Gardenie Foto: AdobeStock_Bongkarn

Gardenie – betörend duftende Blütenpflanze

Aus den tropischen Wäldern Ostasiens, unter anderem aus Japan, Taiwan, China und von den Riukiu-Inseln, kam die Gardenie zu uns. Der Duft alleine ist schon betörend und der schöne Kontrast von dunkelgrünem Laub und weißen Blüten macht die Zimmerpflanze zum absoluten Hingucker. Während es in ihrer Heimat verschiedene Arten gibt, wird in Zimmerkultur nur die Gardenia jasminoides gehalten. Man nennt sie auch Kap-Gardenie, Knopflochblume oder Jasminrose.

Wuchs und Aussehen

Gardenie Foto: AdobeStock_Melica
Ein kleines Exemplar mit gefüllten Blüten in einem Topf Foto: AdobeStock_Melica

Die Gardenie gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Sie wächst buschig und wird im Topf 60 Zentimeter hoch, bei sehr guten Kulturbedingungen auch über einen Meter. Manchmal sind die immergrünen Gardenien auch als Hochstamm im Gartenfachhandel erhältlich.

Blüten, Blätter und Früchte der Gardenie

Die cremeweißen, bis zu zehn Zentimeter großen Blüten sind das Highlight der Gardenien. Sie erscheinen von Juli bis Oktober und versprühen einen intensiven Duft, der an Jasmin erinnert. Es gibt auch Sorten mit gefüllten Blüten, die dann noch üppiger wirken. Als Früchte bildet sie gelbe Beeren aus.

Die Blätter sind groß, oval und fühlen sich ledrig an. Sie bilden mit ihrer dunkelgrünen Farbe einen schönen Kontrast zu den hellen Blüten. Zudem wirken sie wie mit Lack übersprüht, da sie glänzen.

Gardenie Foto: AdobeStock_mansum008
Die Blüten erscheinen mit ihrem betörenden Duft von Juli bis Oktober Foto: AdobeStock_mansum008

Standortbedingungen

Gardenien brauchen viel Licht und stehen am besten sehr hell bis sonnig. Direkte Sonne sollte trotzdem vermieden werden, zumindest während des Sommers. Wählen Sie einen Platz, der im Sommer warm ist (20 bis 24 Grad Celsius) und im Winter Temperaturen von 15 bis 18 Grad Celsius aufweist. Ebenfalls ist es wichtig, dass sie einen bodenwarmen Standort bekommen. Stellen Sie die Blütenpflanze also nicht direkt auf einen kalten Steinboden. In milden Regionen können Sie die Gardenie von Anfang Juli bis Anfang September auch ins Freie an einen geschützten, hellen bis halbschattigen Platz stellen.

Stehen die Gardenien während der Knospenbildung an einem zu warmen Platz (wärmer als 18 Grad Celsius) oder erleben Temperaturschwankungen ist es möglich, dass sie ihre Knospen und Blätter abwerfen. „Kalte Füße“ oder hartes Gießwasser kann zudem zu Wachstumsstörungen oder zur Gelbfärbung der Blätter führen.

Verwenden Sie ein kalkarmes, leicht saures Substrat, zum Beispiel Rhododendronerde. Die Haltung in Hydrokultur ist ebenfalls möglich.

Pflege der Gardenie

Halten Sie den Wurzelballen im Sommer gleichmäßig leicht feucht und gießen Sie im Winter nur mäßig. Auf keinen Fall dürfen Sie zum Gießen kalkhaltiges, hartes Wasser verwenden, sondern nur zimmerwarmes entkalktes, zum Beispiel Regenwasser. Sowohl Ballentrockenheit als auch Staunässe vertragen die Gardenien nicht. Sorgen Sie für eine ausreichend hohe Luftfeuchte und besprühen Sie die Pflanze, wenn sich die Knospen zeigen. Blühende Gardenien werden dann nicht mehr besprüht.

Gardenien haben einen mäßigen Nährstoffbedarf. Verabreichen Sie von März bis August alle zwei Wochen einen kalkfreien Dünger (zum Beispiel Rhododendrondünger) in niedriger Konzentration. Ab Herbst wird weniger gegossen und die Düngung eingestellt.

Gardenie Foto: AdobeStock_pjjaruwan
Von Anfang Juni bis Anfang September dürfen Gardenien in milderen Regionen ins Freie Foto: AdobeStock_pjjaruwan

Sie können Gardenien im Februar bei Bedarf, das heißt, wenn der bisherige Topf vollständig durchwurzelt ist, umtopfen. Zu groß gewordene Exemplare werden zudem vorher zurückgeschnitten.

Verwendung der Gardenie

Die Gardenie ist eine prächtige Blütenpflanze für helle warme Räume oder für den temperierten Wintergarten. Sie passt zu jedem Wohnstil und verbreitet durch ihren Duft eine angenehme Atmosphäre.

Achtung: Die gesamte Pflanze ist giftig!

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