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Gurken anbauen: Tipps zur Aussaat und Weiterkultur

Gurken aus dem Gemüsegarten sind im Sommer ein echter Genuss. Wer auf die passende Sorte setzt, kommt leicht ohne Gewächshaus aus. Warum nicht einmal Landgurken oder Einlegegurken pflanzen? Mit der richtigen Pflege fühlen sich diese im sonnigen Beet und sogar auf dem Balkon rundum wohl.

Gurken anbauen – voraussichtliche Lesedauer: 14 Minuten

Herkunft und Eigenschaften

Gurken (Cucumis sativus) befinden sich schon seit etwa 3000 Jahren in Kultur. Vermutlich stammen die wärmeliebenden Kürbisgewächse von einer in Nordindien vorkommenden Art ab, die kleine, bittere Früchte hervorbringt. Ihre Samen sind direkt in das Fruchtfleisch eingebettet – es handelt sich also um sogenannte Beerenfrüchte. Dabei müssen es nicht immer die bekannten Salatgurken sein. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Sorten, die im Gewächshaus oder im Freiland gedeihen:

  • Schlangengurken (oder Salatgurken) werden überwiegend im Treibhaus angebaut. Ihre Form ist zylindrisch und leicht gekrümmt. Werden sie im Handel erworben, ist ihre Größe stets normiert.
  • Salatgurken für die Freilandkultur werden als Landgurken bezeichnet.
  • Einlegegurken wachsen ebenfalls im Gartenbeet. Sie wandern nach der Ernte in Gläser mit Essig. Sehr kleine Vertreter sind als Cornichons bekannt.
  • Auch Schälgurken gedeihen gerne im Freien. Sie bilden die Grundlage für die beliebten Senfgurken.
Manche Gurkensorten bilden auf ihren Schalen Warzen aus. Zudem gibt es stark geriefte und glattschalige Formen.
Manche Gurkensorten bilden auf ihren Schalen Warzen aus. Zudem gibt es stark geriefte und glattschalige Formen. [Foto: AdobeStock_rodimovpavel}

Die Gurkenpflanze ist ein einjähriges Kraut, das nach einer gewissen Entwicklungszeit am Boden gerne die Höhe erklimmt. Je nach Sorte kann es ein bis vier Meter lange Triebe ausbilden. Die Pflanze ist in der Regel einhäusig: Während männliche Blüten gerne in der Gruppe erscheinen, sind die weiblichen vereinzelt in den Achseln der Blätter auszumachen. Letztere sind auch an einem Fruchtknoten erkennbar, der bereits einer Gurkenform gleicht. Neue Sorten besitzen hingegen häufig nur weibliche Blüten, die keine Bestäubung benötigen. Folglich kann aus jeder Blüte eine Frucht entstehen.

Die richtige Sortenwahl

Gurkensorten lassen sich hinsichtlich ihrer Eignung für das Freiland, der Reifedauer und dem Ertrag unterscheiden. Neben den bewährten länglichen Formen gibt es auch runde Früchte. Die Schalen können klassisch grün, gelb oder weiß gefärbt ausfallen. Es gibt samenechte Formen sowie F1-Hybriden, die meist bitterstofffrei sind.

Sorten für das Gewächshaus

Herkömmliche Salatgurken sind in einem Gewächshaus am besten aufgehoben. Es gibt Vertreter, die gut 35 Zentimeter in der Länge erreichen (zum Beispiel ‘Eiffel’, ‘Dominica’), etwas kürzere Midigurken (‘Paska’, ‘Printo’) oder knackige Snackgurken (‘Iznik’ oder ‘Picolino’). Letztere sind besonders bei Kindern sehr gefragt.

Sorten für das Freiland

Sorten für das Beet erweisen sich als recht robust. Dennoch benötigen sie unbedingt einen vollsonnigen Platz im Garten. Hier kommen vor allem kleinfrüchtige Vertreter bis etwa 20 Zentimeter Länge zum Zuge – darunter viele zum Einlegen oder Einkochen. Wer die bis zu 30 Zentimeter langen Salatgurken vorzieht, ist mit den Landgurken ‘Johanna’, ‘Tanja’, ‘Hoffmans Giganta’ oder den ‘Chinesischen Schlangen’ gut beraten.

