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Der Garten im Dezember: Wo jetzt was zu tun ist

Allzu viel gibt es in unseren Gärten im Dezember nicht zu erledigen. Aber Langeweile ist auch nicht angesagt. Welche Arbeiten durchaus nützlich sein können, erfahren Sie hier.

Der Garten im Dezember

Ihren Garten sollten Sie auch im Dezember pflegen. Winterschutz, Schnittmaßnahmen und das Pflanzen von Obstbäumen sind nur einige der Dinge, die erledigt werden können. Außerdem ist es durchaus schon möglich, mit den Vorbereitungen für das nächste Gartenjahr zu beginnen. Der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm.

Im Winterquartier

Zitrusbäumchen und andere Kübelpflanzen sollten Sie am kühleren Winterstandort regelmäßig auf einen Befall durch Spinnmilben und andere Schädlinge kontrollieren. Nachdem die Pflanzen im hellen Garten standen, sind sie im düsteren Dezember besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Im Gewächshaus

Zu Anfang Dezember geteilter Schnittlauch kann jetzt zwar nicht mehr im Garten, aber im Gewächshaus oder Frühbeet eingepflanzt werden. Ab Februar können sie dort antreiben. Im leeren Gewächshaus kann dann ab Dezember verbrauchter oder mit Krankheitserregern belasteter Boden gegen frischen ausgetauscht werden.

Im Nutzgarten

Nutzen Sie die Zeit, um Obstbäume zu pflanzen! Ist der Boden im Garten offen, können robuste Obstgehölze wie Kernobst, Wildobst, Kirschen und Pflaumen noch bis Ende Dezember gesetzt werden – am besten wurzelnackt. Empfindlichere Arten wie Aprikose oder Pfirsich besser erst im Frühjahr pflanzen.

Obstbaum pflanzen
Ein junger, wurzelnackter Apfelbaum wird gepflanzt. Foto: AdobeStock_zoomingfoto1712

Kümmerwuchs oder gelbe Blätter? Zeigten Gemüsepflanzen oder Obstgehölze zuletzt Mangelerscheinungen, sollten Sie Ihren Gartenboden auf seinen Nährstoffgehalt prüfen lassen und im Frühjahr entsprechend der Empfehlung des Bodenlabors düngen.

Keimproben können Sie in den kommenden Wochen zum Beispiel auf feuchtem Küchenkrepp durchführen. Saatgut, das zu weniger als 50 % keimt, wegwerfen.

Im Ziergarten

Bei milder Witterung und offenem Boden können Sie noch robuste, laubabwerfende Gehölze oder Tulpen pflanzen.

Christrosen mögen es zur Blütezeit ausreichend feucht. Bei längerer Trockenheit sollten Sie daher durchdringend gießen. Auch strahlende Sonne bei gleichzeitig gefrorenem Boden setzt den immergrünen Stauden und Gehölzen zu („Frosttrocknis“). Wir raten Ihnen daher, dass Sie in milden Phasen vorbeugend wässern.

Garten im Dezember Foto: AdobeStock_vinbergv
Immer wieder ein wunderhübscher Anblick: Christrosen verzaubern unseren Garten auch im Dezember. Foto: AdobeStock_vinbergv

Getopfte Blumenzwiebeln am besten vom Garten unter den Dachüberstand rücken oder in die kalte Garage räumen, damit die Erde durch die winterlichen Niederschläge im Dezember auf keinen Fall vernässt. Sonst faulen die Zwiebeln dann allzu leicht weg, und die Frühjahrsblüte fällt aus.

Empfindliche Rosen mit Gartenboden oder ausgereiftem Kompost 15–20 cm hoch anhäufeln. Sollten die Triebe in einem harten Winter mal zurückfrieren, bleiben so immer noch genügend schlafende Augen an der Strauchbasis, aus denen sich die Rose neu aufbauen kann.

Winterharte Topfpflanzen im Außenbereich sollten Sie mit Kokosmatten, Noppenfolie oder in Kisten mit Laub einpacken. Das schützt die Erdballen und damit die frostempfindlichen Wurzeln im Garten oder auf dem Balkon vor starken Temperaturschwankungen im Dezember.

Und außerdem im Garten im Dezember

  • Kalkanstrich an Obstbäumen zum Schutz vor Frostrissen erneuern.
  • Leimringe gegen Frostspanner können jetzt abgenommen werden.
  • Frühbeete an frostfreien Tagen lüften, um einem Mehltaubefall an Feldsalat vorzubeugen.
  • Kranke Pflanzen sollten Sie jetzt entfernen.
  • Äpfel und Co. im Lagerkeller weiterhin regelmäßig durchschauen und Fauliges entfernen. 

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  • Strahlender Blut-Weiderich: Leuchtend rosarote Blütenkerzen für feuchtes Terrain
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