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Der Herbst: Pflanzzeit für Blumenzwiebeln

Die Grundlage für einen farbenfrohen Frühling wird im Herbst gelegt, denn dann ist Pflanzzeit für Blumenzwiebeln. Ab circa Mitte September können die ersten im Frühling blühenden Zwiebeln in den Gartenboden. Blumenzwiebeln pflanzen im Topf – auch das geht. Weil das Sortiment so vielfältig ist, lassen sich leicht Arten und Sorten finden, die in Kästen, Töpfen und Kübeln den Balkon, die Terrasse oder den Hauseingang verschönern.

Pflanzzeit für Blumenzwiebeln: Die Vorfreude wirkt mit

Blumenzwiebeln und Knollen sind einfach und schnell zu pflanzen und finden sogar in kleinen Gärten Platz. Erst einige Monate nach der Pflanzung zeigen die kleinen Kraftpakete, was in ihnen steckt. Blumenzwiebeln werden darum üblicherweise in Verpackungen mit Foto der blühenden Pflanze sowie Angaben unter anderem zur Größe, Pflanztiefe und Blütezeit angeboten. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff Blumenzwiebeln oft auch Knollen und Rhizome, die ebenfalls jetzt im Herbst gepflanzt werden und zum Blumenzwiebelsortiment gehören. Aus botanischer Sicht sind sie jedoch unterschiedlich.

Das Ausbringen von Blumenzwiebeln ist mit viel Vorfreude auf die Zeit verbunden, wenn Schneeglöckchen, Krokusse und andere Frühblüher zeigen, dass der Winter zu Ende geht. So können kreative Ideen ausprobiert werden, und im Frühling ist die Freude groß, wenn die Zwiebelblumen auf fast magische Weise auf einmal blühen.

Wenn die Pflanzzeit für Blumenzwiebeln zu Ende geht und es draußen nass und ungemütlich ist, können Töpfe noch problemlos bestückt werden. Mancher steckt auch einfach einige Blumenzwiebeln oder Knollen zwischen andere Pflanzen in seine Balkonkästen und lässt sich im Frühling überraschen.

Lilienblütige Tulpe 'Ballade'
Viele Tulpen wie die Sorte ‚Ballade‘ bezaubern mit unterschiedlichen Farbtönen. Foto: iBulb

Warum werden Blumenzwiebeln im Herbst gepflanzt?

Blumenzwiebeln haben die Anlagen für die künftige Pflanze schon in sich gespeichert und sie bringen auch die Nährstoffe mit, die sie für ihre Entwicklung brauchen. Deshalb wachsen sie nach dem Winter recht zügig.

Es mag seltsam wirken, dass Tulpen, Narzissen und Co vor dem Winter gepflanzt werden. Doch das entspricht ihrem natürlichen Rhythmus: Sie brauchen die winterliche Kälte und die anschließend steigenden Temperaturen als Signal dafür, dass es Frühling wird.

In der Natur ist es für viele Arten wichtig, dass sie schnell wachsen, blühen und Samen bilden, bevor die sommergrünen Gehölze austreiben. Durch den frühen Austrieb können viele Zwiebelblumen Photosynthese betreiben und ihren Fortbestand sichern, ohne dass sie dabei mit Sträuchern und Bäumen um Licht konkurrieren.

blühende Tulpen in einem großen Topf
Viele Zwiebelblumen sind ideal für Töpfe. Die Bepflanzung von Gefäßen ist eine gute Möglichkeit, Blumenzwiebeln in die Erde zu bringen, wenn der Gartenboden zu nass oder schon gefroren ist. Foto: iBulb

Die Pflanzzeit für Blumenzwiebeln ist artspezifisch

Wie wichtig niedrige Temperaturen sind, wird auch dann deutlich, wenn Zwerg-Iris, Tulpen und andere Frühlingsblüher in Töpfen für die Wohnung kultiviert werden: Die Blumenzwiebeln müssen dann über einen längeren Zeitraum niedrigen Temperaturen ausgesetzt sein. Nur wenn ihnen so der Winter vorgegaukelt wird, blühen sie später so schön und üppig, wie es ihrer Art entspricht.

Ganz anders ist es bei Dahlien, Gladiolen und vielen weiteren im Sommer blühenden Blumenzwiebeln und Knollen. Sie brauchen wegen ihrer Herkunft aus klimatisch milderen Regionen wie Mexiko oder Südafrika keinen winterlichen Kältereiz – ganz im Gegenteil. Viele von ihnen sind frostempfindlich. Die Pflanzzeit für Blumenzwiebeln, die im Sommer blühen, reicht deshalb je nach Art von März bis Mai.

Viele der Frühlingsblüher sind mehrjährig

Zwiebelblüher können auf vielfältige Weise den Frühlingsgarten verschönern: Manche wie Schneeglöckchen, Strahlen-Anemonen, Hundszahn, Schneeglanz, Porzellanblümchen, verschiedene Krokusse, Traubenhyazinthen, Winterlinge und andere kleinere Blumenzwiebel-Arten breiten sich selbstständig aus und blühen in den nächsten Jahren erneut.

Voraussetzung dafür ist, dass ihnen der Standort zusagt und sie nicht durch Hacken oder Ähnliches gestört werden. Sie verwildern und bilden dann schöne Blütenteppiche unter lichten Bäumen, in Rasenflächen oder Wiesen.

Viele dieser Zwiebelblumen sind auch eine wertvolle Nahrungsquelle für Hummeln und andere frühstartende Insekten, denn zeitig im Jahr blühen nur wenige Pflanzen.

Blaublühende Muscari als Gruppe in ein Gefäß gepflanzt.
Gemeinsam sind sie stark – und sehr wirkungsvoll: Traubenhyazinthen fallen einzeln kaum auf, als Gruppe dagegen sehr wohl. Ihre Blätter sind schmal und erinnern bei manchen Gras wie auf einer Wiese. © iBulb