Die halblange Traditionssorte ‘Delikateß’ ist samenecht und hinsichtlich der Verwendung ein echter Allrounder. Auch die ‚Vorgebirgstraube‘ hat viele Fans: Von ihr kann man ebenfalls schon kleine Gürkchen ernten, später dann Gewürzgurken und Salatgurken. Färben sich die Früchte schließlich gelb, eignen sie sich sogar als Senfgurken. Neuere Züchtungen (zum Beispiel ‘Bidretta’, ‘Conny’, ‘Charlotte’, ‘Diamant’) sind dagegen in aller Regel F1-Hybriden mit meist höherem Ertrag und verbesserten Resistenzen gegen wichtige Gurkenkrankheiten.

Wer die besondere Optik schätzt: Die weiße ‘White Wonder’, die runde weiße ‘Kristallapfelgurke’, die gelbgrüne ‚Delistar’ und die gelbe ‘Lemon’ oder ‘Riesenschäl’ sorgen für farbliche Abwechslung im Beet.

Die samenechte Zitronengurke eignet sich für die Freilandkultur. Ihr Fruchtfleisch schmeckt intensiv nach Gurke.
Die samenechte Zitronengurke eignet sich für die Freilandkultur. Ihr Fruchtfleisch schmeckt intensiv nach Gurke. [Foto: AdobeStock_vaivirga]

Die ganz Großen und Kleinen:

  • Schälgurken wie ‘Riesenschäl’ und ‘Fatum’, können pro Frucht locker 2 bis 3 Kilogramm auf die Waage bringen. Ihre harte Schale muss unbedingt entfernt werden, ebenso die Kerne. Übrig bleibt ein festes, aromatisches Fruchtfleisch, das sich zum Beispiel für deftige Eintöpfe eignet.
  • Cornichons sind mit nur 4 bis 5 Zentimetern hervorragende Einlegegurken. Allerdings gestaltet sich die Ernte etwas mühsam: Die Früchte wachsen nämlich rasant und müssen täglich gepflückt werden. Was zu groß wird, wandert am besten in den Salat oder wird zur Gewürzgurke.

Standort und Boden

Freilandgurken benötigen einen feuchtwarmen und sonnigen Standort, der zudem möglichst windgeschützt ist. Der Boden ist im Idealfall nährstoffreich, humos und durchlässig. Da Gurken Flachwurzler sind, darf dieser nicht verschlämmen. Arbeiten Sie daher zur Bodenvorbereitung am besten reichlich Kompost ein, der mit etwas Stroh versetzt wurde. Auch strohiger Stallmist ist gut geeignet – etwa fünf Liter pro Quadratmeter sorgen für gute Bedingungen im Gewächshaus und im Garten. Später ist eine Mulchschicht aus Pflanzenmaterial empfehlenswert. Auf diese Weise bleibt die Erde gut beschattet und länger feucht.

Wenn Sie Gurken anbauen, sind Tagestemperaturen von 18 bis 22 Grad Celsius ideal. In der Nacht sollte das Thermometer möglichst nicht unter 12 Grad Celsius fallen, da es sonst zu Wuchshemmungen oder gar zu Kälteschäden kommt.

Tipp: Gurken gedeihen auch in Kübeln – und manchmal sogar deutlich besser als auf einem kalten Boden! In einem Pflanzgefäß kann das Substrat nämlich tagsüber reichlich Sonnenwärme speichern.

Aussaat und Vorkultur

Sorten für das Gewächshaus können bereits Mitte März vorkultiviert werden. Dafür legen Sie die Gurkensamen in feuchte Aussaaterde. Am besten werden sie gleich in Einzeltöpfe ausgesät – so wird beim späteren Pflanzen kein Würzelchen gekrümmt.

Die ideale Keimtemperatur liegt bei etwa 25 Grad Celsius. Nach dem Keimen können Sie die Töpfe bei etwa 20 Grad Celsius aufstellen. Zeigen sich schließlich zwei echte Blätter, ist die Pflanzzeit gekommen. Aber Vorsicht: Jungpflanzen sollten grundsätzlich erst nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) ins Freiland umziehen.

Starten Sie keinesfalls zu früh mit der Aussaat! Die Faustregel: Säen Sie zwei bis drei Wochen vor dem Auspflanzen. Sind die Exemplare für das Gartenbeet bestimmt, ist es günstig, bis Mitte April mit der Aussaat auf der Fensterbank zu warten. So haben die Jungpflanzen die richtige Größe, wenn sie an ihren endgültigen Standort umziehen.

