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Pampasgras pflanzen:Anleitung und Pflegetipps

Das Pampasgras ist ein schnellwüchsiges Ziergras, das sowohl im Freiland als auch in Kübel gepflanzt werden kann. Die meisten Sorten können sehr hoch werden und auch in der Horizontalen breitet es sich mit den Jahren aus. Es transportiert schlichte Eleganz und passt, nicht zuletzt auch wegen seiner zu erwartenden Größe, besonders gut in weitläufige, moderne Gärten. Wann und wie Sie Pampasgras pflanzen sollten, damit es verlässlich anwächst, lesen Sie hier.

Pampasgras pflanzen – Lesedauer ca.: 6 Minuten

Inhalt

Welche Standortansprüche hat Pampasgras?

Bevor Sie Pampasgras in den Garten pflanzen, sollten Sie sicherstellen, dass ein geeigneter Standort zur Verfügung steht. Sind die wichtigsten Voraussetzungen gegeben, ist die Pflanze äußerst langlebig. Hierzulande ist fast ausschließlich das Amerikanische Pampasgras (Cortaderia selloana) zu finden. Wie dessen Name schon sagt, stammt es aus Amerika, genauer aus Südamerika. In der Pampa-Region, die sich über Uruguay, Brasilien, Chile und Paraguay erstreckt, wächst es dort hauptsächlich auf sandigen Böden in Grassteppen.

Pampasgras pflanzen Foto: AdobeStock_L.Bouvier
Die Blütenrispen erreichen oft beträchtliche Wuchshöhen. Foto: AdobeStock_L.Bouvier

Der Boden ist im Idealfall nährstoffreich und ausreichend wasserdurchlässig. Bei schweren Böden können Sie durch die Anreicherung mit Sand oder feinen Kieselsteinen den Wasserabfluss verbessern. Sollte sich Ihr Garten durch viele Schräglagen oder Hügel auszeichnen, setzen Sie das Gras nicht an eine tiefgelegene Stelle, in der sich Wasser sammeln kann, denn bei Staunässe kann es zu Wurzelfäulnis kommen.

Der optimale Standort für Cortaderia ist außerdem sonnig und möglichst warm – im Winter wird zwingend ein Winterschutz benötigt. Auch ein windgeschützter Platz ist von Vorteil, da die hohlen Halme schnell umknicken können.

So pflanzen Sie Pampasgras

Pampasgras wächst in sogenannten Horsten, womit die Wuchsform bezeichnet wird. Die Triebe der Pflanze wachsen dicht beieinander und bilden meist einen großen, annähernd runden Grasbüschel. Neue Triebe entspringen aber weiterhin dem Zentrum der Pflanze, wodurch die alten mit der Zeit an den Rand gedrängt werden und der Durchmesser sich weitet. Mit den Jahren kann ein Horst darum ganz schön in die Breite gehen – ein Meter und mehr sind keine Seltenheit. Bedenken Sie beim Pflanzen des Pampasgrases darum seine Endgröße.

Genügend Platz einplanen: Da auch die Halme mit der Zeit ausladend werden, sollte dem Pampsgras ungefähr eine Fläche von zwei auf zwei Metern zur Verfügung stehen. Je nach Sorte und deren Wuchshöhe kann auch etwas mehr oder weniger nötig sein.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Ein Pampasgras, das als Containerpflanze gekauft wird, kann prinzipiell ganzjährig eingepflanzt werden, sofern der Boden nicht gefroren ist. Um dem Gras das Anwachsen zu erleichtern, empfiehlt sich aber eine Pflanzung im Frühjahr, wenn der letzte Frost vergangen ist und erstmal wärmere Tage zu erwarten sind – wählen Sie am besten einen Tag nach den Eisheiligen.

Eine Herbstpflanzung ist ebenfalls möglich, sollte aber nur erfolgen, wenn es nicht langanhaltend feucht ist. Im ersten Winter muss das Gras zudem besonders gut geschützt sein. Wenn Sie im Sommer pflanzen, muss entsprechend großzügiger angegossen und auch in der Anfangszeit bei Bedarf gewässert werden.

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Eine Schicht aus grobem Rindenmulch kann Unkraut eindämmen. Foto: AdobeStock_JuliaWoźniak

Anleitung zum Pampagras pflanzen

1. Heben Sie zuerst ein Loch aus, das etwa dreimal so breit wie der Durchmesser des Wurzelballens ist und ungefähr doppelt so tief.

2. Magerer und nährstoffarmer Boden wird im besten Fall bereits bei der Pflanzung mit Kompost oder organischem Langzeitdünger angereichert.

