. Die Pflanzen werden anfälliger für Pilzerkrankungen.

Im ersten Standjahr nach der Pflanzung müssen die Stauden-Pfingstrosen bei Trockenheit mit Wasser versorgt werden. Eingewachsene Pflanzen sind relativ robust. Gießen Sie nur während sehr trockener und heißer Frühlings– und Frühsommerwochen zusätzlich.

Pfingstrosen pflanzen Foto: AdobeStock_Miyuki Satake
Pfingstrosen erstrahlen in vielen verschiedenen Farben von Pinkt über Gelb, Weiß, Rosa bis Rot. Foto: AdobeStock_Miyuki Satake

Achtung Bodenmüdigkeit!

Pflanzen Sie Ihre Pfingstrose nicht auf dieselbe Stelle, an der vorher schon ein Exemplar stand. Die sogenannte Bodenmüdigkeit lässt die Pflanze nur kümmerlich wachsen. Die Pfingstrose wird sich an ihrem Platz nach dem Pflanzen nie richtig etablieren.

3 Fragen an Gartenbauingenieur Andreas Strasser

Warum pflanzt man Stauden-Pfingstrosen viel flacher als Strauch-Pfingstrosen? Welche Pflanztiefe ist ideal? 

Zu tief gepflanzte Stauden-Pfingstrosen entwickeln ausschließlich Laub. Die Blüten bleiben quasi in der Erde stecken. Die obersten Knospen des Wurzelstücks sollten gerade so mit Erde bedeckt werden. Bei älteren, eingewachsenen Pfingstrosen schieben sich die Knospen immer wieder mit den Spitzen durch die Erdoberfläche. Sie zeigen im Winter schon, dass sie fürs Frühjahr bereit sind.

Wie lange dauert es, bis eine neu gepflanzte Pfingstrose üppig blüht? 

Wir konnten in unserer Gärtnerei beobachten, dass die Blütenentwicklung stark von der ausgewählten Sorte, aber auch von äußeren Einflüssen abhängt. In den ersten beiden Jahren brauchen die Pflanzen oft etwas Zeit, ab dem dritten Standjahr zeigen sich dann unzählige Blüten, die mit den Jahren immer zahlreicher werden. Je länger die Pflanze an einem Standort steht, umso schöner und üppiger wird sie. 

Was muss ich beachten, wenn ich meine Stauden-Pfingstrose später einmal umpflanzen möchte? 

Dass Stauden-Pfingstrosen verpflanzt werden müssen, ist bei einer Lebensdauer von manchmal über 100 Jahren gar nicht so selten. Die Pflanzen sollten im Herbst, wenn das Laub sich verfärbt und abfällt, vollständig ausgegraben und versetzt werden. Will man die Pflanzen teilen, sollte man sie vorsichtig mit der Hand auseinanderbrechen.

Monica Lietzau

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