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Der Garten im Dezember:Was jetzt noch getan werden kann

Allzu viel gibt es in unseren Gärten im Dezember nicht zu erledigen. Das meiste Laub hat sich verabschiedet, die geschäftige Pflanzzeit ist überstanden und die meisten Gartengeräte bereits verstaut. Langeweile ist trotzdem noch nicht angesagt: Winterschutz, Schnittmaßnahmen und alles, was sonst noch zu tun ist, erfahren Sie hier.

Garten im Dezember – Voraussichtliche Lesedauer: 3 Minuten

Inhalt

Garten im Dezember: Nutzgarten

Nutzen Sie die Zeit, um Obstbäume zu pflanzen! Denn solange der Boden im Garten offen ist, können robuste Obstgehölze wie Kernobst, Wildobst, Kirschen und Pflaumen ruhig noch bis Ende Dezember gesetzt werden – am besten wurzelnackt. Empfindlichere Arten wie Aprikose oder Pfirsich pflanzt man allerdings besser erst im Frühjahr.

Auch Schnittmaßnahmen sind jetzt noch möglich: An robustem Baumobst wie Apfel und Birne können Sie im Prinzip den ganzen Winter über den jährlichen Erhaltungsschnitt durchführen.

  • Kümmerwuchs oder gelbe Blätter? Zeigten Gemüsepflanzen oder Obstgehölze zuletzt Mangelerscheinungen, sollten Sie Ihren Gartenboden auf seinen Nährstoffgehalt prüfen lassen und im Frühjahr entsprechend der Empfehlung des Bodenlabors düngen.
  • Keimproben können Sie in den kommenden Wochen durchführen.

Keimprobe: So funktioniert’s

  1. Küchenkrepp oder Watte auf einen Teller oder eine Schale legen.
  2. Samen auf der Unterlage verteilen und mit Wasser besprühen.
  3. Die Keimprobe an einen warmen Ort stellen (Dunkelkeimer zusätzlich abdecken) und immer wieder anfeuchten, wenn sie trocken geworden ist.
  4. Bestanden hat das Saatgut, wenn es nach etwa zwei Wochen zu mehr als 50% gekeimt ist.

In den Winterquartieren

Zitrusbäumchen und andere Kübelpflanzen sollten Sie am kühleren Winterstandort regelmäßig auf einen Befall durch Spinnmilben und andere Schädlinge kontrollieren. Nachdem die Pflanzen im hellen Garten standen, sind sie im düsteren Dezember besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Grünpflanzen im Gewächshaus. Foto: AdobeStock_Maryna
Je früher Schädlingsbefall im Winterquartier entdeckt wird, desto besser kann man ihn eindämmen. Foto: AdobeStock_Maryna

Im Gewächshaus

Zu Anfang Dezember geteilter Schnittlauch kann jetzt zwar nicht mehr im Garten, dafür aber im Gewächshaus oder Frühbeet eingepflanzt werden. Ab Februar können sie dort antreiben. Im leeren Gewächshaus kann dann ab Dezember verbrauchter oder mit Krankheitserregern belasteter Boden gegen frischen ausgetauscht werden.

Garten im Dezember: Ziergarten

Bei milder Witterung und offenem Boden können Sie noch robuste, laubabwerfende Gehölze oder auch schon Tulpen pflanzen.

Christrosen mögen es zur Blütezeit ausreichend feucht. Bei längerer Trockenheit sollten Sie daher durchdringend gießen. Auch strahlende Sonne bei gleichzeitig gefrorenem Boden setzt den immergrünen Stauden und Gehölzen zu („Frosttrocknis“). Wir raten Ihnen daher, dass Sie in milden Phasen vorbeugend wässern.

Schneebedeckte Christrosen. Foto: AdobeStock_Josephine
Der Garten im Dezember: Schnee bietet Christrose & Co. einen natürlichen Kälteschutz. Foto: AdobeStock_Josephine
  • Getopfte Blumenzwiebeln am besten vom Garten unter den Dachüberstand rücken oder in die kalte Garage räumen, damit die Erde durch die winterlichen Niederschläge im Dezember auf keinen Fall vernässt. Sonst faulen die Zwiebeln dann allzu leicht weg, und die Frühjahrsblüte fällt aus.
  • Winterharte Topfpflanzen im Außenbereich sollten Sie mit Kokosmatten, Noppenfolie oder in Kisten mit Laub einpacken. Das schützt die Erdballen und damit die frostempfindlichen Wurzeln im Garten oder auf dem Balkon vor starken Temperaturschwankungen im Dezember.
  • Empfindliche Rosen mit Gartenboden oder ausgereiftem Kompost 15–20 cm hoch anhäufeln. Sollten die Triebe in einem harten Winter mal zurückfrieren, bleiben so immer noch genügend schlafende Augen an der Strauchbasis, aus denen sich die Rose neu aufbauen kann.

Vorsicht: Achten Sie beim Anhäufeln der Rosen darauf, nicht ihre Wurzeln freizulegen. Am besten verteilt man zusätzlich Laub oder Tannenreisig rund um den Wurzelbereich.

Und außerdem im Garten im Dezember

  • Kalkanstrich an Obstbäumen zum Schutz vor Frostrissen erneuern.
  • Leimringe gegen Frostspanner können jetzt abgenommen werden.
  • Frühbeete an frostfreien Tagen lüften, um einem Mehltaubefall an Feldsalat vorzubeugen.
  • Kranke Pflanzen sollten Sie jetzt entfernen.
  • Äpfel und Co. im Lagerkeller weiterhin regelmäßig durchschauen und Fauliges entfernen.
  • Empfindliche Terracottatöpfe mit Vlies vor Frostrissen schützen.
  • Falls noch nicht geschehen, Wasserpflanzen wie Seerose und Sumpfschwertlilie aus kleinen Teichen in gefüllte Wassereimer umsiedeln und ins Haus bringen (z.B. in hellem Keller, frostfrei aber unter 12° Celsius).
  • Am 4. Dezember ist der Tag der Heiligen Barbara: Sogenannte Barbarazweige kann man von Kirsche, Holunder, Apfel oder Forsythie entnehmen und in eine Vase stellen. Mit etwas Glück erblühen Sie zum Weihnachtsfest.

Unsere aktuelle Ausgabe

Das sind die Top-Themen:

  • Rankende Rosen: Kletterkünstler in riesiger Farbfülle
  • Ab ins Wasser: Besondere Abkühlung im Schwimmteich
  • Nach der Ernte ist vor dem Säen: Was im Juli noch wächst
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