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Sind Astern winterhart? Pflegetipps für Herbstastern

Die markanten, strahlenförmigen Blüten der Astern sind eine langwährende Zierde in Staudenrabatten oder Topfgärten. Sie bringen auch noch Farbe in den Garten, wenn die meisten anderen Pflanzen bereits verblüht sind. Dabei sind viele Arten aus der Familie der Korbblütler in der Lage, die frostige Jahreszeit zu überstehen. Wir verraten Ihnen, worauf es beim Winterschutz von Astern ankommt.

Winterharte Astern: Ein botanischer Überblick

Eine Raublatt-Aster in Pink. Foto: AdobeStock_Natalia Greeske
Eine Raublatt-Aster in Pink.
Foto: AdobeStock_Natalia Greeske

Streng genommen tragen die verschiedenen Arten seit geraumer Zeit den etwas sperrigen Gattungsnamen „Symphyotrichum“, werden aber landläufig immer noch als Astern bezeichnet. Im Gegensatz zu den farbenfrohen, einjährigen Sommerastern (Callistephus chinensis) sind Herbstastern Stauden. Sie sind also mehrjährig und in der Regel auch in unseren Breiten winterhart.

Durch ihre späte Blütezeit sorgen die herbstblühenden Astern für eine wertvolle Insektenweide – Schmetterlinge und Bienen werden von ihnen magisch angezogen. Zu dieser Gruppe gehören die niedrigen Kissen-Astern (Aster dumosus), die angenehm duftenden Glattblatt-Astern (Aster novi-belgii), die auch gut in Kübeln und Töpfen gedeihen, sowie die stattlichen Raublatt-Astern (Aster novae-angliae).

Die reichverzweigten Myrten-Astern (Aster ericoides) sind mit ihren unzähligen Einzelblüten ebenfalls eine Augenweide. Sie sind ausgesprochene Spätblüher im Garten.

Während die kompakten Vertreter ihre Wirkung besonders in Steingärten oder Topfgärten entfalten, sind die höheren Sorten typische Bauerngartenpflanzen, die gerne im Hintergrund von Staudenbeeten und Rabatten eingesetzt werden.

Die beliebten Winterastern sind übrigens in botanischer Hinsicht ebenfalls keine Astern, sondern Chrysanthemen – deutlich zu erkennen an den leicht filzigen, gebuchteten und fein duftenden Blättern.

Glattblatt-Aster. Foto: iStock_Kateryna Mashkevych
Die Glattblatt-Aster ist eine schöne Rabattenstaude. Foto: iStock_Kateryna Mashkevych

Winterharte Astern pflegen

Astern gedeihen am besten an einem sonnigen Standort und in einem lehmigen, gut durchlässigen Boden. Sie benötigen einen ausreichenden Abstand zu ihren Nachbarn, damit sie ihre Wurzeln ideal ausbilden können. Ein gute Luftzirkulation zwischen den Pflanzung verhindert zudem Pilzkrankheiten. Wichtig: Die Erde sollte niemals austrocknen, doch auf Staunässe reagieren Astern empfindlich.

Kissenastern und Glattblattastern leiden im Sommer häufig unter Echtem Mehltau. Das regelmäßige Gießen ist bei diesen Stauden eine wichtige vorbeugende Maßnahme.

Etwa alle drei bis vier Jahre sollten Sie die Wurzelballen der Astern ausgraben und teilen, damit die Pflanzen nicht zu stark verkahlen und vital bleiben.

Astern im Topfgarten überwintern

Selbst wenn eine Aster in der Lage ist, den Minusgraden zu trotzen – im Topf ist sie im Winter doch recht ungeschützt. Aus diesem Grund ist ein leichter Winterschutz empfehlenswert. Platzieren Sie das Pflanzgefäß am besten an einer windgeschützten Hauswand, die zusätzlich etwas Wärme abstrahlt. Zusätzlich sollten Sie den Topf mit Vlies oder Jute isolieren. Die Substratoberfläche decken Sie mit Laub oder Reisig ab. Achten Sie darauf, dass der Topfballen im Winter nicht vollständig austrocknet!

Vertrocknetes darf bis zum nächsten Frühjahr stehenbleiben. Foto: AdobeStock_Michail
Vertrocknetes darf bis zum nächsten Frühjahr stehenbleiben. Foto: AdobeStock_Michail

Astern im Freiland schützen

Wenngleich winterharte Astern hart im Nehmen sind, ist in Regionen mit sehr rauem Klima etwas Vorsicht geboten. Die folgenden Maßnahmen sorgen für einen idealen Schutz:

1. Rückschnitt erst im Frühjahr

Im Herbst lagern Astern die gespeicherten Nährstoffe in ihre Wurzelorgane ein und ihre Triebe vertrocknen nach und nach. Wenn Sie die oberirdischen, abgestorbenen Pflanzenteile einfach bis zum Frühjahr stehenlassen, bieten diese einen guten Schutz. Im Frühjahr, kurz vor dem Austrieb, werden sie bodennah entfernt.

Viele Symphyotrichum- Sorten sind steril – bei ihnen ist also keine Selbstaussaat zu befürchten. Deshalb ist es auch nicht erforderlich, Verblühtes rechtzeitig abzuschneiden.

Finken und Meisen wissen es übrigens auch zu schätzen, wenn Sie erst im Frühjahr zur Schere greifen. Sie nehmen die Samen der Astern gerne in ihren Speisezettel auf.

2. Beet bedecken

Winterharte Astern im Beet freuen sich, wenn Komposterde als Frostschutz rundherum verteilt wird. So haben sie auch gleich zum Neustart im Frühjahr genügend Nährstoffe zur Verfügung. Und natürlich können Sie den Boden vorbeugend mit anderen schützenden Materialien bedecken: Reisig, Tannenzweige oder Laub eignen sich hierfür bestens.

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