Tipp: Gegen das Vergeilen der Sämlinge durch Lichtmangel hilft die Aussaat in transparenten Trinkbechern. Füllen Sie diese zunächst zur Hälfte mit Substrat. Lassen Sie anschließend nur den kräftigsten Sämling stehen. Danach wird das Gefäß mit zusätzlicher Erde aufgefüllt.

Anzucht von jungen Gurken im Eierkarton
Upcycling: Einfach Eierkartons mit Aussaatsubstrat füllen, dann aussäen, angießen und feucht halten. Nach dem Auspflanzen wird der Karton anschließend automatisch kompostiert. [Foto: AdobeStock_Юля Шевцова]

Direktsaat im Freiland

Robuste Sorten können Sie ab Mitte Mai direkt im Gurkenbeet aussäen. Dann hat sich der Boden in der Regel schon ausreichend erwärmt. Legen Sie die Samen in 2 bis 3 Zentimeter tiefe Rillen im Abstand von 10 Zentimetern aus (3 Samenkörner pro Saatloch). Ist das Wetter im Frühjahr noch vergleichsweise kühl, erhöht eine schwarze Mulchfolie die Bodentemperatur. Eine Abdeckung mit Vlies oder transparenten Eimern hat ebenfalls einen wärmenden Effekt. Die letzte Aussaat kann Mitte Juni erfolgen.

Tipps für die Freilandsaat: Achten Sie darauf, dass die Samen tief genug in der Erde landen, da sie nur so ausreichend Nährstoffe aufnehmen. Sorgen Sie außerdem dafür, dass die Erde im Freiland locker und feinkrümelig ist. Wenn sich die jungen Pflänzchen zeigen, ist es an der Zeit, die schwächeren Exemplare herauszunehmen.

Gurken anbauen

  • Aussaat Gewächshausgurken: ab Mitte März
  • Aussaat Freilandgurken: ab Ende April im Haus, ab Ende Mai im Freiland
  • Auspflanzen ins Beet: ab Mitte Mai
  • Direktsaat: ab Mitte/Ende Mai bis Mitte Juni
  • Pflanzabstand in der Reihe (Freiland): 40 cm, Reihenabstand 1 m
  • Ernte: Juli – Oktober
  • Bodenmüdigkeit vermeiden! Gurken sollten erst nach vier Jahren wieder auf derselben Fläche angebaut werden.

Gurken pflanzen

Wer nicht selbst aussäen möchte, erhält geeignete Jungpflanzen im Handel. Für den Anbau unter Glas werden dort mitunter auch veredelte Pflanzen angeboten. Hierbei wurden Gurkentriebe auf Kürbiswurzeln gepfropft. Die Vorteile: Diese Exemplare zeigen sich recht unempfindlich gegenüber einer Vielzahl von Bodenschädlingen. Auch ein kalter Boden macht ihnen weniger aus.

Die vorgezogenen Pflanzen ziehen ab Mitte Mai ins Freiland oder in einen Kübel mit mindestens 20 Liter Volumen um. Wer nur wenig Kompost hat, kann dafür reichlich Hornspäne direkt in das Pflanzloch geben. Setzen Sie die Jungpflanzen tief – bis zum ersten Laubblatt – ein. So bilden Gurken zusätzliche Wurzeln aus, durch die sie mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen können. Gießen Sie danach gründlich. Dabei sollte das Laub möglichst nicht in Kontakt mit dem Wasser kommen!

Tipp: Gurken können Sie auch wunderbar in Beetlücken pflanzen, zum Beispiel zwischen Salat. Wenn die Kürbisgewächse mehr Platz benötigen, ist der Salat längst abgeerntet.

Benötigen Gurken eine Rankhilfe?

Flach auf dem Boden gezogen, bedeckt eine Gurkenpflanze fast einen Quadratmeter. Wer über wenig Platz verfügt, lässt sie deshalb besser an Obelisken oder Gittern emporranken. Grundsätzlich können alle Gurkensorten aufgeleitet werden. So haben die Pflanzen keinen direkten Bodenkontakt und können immer ausreichend abtrocknen. Im Treibhaus gedeihen Salatgurken gut an langen Schnüren, im Freiland können Sie auch Rankgerüste für Stangenbohnen verwenden.

Tipp: Achten Sie auf die passenden Pflanzabstände, um Pilzkrankheiten zu vermeiden! Wer eine Rankhilfe einsetzt, kann mehrere Reihen bilden. Im Treibhaus beträgt der Reihenabstand idealerweise 1,5 Meter und in der Reihe etwa 50 Zentimeter. Bei Freilandgurken sind es etwa 100 x 40 Zentimeter.

