Gute Partner: Prachtspieren und Farne. Foto: GartenFlora

Die Prachtspiere – diese Staude lässt den Schatten leuchten

Halbschattige Gartenbereiche müssen nicht farblos und langweilig sein, wie die Prachtspiere eindrucksvoll beweist. Diese vielgestaltige Staude lässt lichtarme Gartenecken leuchten – genau die Stellen, für die es nur wenige attraktive Pflanzen gibt.

Auffallende Blütenstände und große Sortenvielfalt

Prachtspieren am Rande eines Teiches in üppig grünem Garten
In einem Garten, in dem die Farbe Grün dominiert, setzen Astilben Akzente. Foto: GartenFlora

Prachtspieren haben kerzenartig aufrechtstehende oder elegant überhängende, fedrige Blütenrispen in vielen unterschiedlichen Farbtönen. Manche sind tiefrot oder violett, andere leuchten weiß oder rosa und sind ideal, um halbschattige Gartenecken zu beleben. Die Blütezeit der Prachtspieren variiert und macht es möglich, dass Schattenbeete über einen langen Zeitraum interessant sind, denn einige Sorten blühen im Juni und Juli, spätere im August und September.

Die Prachtspiere, auch Astilbe genannt, bietet großen gestalterischen Spielraum. Manche Sorten sind nur 50 cm hoch und passen auch gut in Kübel, andere erreichen eine Höhe von 100 cm oder mehr. Einige werden nur 20 cm hoch und sind hübsche Flächendecker.

Die Prachtspiere pflanzen und pflegen

Prachtspiere mit weißen Blüten in verwunschen wirkendem Waldgarten
Prachtspieren mit weißen Blüten sind ideal für Lichtreflexe in einem Waldgarten. Foto: GartenFlora

Viele Prachtspieren stammen ursprünglich aus Ostasien und sind Waldpflanzen mit einer Vorliebe für feuchte Standorte an Flüssen und anderen Gewässern. Daraus lassen sich auch ihre Ansprüche für den Garten herleiten: Halbschattige Standorte und humoser Boden mit gleichmäßiger Feuchtigkeitsversorgung. Wenn der Boden immer gut feucht ist, können sie auch an einem sonnigen Standort wachsen.

Weil Prachtspieren empfindlich auf Trockenheit reagieren, muss bei Kübelbepflanzung besonders gut auf den Feuchtigkeitsgehalt des Substrates geachtet werden. Nach dem Pflanzen einer Prachtspiere ist es ebenfalls wichtig, auf ausreichend Bodenfeuchte zu achten und entsprechend zu gießen.

Der ideale Standort für die Prachtspiere

Gute Standorte für diese schönen Stauden sind der lichte Schatten von Mauern, Hecken oder anderen Begrenzungen im Garten. Wenn der Boden nicht oder kaum durchwurzelt ist, eignet sich der lichte Schatten unter Gehölzen ebenfalls sehr gut. Schöne und natürlich anmutende Gartenbilder entstehen auch, wenn Astilben – ähnlich wie ihre Verwandten am Naturstandort – an Wasserläufen oder einem Teich wachsen.

Die Prachtspiere ist pflegeleicht. Sie freut sich aber über eine Kompostgabe im Herbst. Wenn der Wurzelbereich damit abgedeckt wird, bleibt die Erde darunter länger feucht. Außerdem werden die Pflanzen durch den Kompost mit Nährstoffen versorgt, so dass ihre Blühfreudigkeit erhalten bleibt.

Mit der Prachtspiere gestalten

Prachtspieren bieten eine beachtliche Vielfalt an Blütenfarben, Größen und Wuchsformen. Die auffallenden Blütenstände machen diese Schattenstauden zu interessanten Blickfängen im Garten. Wer Schnittblumen liebt, pflanzt am besten mehrere Astilben, denn die Blütentriebe dieser Stauden sind auch in der Vase schön.

Die Blätter können sich ebenfalls sehen lassen. Sie sind gefiedert und lassen die Prachtspieren leicht und elegant wirken. Ihr Farbspektrum umfasst unterschiedliche Grüntöne und rötliche Nuancen. Die Blätter mancher Astilben sind im Austrieb hellgrün oder rötlich

Einzeln oder als Gruppe – Tipps für die Partnerwahl

Dank ihres schönen Wuchses und der auffallenden Blütenstände kann schon eine einzelne Prachtspiere effektvoll sein. Als Gruppe gepflanzt, verstärken sich Prachtspieren in ihrer Farbwirkung. Werden Sorten mit unterschiedlichen Blütezeiten kombiniert, können lichtarme Standorte im Garten von Juni bis September Farbe zeigen. Astilben mit weißen Blüten sorgen hier für zusätzliche Lichtreflexe.

Schöne Partner für die Prachtspiere

Farne und Schattengräser sind passende Begleiter für die Prachtspiere. Sie haben ähnliche Ansprüche an den Boden und das Licht. Interessante Gartenbilder entstehen wegen der filigranen Blätter auch zusammen mit großblättrigen Stauden wie Hosta und Rodgersia.

Es lohnt sich, Astilben erst im Frühjahr zurückzuschneiden. Bei Frost können sich die trockenen Samenstände dann zu interessanten Eisskulpturen verwandeln. Wer das berücksichtigt, kann sich nicht nur während der Gartensaison, sondern sogar an frostigen Wintertagen über seine Prachtspiere freuen.

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