[Foto: AdobeStock_S.H.exclusiv]

Voraussichtliche Lesedauer:  5 Minuten

Hornveilchen: Zarte Blüten in allen erdenklichen Farben

Wenn die Winterkälte langsam, aber sicher weicht und die ersten Sonnenstrahlen den Boden erwärmen, erblühen in unseren Gärten und auf unseren Balkonen zarte Farbtupfer, die die triste Grauheit des Winters im Nu vertreiben. Einer dieser farbenfrohen Frühlingsboten ist das Hornveilchen. Solch zarte Blüten in allen erdenklichen Farbkombinationen zaubern ein Lächeln ins Gesicht und versetzen in Frühlingsstimmung. In diesem Artikel beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Hornveilchen und verraten, wie Sie sich auch im nächsten Jahr noch an den Blüten erfreuen können.

Hornveilchen – voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten

Woher stammt Viola cornuta?

Das Hornveilchen (Viola cornuta) gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und zählt neben den verwandten Stiefmütterchen definitiv zu den beliebtesten Viola-Vertretern. Die Wildform des Hornveilchens stammt ursprünglich aus den Pyrenäen und Nordspanien, wo es in felsigen Gebieten, auf eher mageren Böden wächst. Die kleine Staude wird bereits seit vielen Jahrhunderten in Gärten und Parks kultiviert. Im Laufe der Zeit wurden auch zahlreiche Hornveilchen-Sorten und Zuchtformen entwickelt, die sich in Blütenfarbe, -größe und -form unterscheiden.

Hornveilchen: Welche Blütenfarben gibt es?

Eine der großen Stärken des Hornveilchens ist die Vielfalt an Farben. Von klassischem Blau und Violett über strahlendes Gelb und Orange bis hin zu zartem Rosa und Weiß – die Blüten des Hornveilchens gibt es in einer breiten Palette von Farben und Farbkombinationen. Auch zwei, drei oder mehr Farben finden sich teilweise auf einer Blüte. Eines haben alle Hornveilchen jedenfalls gemeinsam: Sie sind echte Augenweiden für jeden Garten oder Balkon. Einige Sorten verströmen zudem einen zarten Duft.

Mehrfarbig blühende Hornveilchen: weiß-gelb und orange-violett. Foto. AdobeStock_wiw
Die Farbpalette der Hornveilchen umfasst zarte Pastelltöne, aber auch knallige Farben. [Foto: AdobeStock_wiw]

Sind Hornveilchen mehrjährig?

Hornveilchen sind prinzipiell mehrjährige Pflanzen. Sie besitzen unterirdische Rhizome, mit denen sie sich selbst vermehren und überwintern können. In milden Klimazonen können Hornveilchen daher nach der ersten Blüte weiterkultiviert werden. Allerdings sind viele der im Handel erhältlichen Sorten nicht besonders langlebig. Sie wurden gezüchtet, um eine besonders reichhaltige und lang anhaltende Blüte im ersten Jahr zu ermöglichen. Blütezeiten, die von März bis zum ersten Frost anhalten, sind nicht selten. Nach der Blüte sterben die Pflanzen allerdings oft rasch ab, weshalb sie gemeinhin als einjährige oder zweijährige Pflanzen behandelt werden. Es kann sich daher lohnen, Saatgut zu kaufen und damit Hornveilchen selbst zu ziehen. Aber auch mit der richtigen Pflege lässt sich die Lebensdauer verlängern.

Übrigens: Hornveilchen säen sich selbst aus. Es lohnt sich also auch, die Samenstände nicht zu entfernen, den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen, um zukünftig mehr von den schönen Frühlingsboten zu haben.

Schaffen Sie abwechslungsreiche Gärten, die wildlebenden Tieren helfen!