Als Starkzehrer brauchen Gurken einen guten Start. Hier werden Hornspäne in das Pflanzloch gegeben. [Foto: © GartenFlora/Sabine Rübensaat]
Als Starkzehrer brauchen Gurken einen guten Start. Hier werden Hornspäne in das Pflanzloch gegeben. [Foto: © GartenFlora/Sabine Rübensaat]

Pflege

Achten Sie stets auf eine gute Wasserversorgung! Gießen Sie am besten jeden Morgen mit abgestandenem Wasser, das nicht zu kalt ist. Wässern Sie stets nur im unteren Wurzelbereich – so bleiben die Pflanzen trocken und der Mehltau hat kein leichtes Spiel.

Haben sich viele Fruchtansätze gebildet, kommt es gelegentlich zu einer Abstoßung. Dann mangelt es den Starkzehrern oft an Nährstoffen. Daher sollten Sie in der Wachstumszeit häufiger düngen, am besten mit einem organischen Gemüsedünger. Brennnesseljauche ist für ein gesundes Wachstum ebenfalls empfehlenswert. Diese bringen Sie alle vier Wochen in stark verdünntem Zustand aus.

Tipp: Werden die Pflanzen im Gewächshaus von Spinnmilben oder Mehltau geplagt, ist es wahrscheinlich zu trocken. Bei 80 bis 85 Prozent Luftfeuchte und 25 bis 30 Grad Celsius gedeihen Treibhausgurken optimal. 

Bittere Früchte vermeiden

Es gibt mittlerweile viele Gurkensorten, die nicht so leicht bitter werden. Allerdings können lange Durststrecken oder zu viel Dünger den Geschmack beeinträchtigen. Gießen Sie daher regelmäßig und düngen Sie am besten in kürzeren Abständen mit moderaten Düngermengen!

Muss man Gurken ausgeizen?

Freilandgurken, wie zum Beispiel Einlegegurken, die sich horizontal ausbreiten, müssen nicht ausgegeizt werden. In die Höhe rankende Gurken können Sie hingegen auslichten. Das Ausgeizen von Salatgurken im Gewächshaus sorgt dafür, dass die Triebe nicht unter dem hohen Gewicht vieler Früchte brechen. Dort ist es auch empfehlenswert, die Pflanzen an einem oder zwei Trieben nach oben zu leiten. Durch ein Entfernen der Seitentriebe beugen Sie zudem Pilzkrankheiten vor. Denn auf diese Weise wird die Luftzirkulation verbessert.

Knipsen Sie die Triebe einfach mit den Fingern ab. Kräftigere Triebe entfernen Sie am besten mit einem scharfen, sauberen Messer.

Ernte und Lagerung

Gurken werden in der Regel im unreifen Zustand geerntet. Die Länge der Salatgurken aus dem Supermarkt gilt dabei nicht als Standard – Einlegegurken oder Essiggurken werden zum Beispiel bereits mit circa 9 Zentimetern geerntet, Landgurken sind hingegen mit etwa 10 bis 15 Zentimetern pflückreif. Sind die Früchte schon gelb, hängen sie meist schon zu lange an der Pflanze. 

Bei der Ernte gilt: Je häufiger Sie pflücken, umso reicher fällt der Nachschub aus. Außerdem sind die meisten Gurken besonders knackig und aromatisch, wenn sie klein geerntet werden. Eine Ausnahme stellen Schälgurken dar: Sie werden in ausgereiftem Zustand von der Schale befreit, in kleine Würfel geschnitten und anschließend eingelegt.

Ein zeitnaher Verzehr ist grundsätzlich empfehlenswert. Die Früchte sollten nämlich nicht längere Zeit unter 12 Grad Celsius gelagert werden.

Die Gurkenfrüchte werden mit einer scharfen Schere oder einem Messer entnommen oder mit den Fingernägeln abgeknipst.
Die Gurkenfrüchte werden mit einer scharfen Schere oder einem Messer entnommen oder mit den Fingernägeln abgeknipst. [Foto: © GartenFlora/Sabine Rübensaat]

Saatgut für das nächste Jahr

Für die Samengewinnung lassen Sie die Früchte samenfester Sorten ausreifen. Viele alte Landsorten sind dafür bestens geeignet.

