Lecker! Essbare Blüten schmecken süßlich, würzig oder meerrettichscharf.

Essbare Blüten – Vielfalt und Geschmack

Essbare Blüten? Eigentlich sind Blüten die unangefochtetenen Stars eines jeden Gartens. Und normalerweise wählen Sie Blütenpflanzen nach Farbe, Form und wahrscheinlich Duft aus. Aber geben Sie doch zur Abwechslung mal dem Geschmack den Vorrang!

Die große Vielfalt der essbaren Blüten

Bereits im Frühling können Sie zahlreiche Blüten sammeln – lila Veilchen und buttergelbeSchlüsselblumen. Die rosa Blütenkugeln des Schnittlauchs bringen angenehme Schärfe und Farbe inIhren Frühlingssalat. Im Sommer erleben Sie eine Blütenfülle in Ihren Beeten: bunte Kapuzinerkresse, aparte Blüten der Monarde, himmelblaue Borretsch-Sterne und rosafarbene, lieblichsüß duftende Malvenblüten. Essbare Blüten der Malve können Sie in kalte Getränke geben oder im Salat verwenden.

Auch sind zarte, essbare Blüten der Duftgeranien auf Desserts ein echter Hingucker. Je nach Sorte schmecken sie zitronig, herb, süßlich, oder nach Schokolade, Essbare Blüten der Mittelmeerkräuter wie Salbei, Lavendel, Thymian, Ysop besitzen eine würzig-aromatische Note.Lavendelblüten haben einen leicht blumigen Duft und ein fein-harziges Aroma. Essbare Blüten wieLavendelblüten geben Fisch- und Geflügelmarinaden à la Provence einen besonderen Geschmack. Blaueessbare Blüten des Echten Salbeis eignen sich zum Ansetzen von würzigen und feinen Essig.

Essig mit Salbei-Blüten

Frische Salbei-Blüten geben Sie bis zu einem Viertel in eine Flasche. Anschließend füllen Sie mit einem hochwertigen Weinessig auf und verschließen die Flasche. Die blauen Blüten verfärben sich durch den Kontakt mit der Essigsäure rosa. Lassen Sie die Flasche bei Zimmertemperatur stehen und schwenken Sie sie gelegentlich. Den Essig können Sie nach vier Wochen filtrieren und in einesaubere Flasche abfüllen. Dieser Salbei-Essig eignet sich hervorragend für ein dezentaromatisiertes Salatdressing. Neben Salbei-Blüten-Essig haben Sie die Möglichkeit, Holunderbeer-Essig und Estragon-Essig anzusetzen. Das Erlebnis, wie der Essig die Farbe der Blüten annimmt, ist immer beeindruckend. Sie könnengetrocknete Blüten in Speiseöl einlegen. Zu diesem Zweck verwenden Basilikumblüten oder Oregano-Blüten.

Essbare Blüten zum Färben

Intensiv herb duftende Muskateller – Salbeiblüten Blüten des Muskatellersalbeis dienten früherzum Aromatisieren und Färben von Wein. Heute verfeinern sie Bowlen, Teemischungen undSommer-Cocktails. Übrigens steht in einigen Kräuterbüchern, dass der Muskateller-Salbei eineaphrodisierende Wirkung besitzt. Getrocknete Ringelblumenblüten dienen als hervorragenderFarbstoff. Gemörsert färben diese Blüten Kuchenteige und Risotto gelborange. Safran aus demSafran-Krokus eignet sich auch zum Färben und liefert einen orangen Farbton. Sinnlich duftendeessbare Blüten wie Rosenblütenblätter können Sie in Honig oder Zucker einlegen.

