Der erste Frost lässt nicht lange auf sich warten Foto: AdobeStock_Mysh

Sind Astern winterhart? Tipps zum Winterschutz

Die Gattung der Astern hat vielfältige 150 Arten zu bieten. Mit ihren strahlenförmigen Blüten werden sie oft und gerne in Staudenrabatten oder Topfgärten gepflanzt. Ungefähr von August bis Oktober blühen sie üppig. Doch wie so oft stehen Gärtner und Gärtnerinnen auch hier vor der Frage, ob Astern winterhart sind? Die gute Nachricht vorweg: die mehrjährige Herbstaster ist prinzipiell sehr frosthart. Wir zeigen Ihnen, wie Sie bei exponierten Lagen dennoch auf Nummer Sicher gehen und was es bei Topfkultur zu beachten gilt.

Botanischer Überblick

Astern winterhart Foto: AdobeStock_Elisabeth
Mit Schnee bedeckte Astern Foto: AdobeStock_Elisabeth

Astern werden oft auch als Herbstastern bezeichnet, die im Gegensatz zu den einjährigen Sommerastern (Callistephus) mehrjährig sind. Beide gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Während Sommerastern aber nicht winterhart sind, ist die Gattung Aster prinzipiell durchaus frosthart. Zu den bekanntesten Arten unter den Herbstastern zählen unter anderem die Kissen-Aster (Aster dumosus), die Rauhblatt-Aster (Aster novae-angliae), die Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii) und die Alpen-Aster (Aster alpinus). Hier gibt es bezüglich der Frosthärte nur geringfügige Unterschiede von ein paar wenigen Grad Celsius.

Astern im Topfgarten

Auch die sonst winterharten Astern sind im Topf also etwas ungeschützter. Doch es gibt glücklicherweise ganz einfache Maßnahmen, mit der Sie Ihre Pflanzen besser vor der Kälte wappnen. Zum einen hilft es schon, die Töpfe im Winter an eine windgeschützte Hauswand zu stellen, die zusätzlich etwas Wärme abstrahlt. Ist der Topf besonders klein, empfiehlt es sich auch, ihn mit Vlies oder Jute einzupacken, um die Wurzeln vom Frost abzuschirmen. Zusätzlich kann die Substratoberfläche mit Laub oder Reisig bedeckt werden. Achten Sie auch bei der Topfkultur außerdem auch im Winter auf eine geringe, aber regelmäßige Wassergabe.

Prinzipiell gilt: Jede Pflanze ist im Topf etwas empfindlicher gegenüber Kälte als sonst. Denn die vergleichsweise geringe Menge Substrat kann weniger Wärme speichern und bietet weniger Dämmung als der Gartenboden. Kälte dringt also schneller an die Wurzeln. Wenn Topferde durchfriert ergibt sich außerdem das Problem, dass die Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen können.

Zusätzliche Winterschutz-Maßnahmen für winterharte Astern

Wenngleich Astern winterhart und damit auch hart im Nehmen sind, sollte bei Regionen mit sehr rauem Klima doch etwas nachgeholfen werden. Auch bei sehr langanhaltenden Kälteperioden machen Sie damit keinen Fehler. Als Winterschutz für Astern eignen sich besonders zwei Methoden:

Schneiden erst im Frühjahr

Im Herbst beginnen Astern, ihre in den oberirdischen Pflanzenteilen enthaltenen Nährstoffe in ihre Wurzelorgane einzulagern. Daher lassen sie die Blätter fallen und die Triebe vertrocknen nach und nach. Wenn Sie die kahlen Pflanzen nun einfach bis zum Frühjahr stehenlassen, schützt sich die Pflanze damit quasi selbst. Im Frühjahr, kurz vor dem Austrieb, dürfen Sie die Triebe dann ruhig bodentief abschneiden.

Astern winterhart Foto: AdobeStock_Michail
Vertrocknetes darf bis zum nächsten Frühjahr stehenbleiben. Foto: AdobeStock_Michail

Generell schützt alles, was den Boden bedeckt, die Pflanzen vor Kälte. Allerdings ist etwa bei vertrockneten Blüten Vorsicht geboten, denn diese faulen in feuchten Wintern schnell und können so Krankheiten anziehen.

Beetoberfläche bedecken

Ebenso wie bei der Topfkultur hilft es den Astern im Gartenboden, diesen mit dämmendem Material auszulegen. Kompost, Reisig, Tannenzweige oder Laub eignen sich hierfür. Noch besser ist es, wenn Sie eine Schicht Reisig über eine Schicht Kompost verteilen.

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Das sind die Top Themen:

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