Wissen sollte man allerdings, dass der Verzehr von Kürbisgewächsen wie Gurken und Zucchini aus selbst gewonnenem Saatgut der Gesundheit schaden kann. Wuchsen die Pflanzen beispielsweise neben Zierkürbissen, fand häufig eine unerwünschte Verkreuzung statt. Die Gurkenfrüchte können dann giftige Bitterstoffe enthalten – sogenannte Cucurbitacine.

Wie gewinne ich sortenreine Samen?

Um das perfekte Saatgut (ohne Verkreuzung) zu erhalten, sollten Sie einige Blüten vor einem Kontakt mit pollenübertragenden Insekten schützen und stattdessen die Bestäubung selbst mit einem Pinsel durchführen. Anschließend lassen Sie die Früchte komplett ausreifen. In diesem Zustand sind sie gelb oder bräunlich, zudem ist ihre Schale hart.

Schaben Sie die Kerne vorsichtig mit einem Löffel heraus. Die Gurkensamen befinden sich in einer keimhemmenden Gallertmasse – diese gilt es nun zu entfernen. Geben Sie die Samen samt anhaftendem Fruchtfleisch in eine mit Wasser gefüllte Schale, die Flüssigkeit darf dabei ein wenig gären. Spülen Sie Samen nach einem Tag gründlich ab. Dann haben sie sich in der Regel aus ihrer Hülle gelöst. Lassen Sie die Saat anschließend gut trocknen und lagern Sie sie dunkel.

Verwendung in der Küche

Gurken sind gesunde Schlankmacher: Sie enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe und kommen gleichzeitig mit wenigen Kalorien daher. Die meisten Nährstoffe befinden sich übrigens in der Schale! Ob eingelegt, gekocht oder im Salat: Kombiniert mit Kräutern und anderen Gemüsearten sorgen Gurken für einen tollen Frische-Kick im Sommer.

Dill und Borretsch sind die Klassiker im Gurkensalat. Das Gurkenaroma wird durch Dill vortrefflich ergänzt, während Borretsch (Gurkenkraut) es verstärkt. Dill können Sie übrigens breitwürfig im Gurkenbeet aussäen. Der stark wachsende Borretsch steht dagegen lieber allein.

Sie haben Gurken gepflanzt und wenig Zeit für die Verwertung? Probieren Sie doch unser einfaches Rezept für Blitzgurken aus!

Wunderbar erfrischend: Gurkenscheiben in Eistee - garniert mit Borretschblüten.
Wunderbar erfrischend: Gurkenscheiben in Eistee – garniert mit Borretschblüten. [Foto: AdobeStock_evgenyb]

Krankheiten und Schädlinge

Ist das Gießwasser zu kalt, entsteht leicht die Gurkenwelke. Die Pflanzen nehmen nämlich bei tiefen Bodentemperaturen kaum Wasser auf. Dann kann es passieren, dass die Pflanzen regelrecht verdursten. Auch bodenbürtige Pilze sind häufig im Spiel – vor allem Vertreter der Gattung Fusarium. Diese lauern an den Wurzeln und blockieren die Leitungsbahnen, sodass die Pflanzen durch die Welke geschwächt werden und schließlich eingehen. Halten Sie daher unbedingt Anbaupausen auf der Fläche ein! Alternativ können Sie im Gewächshaus den Boden austauschen oder die Gurken gleich in Kübeln anbauen.

Bei zu eng stehenden Gewächshausgurken kann es leicht zum Befall mit Echtem Mehltau kommen. Dieser lässt sich gut mit einem Wasser-Milch-Gemisch besprühen. Sind die Pflanzen stark davon betroffen, sollten Sie die Blätter mit dem Pilz unbedingt im Müll entsorgen, damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Der Falsche Mehltau erzeugt auf den Blattoberseiten kräftig gelbe oder schmutzig-grüne Flecke und mindert die Fruchtqualität. Zur Vorbeugung lässt sich aus getrocknetem Ackerschachtelhalm ein Pflanzenstärkungsmittel herstellen.

Junge Gurken sind leider bei Schnecken äußerst beliebt. Auch die Weiße Fliege, Spinnmilben sowie Fransenflügler (Thripse) können den Pflanzen zusetzen und den Ertrag reduzieren. Nützlinge wie Florfliegenlarven und Raubmilben lassen sich oft erfolgreich gegen die Schädlinge einsetzen. Das funktioniert im Gewächshaus allerdings wesentlich besser als im Freiland.

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