Sehr dekorative Gemüseblüten

Im Gemüsegarten finden Sie dekorative und essbare Blüten, wie beispielsweise meerrettichscharfe Kapuzinerkresse und nach Petersilie duftende Salat-Chrysanthemen. Große, gelbe essbare BlütenvonZucchini und Kürbis sind äußerst schmackhaft. Sie können diese Blüten mit Reis, Käse oder Hackfleisch füllen und ausbacken. In der Natur oder in wilden Gartenecken wachsen Knoblauchsrauke, Kornblumen und Klatsch-Mohn. Weiße, essbare Blüten der Knoblauchsrauke erscheinen im Mai oder Juni und besitzen ein leicht knoblauchiges, würziges Aroma. Sie eignen sich gut fürherzhafte Gerichte. Kornblumen und Klatsch-Mohn bringen Farbtupfer in Limonaden und Tees. Kandiert sind die blauen Blüten der Wegwarte eine Leckerei.

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Achtung beim Ernten

Beim Blüten-Ernten in der Natur empfiehlt es sich, Blüten von Pflanzen zu ernten, die sie kennen. Rotblühender Fingerhut und blauer Eisenhut sind Giftplanzen. Dessen Blüten sind auf keinen Fall zum Verzehr geeignet! Ebenso vermeiden Sie besser Blütenpflanzen in der Nähe von landwirtschaftlichen Flächen. Sie wissen nicht, wann und ob die Landwirte Pflanzenschutzmittel verwenden. Desgleichen an dicht befahrenen Straßen ist die Ernte von Blüten keine sehr gute Idee.

Essbare Blüten ernten und richtig vorbereiten

Am besten ernten Sie die Blüten morgens oder nachmittags, zu dieser Zeit blühen sie auf. Wenn Sie essbare Blüten trocknen möchten, empfiehlt sich die Ernte zur Mittagszeit empfehlenswert. Die Blüten von beispielsweise Ringelblume, Kamille waschen Sie vor dem Trocknen nicht. Dewegen pflücken Sie ausschließlich saubere Blüten. Durch das Waschen verlieren einige essbare Blüten Farbe, Form und Aroma. Kleinere Blüten von Malven und Borretsch streuen Sie über Quark -oderButterbrote sowie Salate. Vorher entfernen Sie nur den Blütenstiel. Größere Blüten, wie Rose, Kapuzinerkresse oder Ringelblume zerkleinern Sie zuerst mundgerecht. Zupfen Sie erst die Blütenblätter von den Kelchen und zerteilen Sie noch weiter. So vorbereitet, geben Sie diese Blüten zu Butter, Salaten oder Frischkäse. Gleich nach dem Pflücken ist es wichtig, kleine Insekten aus den Blüten zu pusten oder zu schütteln.

Mit Blüten kochen: mal süß, mal herzhaft

Eine sternenförmige, himmelblaue Borretschblüte verwandelt eine einfache Gurkenscheibe mit Frischkäse in einen Appetizer, mit dem Sie bei Ihrer nächsten Gartenparty punkten. Einfache Getränke peppen Sie mit essbaren Blüten richtig auf. Würzig-scharfe Blüten von Kapuzinerkresse,Schnittlauch, Basilikum und verschiedenen Gewürzkräutern geben Sie in herzhafte Speisen wie Butter, Frischkäse oder Salatsoßen sowie als Topping auf Butterbrot oder Rührei. Kapuzinerkresse, Salat-Chrysantheme und Gewürztagetes bringen Farbe in einen grünen Salat,beispielsweise fein abgeschmeckt mit Salbeiblüten-Essig. Essbare Blüten wie beispielsweise Pfefferminzblüten eignen sich auch für süße Speisen. Sie beleben Ihre Schokoladencreme. Mit Zucker und getrockneten Rosenblüten zaubern Sie einen hocharomatischen, roséfarbenen Rosenzucker, der Schlagsahne, Desserts und Getränke rosenduftend verfeinert.

Nicht alle Blüten verwendbar

Seien Sie lieber vorsichtig und verwenden nur Blüten von Pflanzen, die Sie kennen. Denn die Blüten einiger Pflanzen sind giftig. Wir zeigen Ihnen welche.

Diese eignen sich auf keinen Fall zum Verzehr:

  • Kartoffeln
  • Auberginen
  • Bohnen
  • Wicken
  • Rhododendron
  • Fingerhut
  • Eisenhut
  • Akelei
  • Clematis
  • Oleander
  • Vanilleblume
  • Prunkwinde
  • Ziertabak
  • Rittersporn

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