Es weihnachtet -Weihnachtsdeko-Blumen

Weihnachtsblumen für den Zimmergärtner

Nicht nur der Tannenbaum, auch Weihnachtsblumen tragen schön geschmückt zur weihnachtlichen Atmosphäre bei. Manche bringen ihren Schmuck sogar selber mit – dank interessant gefärbter Blätter. Und schon ein, zwei Topfpflanzen, gern blühend und mit Kerzen oder festlicher Deko in Szene gesetzt, machen den Gabentisch zum Hingucker.

Weihnachtsblumen Frischgrün im Topf

Im Zinkeimer und mit Geschenken drapiert, wandelt sich die Zimmerzypresse (Cupressus macrocarpa) kurzfristig zum Weihnachtsbäumchen. Für den Rest des Winters steht sie dann besser wieder hell bis halbschattig und kühl (um 5–10 °C), z. B. im Wintergarten. Auch viele vorgetriebene Zwiebelblumen wie Hyazinthen, kleine Tulpen und einige Narzissen wie die Tazette ‘Paperwhite‘ lassen sich schnell weihnachtlich dekorieren. Stehen sie etwas kühler, beispielsweise im Flur, blühen sie länger als in einem warmen Raum.

Zwiebelblumen als Deko oder als Geschenk

Die duftenden ‘Paperwhite‘-Narzissen wirken mit ihren schneeweißen Blüten sehr festlich, während Hyazinthen in einer Fülle verschiedener Farben erhältlich sind. Dadurch eröffnen sie viele weitere gestalterische Möglichkeiten, denn sie können zum Beispiel auf die vorherrschende Farbe im Raum oder auf die Weihnachtsdekoration abgestimmt werden. Doch Vorsicht bei dem Duft – die Duftintensität variiert je nach Sorte recht stark und manche Menschen reagieren empfindlich auf zu stark duftende Hyazinthen. Hyazinthen und andere Zwiebelblumen mit Blüten in warmen, feierlichen Farbtönen oder in winterlichem Weiß sind in einem passenden Gefäß auch ein schönes Geschenk.

Blühende Glockentürme sind auch Weihnachtsblumen

Kalanchoe ‘Magic Bells’ heißt diese noch weitgehend unbekannte, aber ebenso pflegeleichte Schwester des Flammenden Käthchens. Sie beeindruckt mit einer außergewöhnlichen Blütenfarbe. Ihre grünlichen Blütenglöckchen hängen in dichten Rispen an straff aufrechten „Stämmen“. Wichtig sind mäßiges Gießen und durchlässiges Substrat. Staunässe schadet!

Schmuckes Blatt statt Blütenpracht

Die Laubzeichnung vieler Korbmaranten (Calathea), verbunden mit ihrer oft weinroten Blattunterseite, ist so ausdrucksstark und farbkräftig, dass man Blüten gar nicht erst vermisst. Um ihre volle Schönheit zu entfalten, brauchen die anspruchsvollen Pflanzen ein warmes, helles Plätzchen ohne Mittagssonne, außerdem eine hohe Luftfeuchte. Daher täglich besprühen und den Topfballen stets mäßig feucht halten. Vorsicht bei „fußkalten“ Standorten: Hier kommt es schnell mal zu Wachstumsstörungen. Am besten eine isolierende Styropor- oder Korkplatte unterlegen. Fehlt Licht, verblassen die Blattfarben. Calathea crocata, häufig auch Inkakrone genannt, bildet eine Ausnahme: Die Staude besticht im Januar/Februar durch lange haltbare, zapfenförmige Blütenstände in leuchtendem Safrangelb.

Weihnachtsblumen als Kaktus

Damit der Weihnachtskaktus (Schlumbergera) nicht kurz vorm großen Auftritt seine Blütenansätze abwirft, die Pflanze in knospigem Zustand nicht mehr  drehen oder umstellen. Auch starke Temperaturschwankungen, Zugluft oder Ethylen, ein Reifegas aus Früchten, können zu Knospenfall führen.

Praxis-Tipp: Sand gegen Trauermücken

Den herrlich blutroten Weihnachtsstern umschwirren lästige kleine Insekten, winzige Larven wuseln in der Erde und machen sich über zarte Wurzeln, teils sogar über den Stängelgrund her: Nur zu oft werden Trauermücken über neu gekaufte Pflanzen eingeschleppt. In den Topf gesteckte Gelbsticker fangen einen Teil der Mücken ab, dienen aber eher der Befallskontrolle.Vorbeugend hilft, möglichst sparsam zu gießen, um den Tieren die Lebensgrundlage zu entziehen, das feuchte Substrat. Eine dicke Schicht Quarzsand auf der Erdoberfläche (eventuell zuvor etwas Erde entnehmen) erschwert ihnen zudem die Eiablage. Bei starkem Befall empfiehlt sich der Einsatz von SF-Nematoden. Sie werden einfach auf den Wurzelbereich gegossen und parasitieren dort die Larven.

Winterzeit ist Amarylliszeit ist Weihnachtsblumen-Zeit

Bei richtiger Behandlung kann die Weihnachtsblume Amaryllis auch im nächsten Jahr wieder blühen. Wichtig ist, dass sie sich nach der Blüte nicht verausgaben: Damit sie keine Energie für die Bildung von Samen verbrauchen, werden die Blüten entfernt, wenn sie verwelkt sind. Der Stängel sollte nicht zu früh abgeschnitten werden, sondern erst dann, wenn er vertrocknet ist.

Weihanchtsblumen sind vielfältig. Es lohnt sich den Fokus weg vom Tannenbaum zu nehmen.