Mulchen

Themen: mulchen
Mulchpapier

Mulchpapier hält die Wärme im Boden und sorgt so für schnelleres Wachstum und frühere Ernte. Ideal fürs Gemüsebeet! Foto: Hof Jeebel

Nackter Boden ist Regen, Wind und Sonne schutzlos ausgeliefert. Nährstoffe werden ausgeschwemmt und die Bodenstruktur leidet. Eine leichte Mulchdecke löst (fast) alle Probleme.

Vor allem auf leichten, sandigen Böden ist eine Mulchdecke wichtig, denn ohne ihren Schutz geht Feuchtigkeit hier besonders schnell verloren. Leichter Boden sollte daher ständig von einer Mulchschicht bedeckt sein, einzige Ausnahme: direkt nach der Aussaat.

Erst wenn die Jungpflanzen einige Zentimeter messen, wird der offene Boden um sie herum etwa 1 bis 3 cm dick mit Pflanzenresten bedeckt. Regenwürmer machen sich bald darüber her: daher alle zwei bis drei Wochen nachlegen! Über den Winter kann die Mulchschicht gerne auch 20 bis 30 cm messen.

Zum Mulchen geeignete Materialien sind:

Rasenschnitt: Er sollte vor dem Ausbringen etwas angetrocknet sein, da nasse Halme zu einer fauligen Schicht verkleben können.

Laub: Besonders die Blätter von Beinwell und Brennnessel liefern bei der Rotte wertvolle Nährstoffe. Auch Baumlaub ist geeignet, vor allem von Ahorn, Linde, Weide, Esche, Eberesche, Haselnuss und Obstbäumen. Das Laub von Birke, Buche, Eiche, Walnuss und Pappel sollte wegen ungünstiger Säuren und Gerbstoffe nur über den Winter ausgebracht und im zeitigen Frühjahr abgeräumt und kompostiert werden.

Stroh: Ein langlebiges, gut luftdurchlässiges Material, das zum Beispiel Erdbeerfrüchte vor Pilzkrankheiten und Verunreinigung schützt. Wird es im Mai ausgebracht, bleibt es übers ganze Jahr liegen. Die Reste werden im nächsten Frühjahr kompostiert.

Mulchpapier: Guter Unkrautschutz, der nach der Gemüseernte einfach untergegraben oder über den Kompost entsorgt wird. Wasser- und Luftzirkulation sind weiterhin gewährleistet! (zu beziehen z. B. über Hof Jeebel)

Rindenmulch: Wegen hoher Gerbsäuregehalte nur unter Rhododendron, Heidekraut und anderen Moorbeetpflanzen empfehlenswert. Oder als Wegebelag.

Mulchfolie: Schwarze Plastikfolie garantiert eine 100 %ige Unkrautunterdrückung und hält den Boden warm: Besonders gut für wärmeliebende Kulturen wie Gurke oder Paprika geeignet, die in Schlitze der Folie gepflanzt werden. Plastikfolie bietet allerdings keinerlei Humuszufuhr und schränkt die Wasser- und Luftzirkulation sehr stark ein.

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Fünf gute Gründe fürs Mulchen

1. Feuchtigkeit verdunstet nicht so schnell, dadurch muss weniger gegossen werden.
2. Schutz vor Verschlämmung und Erosion, die Bodenstruktur bleibt erhalten.
3. Schutz der Bodenlebewesen und Pflanzenwurzeln vor extremen Temperaturschwankungen.
4. Unkraut wird unterdrückt, dadurch muss weniger gejätet werden.
5. Organisches Material verrottet, stärkt die Humusschicht und setzt Nährstoffe frei.

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Praxis-Tipp Mulchen: Stickstoffsperre vermeiden

Kohlenstoffhaltige Mulchmaterialien wie Baumlaub, Stroh und Rindenmulch verbrauchen beim Zersetzen Stickstoff, der dem Boden entzogen wird. Dieser sollte zum Beispiel durch Jauchedüngung oder Hornmehl nachgeliefert werden.

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