Essbare Blüten sind manchmal das i-Tüpfelchen auf Salaten, dem Butterbrot oder dem Zuckerguss auf dem Kuchen. Bild: GartenFlora

Essbare Sommerblüten

Blüten über Blüten füllen die Beete und Rabatten. Hübsch sehen sie aus, und einige kann man sogar ohne Bedenken zum Naschen pflücken. Sogar mehr als Sie denken. Schon ein kleiner Gartenrundgang füllt ein ganzes Körbchen: Rosen, Kapuzinerkresse, Ringelblume, Borretsch sind die bekanntesten.

Essbare Sommerblüten in vielen Farben

Im Sommerblumenbeet recken uns Kosmeen, Löwenmäulchen (ja, auch sie), rosafarbene Malven, Gewürz-Tagetes und die blauen Kornblumen ihre Blüten entgegen. Der nach Honig duftende und schmeckende Duftsteinrich passt gut auf Süßspeisen.

Auch die großen, dichtgefüllten Dahlienpompons können um einige Blütenblätter erleichtert werden, etwa für ein duftig-buntes Blütenpotpourri auf dem Zitronenzuckerguss eines Kuchens. Die gelben Blüten der imposanten Nachtkerzen und Königskerzen finden ihren Weg in einen gemischten Salat.

Auf der Wiese fallen uns Löwenzahn, Gänseblümchen und Rot-Klee ins Auge. Dessen kleine rosa Blütchen sind honigartig-süß. Und selbst blühendes Gemüse ist Lieferant schmackhafter Blüten. Rucola- und Radieschenblüten sind kresseähnlich scharf mit süßem Abgang. Kohlrabi- und andere Kohlblüten dagegen kohligmild. Kräuterblüten von Oregano, Lavendel und Basilikum bringen herbe Würze.

Essbare Sommerblüten ernten und vorbereiten

Auch wenn es verführerisch ist, viel zu ernten, lassen Sie einige Blüten für die Insekten stehen. Die Blüten werden möglichst frisch verarbeitet. Schütteln Sie noch im Garten kleine Käfer und andere Insekten aus den Blüten. Grüne Stiele und Kelchblätter werden entfernt.

Bei großen Blüten wie von Löwenzahn und Ringelblume zupft man die Blütenblätter vom etwas derben Blütenboden. Kleine Borretsch- und Kräuterblüten werden im Ganzen verwendet.

Bei aller Experimentierfreude: Nur Blüten verwenden, die Sie kennen. Denn einige sind giftig: Fingerhut, Wicken, Oleander, Seidelbast, Schierling, Kartoffeln, Tomaten, Auberginen.

Natalie Faßmann