Start in die Gartensaison: Rosen schneiden, Stauden zurückschneiden, Düngen

Rosenblüten Mozart's Lady

Im Ziergarten wird jetzt der Sommer vorbereitet - zum Beispiel durch Rück- oder Pflegeschnitt und eine gute Versorgung mit Nährstoffen.

Los geht’s, Rose!

Ab Mitte März, in rauen Lagen besser etwas später, die Winterschutzabdeckung aus Reisig abnehmen und die angehäufelte Erde flach ziehen. Anschließend einen organischen oder organisch-mineralischen Rosendünger ausbringen und leicht einharken.

Mit der Forsythienblüte beginnt die Zeit des Schnitts. Dabei grundsätzlich alle kranken, schwachen oder frostgeschädigten Triebe entfernen. Letztere erkennen Sie an der schwärzlich verfärbten Rinde, manchmal auch nur am verbräunten Mark im Inneren.

Solche Triebe schlagen zwar oft noch aus, stocken aber später im Wuchs, und die Blättchen vergilben. Der Grund: Durch frostgeschädigte Leitungsbahnen können nicht genügend Nährstoffe aus dem Boden nachgeliefert werden. Hier hilft ein radikaler Rückschnitt bis ins gesunde, weiße Mark.



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Öfter blühende Kletterrosen schneiden

‘Jasmina’, ‘Fassadenzauber’, ‘Kir Royal’ – Sorten wie diese benötigen für eine reiche, bis in den Herbst anhaltende Blüte möglichst viel junges, starkes Holz. Die Rosen daher jährlich kräftig zurückschneiden, allerdings nicht die langen, vorjährigen Ruten. Die werden lediglich fächerförmig bis waagerecht ans Spalier geheftet. Aus ihnen treiben die blütenreichen Kurztriebe für die kommende Saison. Sämtliche Seitentriebe auf drei bis fünf Knospen einkürzen und etwa alle fünf Jahre einen greisen Ast bodeneben heraussägen.

» Anschaulich erklärt: Rosen richtig schneiden

Alles auf Anfang

Man mag es tatsächlich nicht mehr sehen, das zusammengefallene Laub, die verblichenen Gräser und die dürren Stängel von Fetthenne, Sonnenhut & Co., die uns im Raureifgewand über den Winter retteten. Nun nichts wie weg damit und Platz gemacht für frisches Grün! Allerdings: Viele Zwiebelblumen und frühen Stauden haben unter der alten Decke bereits ausgetrieben, blühen teils sogar.

Also gemach: Verdorrtes mit scharfer Schere kappen, immergrüne Arten nur sanft durchputzen. Alles andere Störende wird mittels Fingern oder Handrechen vorsichtig aus dem Beet gefegt. Erste Unkräuter dabei gleich mit auszupfen, Hacken dagegen ist tabu.

» Pflanzenschätze: Pfingstrosen - beständige Schönheiten

Düngen im Ziergarten

Kompost eignet sich für fast alle Pflanzen. Im Frühjahr ausgebracht, versorgt er das Grün die ganze Saison als langsam fließende Nährstoffquelle und verbessert zudem nachhaltig Struktur und Humusgehalt des Bodens.

Besonders bei stark wachsenden Pracht- und Beetstauden wie Rittersporn, Taglilie, Herbst-Aster und Phlox bzw. auf armen Sandböden empfiehlt sich aber oft eine zusätzliche Gabe von Horngries, Hornmehl (50‒70 g/m²) oder anderen Stickstoffdüngern. Am besten auf zwei Termine, Mitte/Ende März sowie Juni, verteilen. Auch organische Volldünger versorgen den Ziergarten mit allem Notwendigen und verbessern die Bodenqualität. Sie basieren auf natürlichen Abfällen wie Rinderdung (meist in gekörnter Form), Schafwolle (z. B. Compo Bio Universal Langzeitdünger mit Schafwolle) oder pflanzlichen Stoffen wie Melasse (z. B. AzetVeggie Dünger von Neudorff). Bei Mineraldüngern sollten nur solche mit Depotwirkung zum Einsatz kommen, wie Hauert Tardit Langzeitdünger oder Manna Cote Blumenlangzeitdünger.

Fürs Staudenbeet rechnet man rund 2 l Kompost auf den Quadratmeter, bei Wild- und Waldstauden sowie Ziergehölzen genügt die Hälfte. Steingartenpflanzen aussparen: Der hohe Humusgehalt fördert Fäulnis am empfindlichen Wurzelhals.

Tipp: Beim Ausbringen organischer Dünger Handschuhe tragen und den Staub möglichst nicht einatmen.

» Nützliches Hintergrundwissen - Gartenpraxis spezial: Gartenboden

Die Bodenaktivität entscheidet

Organische Dünger wirken in Abhängigkeit von ihrer Körnung (je feiner, desto rascher) und von den Witterungsbedingungen, denn ihre Nährstoffe müssen erst von den Mikroorganismen im Boden aufgeschlossen werden. Kommen diese in einem nasskalten Frühjahr nicht richtig in Schwung, kann es trotz Düngung z. B. zu Stickstoffmangelerscheinungen kommen (gelblich aufgehellte Blätter). Rasche Abhilfe schafft hier eine kleine Gabe mineralischen Flüssigdüngers.




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