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Mehr Abwechslung im Garten – 10 Ideen

Mit mehr Abwechslung im Garten können Sie ihre grüne Oase in einen Zufluchtsort für heimische Wildtiere verwandeln. Wir haben 10 Ideen vorbereitet, die Sie bei der Planung unterstützen.

Könnten die bei uns heimischen Tiere wählen, würden sie anstelle aufgeräumter Gärten naturnahe Refugien bevorzugen. Hier finden sie Unterschlupf, Nistgelegenheiten und Nahrung. Das ausgewogene Zusammenspiel der oft unbemerkt mitwohnenden Gartengäste ergibt ein stabiles ökologisches Gleichgewicht. Und Sie können einiges tun, um Wildtiere – von A wie Amsel bis Z wie Zebraspinne – in Ihren Garten zu locken.

Artenvielfalt durch mehr Abwechslung im Garten

Blühende Wiesen statt englischem Rasen sowie Blütenhecken, Nistplätze, Wasserstellen, Totholzecken und Trockenmauern sind nur einige Elemente, um im Garten natürliche Lebensräume zu schaffen. Viele chemische Pflanzenschutzmittel lassen sich durch schonende Präparate ersetzen. Die lebendige Vielfalt eines ökologisch gestalteten Gartens hält Schädlinge und Krankheiten im Zaum.

Natürliche Dünger, etwa Kompost oder Gesteinsmehl, wirken zwar langsamer, verbessern jedoch die Bodenstruktur und sind dadurch nachhaltiger als synthetische Dünger.

1) Blütenwiesen und Blühstreifen aussähen

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Auch eine Blumenwiese kann zum Picknicken einladen Foto: AdobeStock_CrunchyBeans

Verwandeln Sie nicht genutzte Rasenflächen oder Teile davon in eine duftende Blumenwiese oder Blühinseln. Solch eine naturnahe, arten- und blütenreiche Wiese hilft beispielsweise Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten. Diese sind wiederum Nahrungsquelle für Vögel und Fledermäuse. So kreieren Sie im Nu mehr Abwechslung im Garten.

2) Gemüse und Kräuter zusammenpflanzen

Setzt man Kräuter und Gemüse für mehr Abwechslung im Garten in direkte Nachbarschaft, wirkt sich das positiv auf beide aus. Kräuteraromen irritieren oberirdisch Schädlinge, Wurzelausscheidungen wappnen die Pflanzen gegen verschiedene Krankheiten (z. B. Pilzkrankheiten). Blütendüfte wiederum locken Bestäuberinsekten an, die für eine Befruchtung sorgen. 

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Hier wachsen Kräuter wie Thymian und Rosmarin neben jungem Gemüse wie Spinat und Salat Foto: AdobeStock_JM_Soedher

3) Komposthaufen anlegen

Von organischen Abfällen ernähren sich Bodenorganismen, die sie zu wertvollem Humus und pflanzenverfügbaren Nährstoffen umwandeln. Die gebildeten Ton-Humus-Komplexe können Wasser speichern. Sie verhelfen dem Boden auch zur Krümelstruktur. Ein Kompost ist Nährstofflieferant und Strukturverbesserer zugleich! 

 

 

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4) Steinmauer aufschichten für mehr Abwechslung im Garten

Wer wärmeliebenden Tieren etwas Gutes tun möchte, kann einen Steinhaufen im Garten anlegen. Trockenmauern sind beliebt und kein Hexenwerk, mit ihnen lassen sich Hangkanten ansprechend gestalten. Da die Fugen zwischen den Steinen nicht mit Mörtel verfüllt werden, können sie bepflanzt werden. Sie bieten verschiedenen Insekten wie Wildbienen und Hummeln einen Lebensraum. Aber auch Blindschleichen und Eidechsen finden in warmen und trockenen Mauerritzen Zuflucht.

5) Vogelschutzgehölze pflanzen

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Diese Mönchsgrasmücke freut sich über einen Holunderbusch Foto: AdobeStock_Rita_Priemer

Dichte Hecken bieten Säugetieren wie dem Igel einen Unterschlupf. Sind sie auch noch arten- und blütenreich, finden Vögel geschützte Nistplätze wie auch Futter. Aber auch für viele Schmetterlinge und ihre Raupen stellen Blätter, Pollen und Nektar heimischer Gehölze die Nahrungsgrundlage dar. Wurzel- und Ballenware können im Frühjahr sowie im Herbst gepflanzt werden, wenn der Boden schön feucht ist. 

Die Früchte der Vogelkirsche und des Schwarzen Holunders zum Beispiel ernähren über 60 Vogelarten.

6) Futterpflanzen für Raupen ansiedeln

Alle lieben Schmetterlinge, aber oft wird vergessen, dass sie sich vor ihrer faszinierenden Verwandlung als gut getarnte Raupe Nimmersatt dafür Energie anfuttern müssen. Ecken mit Brennnesseln sind z. B. für Tagpfauenauge (Foto) und Kleinen Fuchs, Inseln mit Wilder Möhre für den Schwalbenschwanz geschützte Orte und Kinderstuben zugleich. 

Mehr Abwechslung im Garten Foto: AdobeStock_Schmutzler-Schaub
Raupe des Tagpfauenauges an Brennnessel Foto: AdobeStock_Schmutzler-Schaub

7) Für mehr Abwechslung im Garten Reisighaufen aufschichten

Totholzecken bieten vielen Tieren Unterschlupf und Nahrung: Zaunkönig und Rotkehlchen, Igel und Spitzmaus, Kröte und Eidechse sowie deren Nahrung, Spinnen und Käfern.

8) Beete mulchen

Mulchen ist der Natur abgeschaut, denn dort gibt es kaum nackte Erde. Bedecken Sie den Boden der Beete möglichst ganzjährig dünn mit Laub, Stroh, Rohkompost oder Rasenschnitt, um ihn so vor Wind, Wetter wie auch Austrocknen zu schützen und ihm Nährstoffe zuzuführen. 

9) Nischen für Hautflügler schaffen

Viele Hummelarten und solitäre Wildbienen sind bei uns vom Aussterben bedroht. Den Hohlraumbewohnern können Sie mit einer speziellen Nisthilfe in sonniger und wettergeschützter Lage helfen. Aber auch spärlich bewachsener Boden in sonnigen Lagen ist wertvoll für jene Wildbienen, die ihre Nester im Boden anlegen.

Selbst auf dem Balkon können Sie mit einer Kiste Sand für bodennistende, friedfertige Wildbienen ganz einfach einen Mini-Nistplatz schaffen.

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Dieses hübsche Insektenhotel hat einen Platz in einer Magnolie gefunden Foto: AdobeStock_jbphotographylt

10) Nistkästen bieten mehr Abwechslung im Garten

Viele heimische Vögel kämpfen neben der Futtersuche vor allem damit, einen geeigneten Brutplatz zu finden, besonders die Höhlen- bzw. Halbhöhlenbrüter. Zu Ersteren zählen z. B. Kohl- und Blaumeise, Star, Zaunkönig und Kleiber. Halbhöhlenbrüter sind u. a. Grauschnäpper, Bachstelze, Rotkehlchen oder Rotschwänzchen.

Der Herbst ist der ideale Zeitpunkt, um einen Nistkasten anzubringen, so kann der Kasten früh entdeckt und auch als Winterquartier genutzt werden.

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