Wenn Schmetterlinge ins Schwärmen kommen – Tipps zur Pflanzenwahl

Inula helenium

Die Anziehungskraft seiner vielen kleinen Sonnen ist unwiderstehlich: Der bis zwei Meter hohe Echte Alant (Inula helenium) wird ständig von Faltern umtanzt, hier vom Kleinen Fuchs. Der Alant mag nicht allzu feuchte Böden in der Sonne. Am nassen Teichrand passt die sehr ähnliche Telekie besser.

Schmetterlinge faszinieren Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Manche Stauden und Gehölze sind für die Tiere eine wichtige Futterquelle. Wir stellen Pflanzen vor, die bei Schmetterlingen besonders beliebt sind.

Wie ein blauer Lollipop bietet die Kugeldistel (Echinops) ihr süßes Naschwerk feil. Schmetterlinge und Hummeln grasen die nektarreichen Einzelblüten rundherum ab.

Besonders standfest und blütenreich gedeiht die Kugeldistel auf eher trockenkargen Böden in der Sonne. Dank ihrer einzigartigen Blütenform kommt mit ihr selbst in perfekter Farbharmonie nie Langeweile auf!

Phlox, Indianernessel und Kandelaber-Ehrenpreis sind ein elegantes Trio, das seine Ansprüche hat: Sonne und nahrhaften, gleichmäßig feuchten Boden.

Doch nicht nur Schmetterlinge fliegen auf dieses attraktive Ensemble - auch wir sind hin und weg!

Offenheit kommt bei Schmetterlingen immer gut an, denn nur ungefüllte Blüten bieten ihnen reichlich Futter.

» Blumenwiesen - lebendige Vielfalt

Der größte Insektenmagnet ist der Wasserdost (Eupatorium). Auch im wortwörtlichen Sinn: Zwei Meter hoch kann er werden, hier auf dem Foto mit Admiral.

Die Raupe Nimmersatt

Schmetterlinge sind in Bezug auf ihre Nahrung wenig wählerisch. Alles, was möglichst viel Nektar in möglichst tiefen Blütenröhren bietet, wird angenommen.

Ihre Raupen dagegen sind meist hochspezialisiert. So steht und fällt die Population unserer häufigsten Tagfalter (Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Admiral und Landkärtchen) mit der Brennnessel: Ihre Raupen fressen ausschließlich dieses, von uns so ungeliebte, Kraut.

Dabei tummeln sie sich nicht alle auf denselben Pflanzen: Der Kleine Fuchs legt seine Eier an Brennnesseln ab, die sonnig-trocken stehen. Das Tagpfauenauge dagegen an Brennnesseln im luftfeuchten Halbschatten. Egal also, wo Sie dem Kraut ein Plätzchen gewähren können: Hübsche Falter werden sich dort entwickeln!

Weitere Raupenfutterpflanzen

Disteln für Distelfalter
Doldenblütler für Schwalbenschwanz
Faulbaum für Zitronenfalter
Schlehe oder Weißdorn für Segelfalter
Wiesen-Schaumkraut für Aurorafalter

Von wegen kratzbürstig!

Die Bach-Kratzdistel (Cirsium rivulare) leistet sich nur ganz wenige Stacheln. Wie ihr Name verrät, schätzt sie sehr feuchte, nährstoffreiche Böden in der Sonne. Am Teichrand ist es gerade recht. Disteln in jeglicher Form gehören zu den wichtigsten Schmetterlingspflanzen. So labt sich der Distelfalter an ihnen, ehe er ins Winterquartier ans Mittelmeer fliegt.


» Silberkerzen


Tüftelarbeit für manche Falter

Der reiche Nektar liegt in den behelmten Blüten von Brandkraut (Phlomis russeliana) und Muskateller-Salbei (Salvia sclarea) verborgen.

Für dicke Hummeln öffnen sich die Blüten dank Körpergewicht ganz von selbst.

In jedem Fall ein wunderschönes, sehr robustes Insektenbuffet, selbst auf trockenem Sand.

Kleine Kostbarkeiten aus Holz

Sie sind nicht nur für Nektarschlürfer ein Fest: Unter den spätblühenden Gehölzen finden auch Raritätensammler ganz besondere Schätze. Allen voran den Knopfbusch (Cephalanthus occidentalis), dessen kleinen Kugelblüten die Staubgefäße zu Berge stehen. Insgesamt eine recht runde Sache, bei einer Wuchshöhe und -breite von etwa einem Meter. Mit herrlich orangegelber Herbstfärbung, für sehr feuchten, sogar sumpfigen Boden!

Neben seinem exquisiten Namen fällt der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch (Heptacodium miconioides, auf dem Foto) vor allem durch seine ungewöhnlich späte Blüte auf: Der Hauptflor erscheint im August bis November!

Dem nahenden Winter hält der bis zu vier Meter hohe, äußerst robuste Strauch dazu noch einen zarten Sommerduft entgegen. Wegen seines reichen Nektars sogar medaillenprämiert!

Die Zimterle oder Scheineller (Clethra alnifolia) passt mit bis zu 2,5 Metern Höhe auch ins Staudenbeet, wo sich ihre stark nach Vanille duftenden Flaschenputzerblüten zwischen Gräser und Herbst-Eisenhut schieben. Sehr robust und nässeverträglich.


» Sommerflieder - Liebling der Schmetterlinge


Pflanzentipps für Balkon und Terrasse

Für Großstadt-Schmetterlinge gibt’s tolle Nektarpflanzen, die im Kasten gedeihen. Sogar der Sommerflieder macht es sich als maximal 1,2 Meter hohe Zwergform ‘Buzz’ im Kübel gemütlich.

Selbst auf heißen Südbalkonen kommt er zurecht, ebenso wie die beinahe unverwüstliche Knautie (auf dem Foto: Knautia arvensis mit Kleinem Fuchs).

Von Juni bis zum Frost winken ihre hellvioletten oder weinroten Blüten auf langen Stielen die Schmetterlinge der Umgebung herbei. Wer könnte da widerstehen?

Außerdem toll im Kasten

Bartblume (Caryopteris)
Bergminze (Calamintha nepeta)
Blumen-Dost (Origanum laevigatum)
Gelenkblume (Physostegia)
Kokardenblume (Gaillardia)
Koreaminze (Agastache rugosa)
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