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Weihnachtsblumen:7 Ideen für den Zimmergarten

Nicht nur der Tannenbaum, auch Weihnachtsblumen können schön geschmückt zur weihnachtlichen Atmosphäre beitragen. Und dabei muss es nicht immer der klassische Weihnachtsstern sein. Manche Pflanzen bringen ihren Schmuck sogar selber mit – dank interessant gefärbter Blätter. Bereits ein bis zwei Topfpflanzen, gerne blühend und mit Kerzen oder festlicher Deko in Szene gesetzt, machen den Weihnachtstisch zum Hingucker. Wir stellen Ihnen einige Arten vor.

Weihnachtsblumen – Voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten

Inhalt

1. Zwiebelblumen als Deko oder als Geschenk

Drei Weihnachtsblumen in Topf auf weihnachtlich dekoriertem Tisch. Foto: AdobeStock_Kati Finell
Der Fachhandel bietet vorgetriebene Blumenzwiebeln – speziell für die Weihnachtszeit. Foto: AdobeStock_Kati Finell

Auch viele vorgetriebene Zwiebelblumen wie Hyazinthen, kleine Tulpen und einige Narzissen wie die Straußnarzisse ‘Paperwhite‘ lassen sich schnell weihnachtlich dekorieren. Stehen sie etwas kühler, beispielsweise im Flur, blühen sie länger als in einem warmen Raum.

Die duftenden ‘Paperwhite‘-Narzissen wirken mit ihren schneeweißen Blüten sehr festlich, während Hyazinthen in einer Fülle verschiedener Farben erhältlich sind. Dadurch eröffnen sie viele weitere gestalterische Möglichkeiten, denn sie können zum Beispiel auf die vorherrschende Farbe im Raum oder auf die Weihnachtsdekoration abgestimmt werden.

Doch Vorsicht bei dem Duft – die Duftintensität variiert je nach Sorte recht stark und manche Menschen reagieren empfindlich auf zu stark duftende Hyazinthen. Zwiebelblumen mit Blüten in warmen, feierlichen Farbtönen oder in winterlichem Weiß sind in einem passenden Gefäß auch ein schönes Geschenk.

2. Frisches Grün im Topf

Im Zinkeimer oder Korbgeflecht und mit Geschenken drapiert, wandelt sich die Zimmerzypresse (Cupressus macrocarpa) kurzfristig zum Weihnachtsbäumchen. Während der Feiertage verträgt sie auch den wärmeren Standort im Wohnzimmer. Für den Rest des Winters steht sie dann aber besser wieder kühl (zwischen 5 und 10 °C) und hell bis halbschattig – beispielsweise im Wintergarten oder hellem Hausflur.

3. Klassische Weihnachtsblume: Die Christrose

Mindestens ebenso populär wie der Weihnachtsstern ist die Christrose (Helleborus niger). Schließlich ist sie nicht ohne Grund auch unter dem Namen Weihnachtsrose bekannt. In der Vorweihnachtszeit wird sie in Töpfen verkauft und steht bereits kurz vor ihrer schneeweißen Blütezeit.

Nach den Feiertagen muss die Christrose aber zurück ins Freiland, denn sie ist keine typische Zimmerpflanze. Im Haus sollte sie ein kühles, aber helles Plätzchen erhalten (am besten unter 12 °C) und regelmäßig gegossen werden. Sobald die Blütezeit sich dem Ende neigt, werden die Pflanzen langsam an die Außentemperaturen gewöhnt – zum Beispiel, indem man sie zunächst an einen geschützten Platz auf der Terrasse stellt. Wenn der Boden nicht mehr gefroren ist, kann sie im Garten ausgepflanzt werden.

Praxis-Tipp: Sand gegen Trauermücken

Viele Zimmerpflanzen umschwirren im Winter lästige kleine Insekten. Winzige Larven wuseln in der Erde und machen sich über zarte Wurzeln oder sogar den Stängelgrund her. Oft werden Trauermücken über neu gekaufte Pflanzen eingeschleppt. In den Topf gesteckte Gelbsticker fangen einen Teil der Mücken ab, dienen aber eher der Befallskontrolle.

Vorbeugend hilft es, möglichst sparsam zu gießen, um den Tieren die Lebensgrundlage zu entziehen, das feuchte Substrat. Eine dicke Schicht Quarzsand auf der Erdoberfläche (eventuell zuvor etwas Erde entnehmen) erschwert ihnen zudem die Eiablage. Bei starkem Befall empfiehlt sich der Einsatz von SF-Nematoden. Sie werden auf den Wurzelbereich gegossen und parasitieren dort die Larven.

