Bärlauchpesto Foto: AdobeStock_Карина Клачук

Bärlauchpesto:Würziger Allrounder mit gerösteten Nüssen

Zwischen März und Mai macht ein Waldspaziergang richtig gute Laune, denn an einigen Stellen ist endlich wieder Bärlauch zu finden. Passend zur Saison haben wir ein würziges Bärlauchpesto für Sie, das als wahrer Allrounder unzähligen Gerichten einen gewissen Twist verleiht. Ganz klassisch verfeinert es Pasta, harmonisiert aber auch mit Vinaigrette, Baguette und Käse. Mit etwas Joghurt oder Sauerrahm verrührt erhalten Sie in kurzer Zeit eine pikante Grillsoße. Klingt das nicht fabelhaft?

Bärlauchpesto – voraussichtliche Lesedauer: 3 Minuten

Achtung – Verwechslungsgefahr!

Um beim Sammeln der schmackhaften Köstlichkeit nicht zufällig Maiglöckchen, die jungen, meist noch ungefleckten Blätter des gefleckten Aronsstabs oder die bereits austreibenden Blätter der Herbstzeitlosen zu erwischen, denn diese drei sind stark giftig, helfen zwei Tricks: Reiben Sie die Blätter zwischen den Fingern, entsteht nur beim Bärlauch ein deutlicher Knoblauchgeruch. Zusätzlich gibt die Blattunterseite Aufschluss darüber, um welche Pflanze es sich handelt. Ist sie matt, liegen Sie richtig und es handelt sich um Bärlauch. Glänzt Sie aber, heißt es Finger weg. Im Zweifelsfall pflanzen Sie die Köstlichkeit deshalb lieber selbst im Garten oder greifen auf das Angebot im Lebensmittelgeschäft zurück.

Köstlich und ungefährlich: Bärlauch im Garten

So manche mehrjährige Art, neben dem Bärlauch (Allium ursinum) etwa auch die Süßdolde (Myrrhis odorata), möchte vor dem Winter ausgesät werden. Als Kaltkeimer sind niedrige Temperaturen nötig, um dann im kommenden Frühjahr gedeihen zu können. Noch im selben Jahr können sie auch wieder ausgesät werden. Petersilie (Petroselinum crispum) und Bärlauch samen sich leicht selbst aus und bilden dann über Jahre stabile Bestände. Wo es ihnen gefällt, treiben sie genauso üppig Würzgrün wie im Kräuterbeet. Das schattenverträgliche Wildgemüse verströmt einen knoblauchähnlichen Geruch und entzückt uns in der Küche immer wieder auf’s Neue – fließt Ihnen beim Gedanken an ein köstliches Bärlauchpesto nicht auch schon das Wasser im Mund zusammen? Nicht ohne Grund läutet dieser Lauch für so manchen das Frühjahr ein. Genutzt werden vorrangig die Blätter, auch wenn die gesamte Pflanze essbar ist. Nutzen Sie den Bärlauch vorzugsweise roh, denn durch Hitze werden die schwefelhaltigen Stoffe verändert und der Bärlauch verliert viel von seinem charakteristischen Geschmack.

Rezept für Bärlauchpesto

Zutaten (für 4 Personen)

  • 150 g frischer Bärlauch  
  • 80 g Nüsse oder Kerne (z. B. Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Pinienkerne)
  • 75 g Hartkäse (z. B. Gruyère, Parmesan)
  • 80 ml Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
Baerlauch-Pesto Foto: AdobeStock_Карина Клачук
Mit aromatischem Olivenöl wird das Bärlauchpesto schön cremig. Foto: AdobeStock_Карина Клачук

Zubereitung von Bärlauchpesto

  1. Zunächst den Bärlauch sorgfältig waschen, abtrocknen und grob hacken.
  2. Die Nüsse ohne die Zugabe von Fett in einer Pfanne anrösten.
  3. Nachdem die Nüsse etwas abgekühlt sind, ebenfalls grob hacken.
  4. Den Käse mit einem Hobel fein reiben.
  5. Nun dürfen Sie alle Zutaten mit dem Olivenöl pürieren. Tipp: Wenn die Konsistenz etwas zu dick ist und das Pürieren nicht gut gelingt, hilft ein kleiner Schluck Wasser.
  6. Zuletzt das Bärlauchpesto mit Salz und Pfeffer abschmecken, fertig!

Sie möchten das Pesto mit Pasta genießen?
Durch die Zugabe von Nudelwasser verwandeln Sie das Pesto im Handumdrehen in eine cremige Soße. Als schmackhafte Ergänzung eignen sich grüne Gemüsesorten wie Spinat oder Zucchini.

Sie können von Bärlauch gar nicht genug bekommen? Dann haben wir hier noch ein paar köstliche Rezepte rund um den Wilden Knoblauch für Sie!

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