Dieses GartenFlora EXTRA zeigt Gestaltungs- und Pflanzideen, die verschiedenen Tieren einen Lebensraum und Nahrungsquellen bieten. Damit leisten Sie nicht nur einen Beitrag zum Naturschutz und für die Artenvielfalt. Sie gewinnen auch neuartige Gartenerlebnisse, denn mit den tierischen Gästen gibt es viel zu beobachten und zu entdecken.

Veilchen im Winter

Sind Hornveilchen winterhart?

Die meisten Hornveilchen-Sorten sind winterhart bis etwa -15 Grad Celsius, können kurzfristig jedoch auch niedrigere Temperaturen überstehen. Auch Frost kann das Hornveilchen gut wegstecken.

Hornveilchen erfolgreich überwintern

Wenn Sie Hornveilchen im Freien überwintern möchten, sollten Sie darauf achten, dass der Boden gut entwässert ist, um Staunässe und damit verbundene Frostschäden zu vermeiden. Außerdem sollten Sie die Pflanzen vor starken Winden schützen und gegebenenfalls mit Mulch oder Reisig abdecken, um sie vor Frost und Kälte zu schützen. Wenn Sie Hornveilchen in einem Topf oder Container anbauen, sollten Sie diesen im Winter an einen frostfreien Ort stellen oder mit einer Isolierschicht umwickeln, um die Wurzeln zu schützen.

Große, mit Hornveilchen, Gräsern und Farn bepflanzte Terracottatöpfe auf einer Kiesfläche. Foto: AdobeStock_Lois GoBe
Auch im Topfgarten fühlt sich das Hornveilchen wohl – wichtig ist ein durchlässiges Substrat. [Foto: AdobeStock_Lois GoBe]

Sind Hornveilchen eigentlich essbar?

Hornveilchen gehören zur Familie der Veilchengewächse und sind grundsätzlich essbar. Die Blütenblätter haben einen milden, süßen Geschmack und können als Dekoration oder zum Aromatisieren von Speisen verwendet werden. Die Blätter sind zwar auch essbar, schmecken aber im Gegensatz zu den Blüten leicht bitter.

Im Gartenfachhandel gekaufte Hornveilchen können dennoch giftig sein, da sie wahrscheinlich mit Pestiziden oder anderen synthetischen Mitteln behandelt wurden, die gesundheitsschädlich sein können. Wer Hornveilchen in der Küche verwenden möchte, sollte daher auf biologisch angebaute oder speziell als essbar deklarierte Pflanzen zurückgreifen.

Tipps zu Pflanzung und Pflege

Hornveilchen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen durchlässigen Boden. Bei Topfkultur sollte unbedingt eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton angelegt werden, damit sich kein Wasser staut. Gegossen wird am besten morgens oder abends, wenn die Sonne nicht zu stark scheint. Staunässe kann zu Wurzelfäule führen.

So unterstützen Sie die Blüte des Hornveilchens

Um das Veilchen während der kraftzehrenden Blütezeit zu unterstützen, sollte einmal pro Woche mit einem organischen Dünger nachgeholfen werden. Verblühte Blüten schneidet man außerdem regelmäßig ab, denn dies verlängert die Blütezeit.

LUISA ROTH

Der Artikel hat Ihnen gefallen und Sie möchten gerne noch mehr über Veilchen erfahren? Hier gibt es weitere Informationen rund um die Gattung Viola.

Wir freuen uns auf Sie!

Unsere aktuelle Ausgabe

Das sind die Top-Themen:

  • Es ist Pflanzzeit: Frühlingsblüher für Insekten
  • Bunte Deko: Die schönsten Ideen für den Herbst
  • Ernteschätze: Leckere Rezepte zum Nachkochen
Zur aktuellen Ausgabe

Melden Sie sich hier kostenlos für den Newsletter an:
  • Neueste Garten-Artikel
  • Saisonale Praxis- und Gestaltungstipps
  • Exklusive Angebote und Gewinnspiele
Bitte bestätigen Sie Ihre Zustimmung.