4. Blühende Glockentürme als Weihnachtsblumen

Kalanchoe ‘Magic Bells’ heißt diese noch weitgehend unbekannte, aber ebenso pflegeleichte Schwester des Flammenden Käthchens. Sie beeindruckt mit einer außergewöhnlichen Blütenfarbe. Ihre grünlichen Blütenglöckchen hängen in dichten Rispen an straff aufrechten „Stämmen“. Wichtig sind mäßiges Gießen und ein humoses, aber durchlässiges Substrat. Staunässe muss vermieden werden, denn sie schadet den Wurzeln. Die Umgebungstemperatur sollte im Winter nicht unter 15 °C fallen. Den Rest des Jahres darf es etwas wärmer sein – eine Temperatur zwischen 20 und 25 °C ist empfehlenswert.

Blütenstände mit vielen, glockenförmigen Blüten in Weiß. Foto: AdobeStock_fabrizio
Der Name ist Programm: Die Sorte ‘Magic Bells’ bildet unzählige Blüten wie kleine Glöckchen. Foto: AdobeStock_fabrizio

5. Kakteen als Weihnachtsblumen?

Damit der Weihnachtskaktus (Schlumbergera) nicht kurz vorm großen Auftritt seine Blütenansätze abwirft, sollten Sie die Pflanze in knospigem Zustand nicht mehr drehen oder umstellen. Auch starke Temperaturschwankungen und Zugluft können zu Knospenfall führen. Sogar eine Obstschale in der Nähe kann Probleme verursachen, denn viele Früchte produzieren Ethylen, ein sogenanntes Reifegas, das den Weihnachtskaktus ebenfalls um seine Blüte bringen kann.

6. Winterzeit ist Amarylliszeit

Weiße Weihnachtsblumen vor Lichterkette. Foto: AdobeStock_malkovkosta
Ein Draht im Blütenstil der Weihnachtsblume sorgt für Stabilität. Foto: AdobeStock_malkovkosta

Gerne kommen die großblütigen Amaryllis zur Weihnachtszeit als Schnittblumen in die Vase. Sie begeistern mit ihrer riesigen Farbpalette von zarten Tönen wie hellem Rosa und Weiß bis hin zu kräftigen Farben wie Dunkelrot.

Wer länger etwas von den edlen Schönheiten haben möchte, kauft sie nicht als Schnittblumen, sondern als getopfte Zwiebelpflanzen. Bei richtiger Behandlung kann die Weihnachtsblume Amaryllis dann auch im nächsten Jahr wieder blühen.

Wichtig ist, dass sich die Pflanzen nach der Blüte nicht verausgaben: Damit sie keine Energie für die Bildung von Samen verbrauchen, werden die Blüten entfernt, wenn sie verwelkt sind. Der Stängel sollte allerdings nicht zu früh abgeschnitten werden, sondern erst dann, wenn er vertrocknet ist.

7. Schmuckes Blatt statt Blütenpracht

Die Laubzeichnung vieler Korbmaranten (Calathea), verbunden mit ihrer oft weinroten Blattunterseite, ist so ausdrucksstark und farbkräftig, dass man Blüten gar nicht erst vermisst. Um ihre volle Schönheit zu entfalten, brauchen die anspruchsvollen Pflanzen ein warmes, helles Plätzchen ohne Mittagssonne, außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Daher sollten Sie die Pflanzen täglich besprühen und auch den Topfballen stets mäßig feucht halten.

Vorsicht bei „fußkalten“ Standorten, denn hier kommt es schnell mal zu Wachstumsstörungen. Am besten eine isolierende Styropor- oder Korkplatte unterlegen. Fehlt Licht, verblassen die Blattfarben. Calathea crocata, häufig auch Inkakrone genannt, bildet eine Ausnahme.

Leider besticht die Staude meist erst ab Januar oder Februar mit ihren zapfenförmigen Blütenständen in leuchtendem Safrangelb. Mit etwas Glück lassen sich an Weihnachten aber zumindest schon Blütenansätze erkennen. Etwas anregen lässt sich die Blüte, indem die Calathea ab Herbst in einem Raum steht, in welchen am Abend nur noch wenig Licht fällt.

Pflanze mit dunkelvioletten Blätter und orangefarbenen Blüten. Foto: AdobeStock_Tolo
Die Blüten der Inkakrone sind nicht nur ein echter Hingucker, sondern auch sehr langlebig. Foto: AdobeStock_Tolo

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