Erdbeeren

Die rote Ananas – so wurde die großfrüchtige Kultur-Erdbeere früher tatsächlich genannt. Daher auch der botanische Name Fragaria x ananassa.

Erdbeeren zählen zu den beliebtesten Obstarten im Garten, und das hat gute Gründe. Sie versorgen uns schon ab Ende Mai als erste mit süß-saftigen und duftenden Früchten. Und nicht nur das: Die bescheiden anmutenden Stauden tragen bereits im ersten Ertragsjahr mehr als beispielsweise große Kirsch- oder Birnbäume auf der gleichen Fläche.

Erdebeeren richtig pflegen

Nun, ein wenig Pflege braucht es allerdings schon, um die Pflänzchen zu einer solchen Leistung zu motivieren. Und damit geht es schon los: Auf dem künftigen Beet dürfen in den vergangenen drei Jahren keine Erdbeeren gestanden haben.

Für einen guten Start wird der Boden vor dem Pflanzen tiefgründig gelockert. Dabei gleich drei Liter verrotteten Dung oder Kompost pro Quadratmeter einarbeiten. Etwa zwei Wochen hat er danach Zeit, um sich zu setzen.

Gepflanzt wird dann von Juli bis August oder von März bis April. Je früher die Pflänzchen innerhalb dieser Pflanzzeit in den Boden kommen, desto reicher wird die erste Ernte.

Die Ernte der Erdbeeren

Im Sommer gepflanzte Erdbeeren fruchten im darauffolgenden Juni. Wer sein Beet im Frühjahr anlegt, darf schon im Pflanzjahr mit den ersten Früchten rechnen. Zweimal tragende Sorten reifen im Juni und dann noch einmal etwa ab August.

Die Jungpflanzen lassen sich zwar selbst heranziehen, doch bauen die Bestände im Laufe der Jahre ab. Die vitaleren Pflanzen gibt es im Handel. Sie werden in aller Regel mit Topfballen angeboten und sind virusfrei. Sie wachsen ohne Pflanzschock schnell an und entwickeln sich zügig.

Die erste Ernte ist meist die reichste. Ab dem zweiten Jahr sind die Früchte zwar gleichermaßen aromatisch, aber häufig deutlich kleiner. Es lohnt sich daher, jährlich ein neues Beet anzulegen und alle zweijährigen Pflanzungen abzuräumen.

Auch möglich: Die Erdbeerbeete bereits nach einem Jahr roden. Dann nisten sich seltener Krankheiten und Schädlinge ein, und die Früchte sind immer von bester Qualität.

Erdbeeren für Balkon und Terrasse

Wenig Platz im Garten? Kein Problem, denn die Erdbeerzüchter bieten immer mehr Sorten für Balkonkästen und Kübel an. Die tragen zwar nicht so viel auf einmal wie Gartenerdbeeren, doch sind sie in aller Regel mehrmalstragend. Nach einer Haupternte im Juni folgen peu à peu ständig neue Früchte zum Naschen. Und noch etwas: Ob im gewachsenen Boden oder im Kasten lieben es Erdbeeren während des Fruchtwachstums immer gleichmäßig feucht. Dann entwickeln sich große, saftig-süße Früchte. Probieren Sie’s aus!

Achim Werner

Aromatische Erdbeersorten für den Garten

Erdbeeren aus dem Garten brauchen nicht transportfähig oder riesig groß zu sein wie die aus dem Laden. Sie müssen vor allem schmecken. Gut, wenn sie zusätzlich reich tragen und wenig unter Krankheiten leiden. Einige solcher Sorten finden Sie in unserer Auswahl:

SorteReifezeitEigenschaften, Besonderheiten
Wädenswil 6einmaltragend,
sehr früh
ertragreich, mittelgroß bis groß, mittelrot,
Walderdbeeraroma
Honeoyeeinmaltragend,
früh
große Früchte, reift unter Vlies um etwa
2 Wochen früher

Kenteinmaltragend,
früh
große Früchte mit sehr gutem Aroma, ertragreich
Polkaeinmaltragend,
mittelfrüh
sehr aromatisch, dunkelrot, Fleisch durchgefärbt,
fäuleanfällig
Mieze
Nova
einmaltragend,
mittelfrüh
die Ausläuferpflanzen bringen eine kleine
Nachernte
Mieze
Schindler
einmaltragend,
mittelspät
kleine Ernte, sehr gutes Aroma, braucht
Befruchtersorte
Pegasuseinmaltragend,
mittelspät
für leichte Böden, große feste Früchte
Vima zantaeinmaltragend,
mittelspät
sehr aromatisch, großfrüchtig, wenig
krankheitsanfällig
Seascapemehrmalstragend,
sehr früh
dunkelrot, wenig fäuleanfällig, Fruchtfleisch durchgefärbt
Mara de Boismehrmalstragend,
früh
runde, mittelgroße, weiche Früchte mit
Waldbeeraroma
Hummi
Meraldo
mehrmalstragend, mittelherzförmig, dunkelrot, mittelgroß bis groß, fest,
saftig