Bunte Herbstblüher - Foto: iStock/Santje09

Bunte Herbstblüher im Garten – Stauden und Gräser

Viele Stauden zeigen erst ab dem Spätsommer ihre ganze Blütenpracht. Zusammen mit der beeindruckenden Herbstfärbung und den fedrigen Blütenständen mancher Ziergräser ergeben sich wundervolle Kompositionen, die im milden Licht dieser Jahreszeit besonders kraftvoll wirken. Wir stellen Ihnen eine Auswahl beliebter Herbstblüher vor.

Farbenfrohe Herbstblüher: Stauden

Astern

Aster
Astern – Foto: iStock/typo-graphics

Viele Astern sind klassische herbstblühende Stauden, die neben einem reinen Weiß in wunderschönen Violett- und Rosatönen erhältlich sind. Ob in Stein- oder Topfgärten oder als Hintergrundbepflanzung von Staudenbeeten und Rabatten: Herbst-Astern sind dekorativ und vielseitig verwendbar.

Die klein bleibenden Kissen-Astern (Aster dumosus), die hochwachsenden Glattblatt-Astern (Aster novi-belgii) und die Raublatt-Astern (Aster novae-angliae) bringen Leben in den vorwinterlichen Garten. Mit einer Fülle körbchenförmiger Blüten locken sie Schmetterlinge und Bienen an, die in dieser Zeit wegen des knapper werdenden Nahrungsangebots besonders zahlreich erscheinen.

Auch der Herbst ist eine Jahreszeit mit besonderen Reizen. Zum Ausklang der Gartensaison kann man sich an einer fulminanten Blatt- und Blütenshow zahlreicher Stauden erfreuen.

Chrysanthemen

Winterastern – Foto: iStock/dmodlin01

Viele Chrysanthemen entpuppen sich als wahre Herbst-Schönheiten. Aufgrund ihrer nahen Verwandtschaft mit den echten Astern werden die winterharten Züchtungen für den Garten auch Winterastern genannt (Chrysanthemum x grandiflorum-Hybriden).

Die ausdauernden Garten-Chrysanthemen bilden dichte Horste und können über einen Meter hoch werden. Die Sorte ’Brennpunkt’ begeistert bis in den November hinein mit ihren rotbraun gefüllten Pomponblüten. Garten-Chrysanthemen sind auch tolle Schnittblumen.

Staudensonnenblume

Staudensonnenblume
Helianthus – Foto: iStock/Gratysanna

Die eng mit der beliebten einjährigen Sonnenblume verwandte Staudensonnenblume (Helianthus) ist ein langlebiger Gartenbegleiter, der jeden sonnigen Platz bereichert. Bei viel Licht und Wärme erscheint ab dem Spätsommer eine Vielzahl kleiner, gelber Blüten.

Die ornamental wachsende Weidenblättrige Sonnenblume überzeugt zum Beispiel mit einem hohen Zierwert als Solitärstaude und zeigt ihre ganze Schönheit im hinteren Bereich einer gemischten Staudenrabatte.

Phlox

Phlox Flammenblume
Phlox – Foto: Pixabay/manfredrichter

Der großen Gruppe der Flammenblumen gelingt es, dauerhaft mit prachtvollen Blüten zu verzaubern, dabei gibt es auch ausgesprochene Spätblüher. Ein Herbst-Phlox blüht, je nach Sorte, bis September und länger.

Besonders die Sorte ‘Herbstwalzer’ liefert nochmals die rosaroten Blüten mit dem besonderen Charme, an denen man sich bis Ende Oktober erfreuen kann. Wer ein leuchtendes Karminrot bevorzugt, liegt mit der Sorte ‘Rotball’ richtig.

Sonnenhut

Rudbeckia Sonnenhut
Sonnenhut – Foto: Pixabay/MarjonBesteman

Sonnenhüte entwickeln ab dem Spätsommer eine besondere Strahlkraft im Staudenbeet. Im Herbst blühen der Gelbe Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) und der Oktober-Sonnenhut (Rudbeckia triloba) zuverlässig.

Mit ihrem horstigen Wuchs ist die Staude im Garten nicht zu übersehen und macht im Bauerngarten und Präriegarten eine gute Figur. Die kompakt wachsenden Vertreter eignen sich für den Beetvordergrund oder sogar für den Kübel.

Herbstanemonen

Herbstanemone
Anemone – Foto: iStock/Carmen Hauser

Herbstanemonen sind pflegeleichte Stauden, die mit ihren grazilen Blüten ein echter Hingucker im Beet sind. Anemone japonica, Anemone tomentosa und Anemone hupehensis sind drei Ursprungsarten, aus denen viele Zuchtsorten entstanden sind. Sie blühen einfach bis gefüllt – von Weiß über Rosa bis hin zu einem kräftigem Rot gibt es sie in vielen Farbtönen.

Ihre Fruchtstände sehen übrigens auch in der frostigen Jahreszeit sehr zierend im Beet aus – der Schnitt kann dann erst im folgenden Frühjahr erfolgen.

Luftige Herbstblüher: Ziergräser

Miscanthus Blüte
Chinaschilf – Foto: iStock/MiaZeus

Ziergräser sind vielseitig verwendbar und weisen eine hohe Formenvielfalt auf. Als hohe Solitärgräser setzen sie markante Blickpunkte, und in der Gruppe unterstreichen sie gerne die Wirkung farbstarker Stauden in der Umgebung. Zum Saisonende laufen einige von ihnen zur Höchstform auf – Herbstblüher wie das Lampenputzergras (Pennisetum), die verschiedenen Arten des Chinaschilfs (Miscanthus) und das Diamantgras (Calamagrostis) zeigen dann ihre ganze Schönheit.

Auch wenn ihre oberirdischen Pflanzenteile in der kalten Jahreszeit absterben, bleiben die filigranen Blütenstände meist bis in den Winter hinein erhalten. Mit Frost und Schnee ergeben sich so malerische Bilder im sonst eher tristen Garten. Darüber hinaus beeindrucken viele Gräser mit einer fulminanten Laubfärbung im Herbst und leuchten so mit den herbstblühenden Stauden um die Wette. Hier wären neben dem Chinaschilf auch die Sorten der Rutenhirse (Panicum) besonders hervorzuheben.

Lampenputzergras
Lampenputzergras – Foto: iStock/schnuddel

Stauden und Gräser zusammen in Szene setzen

Blütenstauden ergeben oft einen schönen Kontrast zu den feinen Rispen und dem farbigen Laub der Gräser, wodurch sich effektvolle Kombinationen im Garten und auf dem Balkon erzielen lassen.

  • Geeignete Nachbarn des Gelben Sonnenhuts sind zum Beispiel das Lampenputzergras, ein Chinaschilf oder Pampasgras.
  • Eine Staudensonnenblume kommt zusammen mit kleineren Miscanthus-Arten sehr gut zur Geltung.
  • Chrysanthemen wirken besonders schön neben Kübelpflanzen aller Art. Benachbarte winterharte Topfgräser wie Segge, Rutenhirse und Federgras profitieren von ihrer Leuchtkraft. Garten-Chrysanthemen können auch mit hohen Ziergräsern wie Rutenhirse und Pfeifengras kombiniert werden.

Aktuelle Ausgabe

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Einige Highlight-Themen in der aktuellen Ausgabe sind: „Kein Frühling ohne Tulpen“, „Beete in Gelb und Purpur“, „Begrünte Dächer“, „Ein Frühlingsgarten mitten in der Großstadt“ und „Zu Gast in einem Weltkulturerbe“.

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