3. Das Gras so im Loch positionieren, dass es zentral und aufrecht steht. Der Wurzelballen wird dabei nicht zu tief gesetzt, sondern schließt mit dem Bodenniveau ab.

4. Die ausgehobene und gegebenenfalls angereicherte Erde zurück ins Pflanzloch geben und leicht andrücken, dadurch können die Wurzeln Bodenkontakt schließen.

5. Nach dem Pflanzen das Pampasgras großzügig wässern.

6. Falls mehrere Gräser gepflanzt werden, sollte der Pflanzabstand zwischen 1 und 2 Metern betragen.

Pflege

Damit das Pampasgras nach dem Pflanzen auch gleichbleibend mit Nährstoffen versorgt ist, sollte es deshalb regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, gedüngt werden. In diesem Punkt unterscheidet sich Cortaderia etwas von anderen, gängigen Ziergräsern, denn sie kommen meist auch mit sehr kargem Boden zurecht. Geben Sie hierfür im Frühjahr, sofern schon ein Austrieb zu sehen ist, Kompost oder anderen organischen Dünger in den Gartenboden. Gießen ist bei gut angewachsenen Pflanzen im Freiland kein Muss, das Pampasgras bevorzugt sogar leichte Trockenheit. Lediglich direkt nach der Pflanzung und bei sehr langanhaltender Hitze im Sommer wird dann etwas nachgeholfen.

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Auch in einer bunten Mischung von Blühpflanzen und Formgehölzen setzt das Pampasgras Akzente. Foto: AdobeStock_Kara

Wie wird Pampasgras überwintert?

Viele Pflanzen, die aus wintertrockenen Regionen stammen oder die von ihrem Heimatstandort eine ständige Schneedecke gewohnt sind, leiden unter unseren nassen Wintern. Arten mit hohen Blattschöpfen, zum Beispiel auch die Fackellilie, kann man zusammenbinden, um Regenwasser außen abzuleiten. Im Winter helfen die geschnürten Schöpfe dem Pampasgras nicht nur frostiger Kälte und Nässe zu trotzen, sie haben auch einen Zierwert für den Garten. Binden Sie das Pampasgras im Herbst zusammen und decken es mit Tannenreisig im unteren Bereich ab. Diesen Winterschutz entfernen Sie im Frühjahr, wenn kein starker Frost mehr zu erwarten ist, meistens ab Mitte März. Dabei sehen Sie, ob das Gras in der Pflanzenmitte schon wieder grün austreibt. Dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, es zurückzusetzen.

Nehmen Sie am besten immer kleine Bündel des trockenen Grases zusammen und schneiden die alten Triebe auf ca. 15 – 20 cm zurück. Schauen Sie, dass Sie dabei nicht die neu austreibenden Blätter verletzen.
Achtung: Da die Halme sehr scharfkantig sind und kleine Widerhaken haben, tragen Sie lieber Schutzhandschuhe.

Sortenvorschläge

Obwohl hierzulande meist nur Cortaderia selloana erhältlich ist, ist die Auswahl an verschiedenen Wuchshöhen und Blütenfarben dank der zahlreichen Sorten dieser Pampasgras-Art breit gefächert.

SorteWuchshöheBlütenfarbeBesonderheiten
‘Pumila’1-1,5 Metercremeweiß bis beigegraugrüne Blätter, kompakter Wuchs
‘Rendatleri’2,5-3 Meterzartrosaspäte Blüte, teilweise bis November
‘Rosea’2,5 MeterrosaBlüte zuerst rosa, ab Herbst bräunlich
‘Patagonia’1,5 Meterhellrothelles Laub und rötlich schimmernde Blüte
‘Weiße Feder’2,5 Meterweißfeuchtigkeitstolerant
‘Silver Comet’2,5 Metercremeweißhelles Laub

Im Kübel auf Balkon oder Terrasse

Auch in großen Töpfen oder Kübeln macht es eine gute Figur, das aufrecht wachsende Pampasgras kann zum Beispiel als Sichtschutz fungieren. Eine Südausrichtung ist ideal, da es dort genügend Sonne tanken kann. Das Substrat muss, ähnlich der Gartenerde, nährstoffreich und durchlässig sein. Eine Drainage ist ebenfalls unbedingt erforderlich, damit keine Staunässe entstehen kann.

Eine Mischung aus humoser Gartenerde, Sand und etwas gröberem Kies oder Lavagranulat kann für eine Kübelpflanzung verwendet werden. Auch Substratmischungen für Ziergräser sind prinzipiell geeignet, das Pampasgras muss aber dennoch zusätzlich gedüngt werden.

Weil es schnell wächst, sollte man das Pampasgras in ein ausreichend großes Gefäß pflanzen. Wenn es schnell ausufert, kann man das Pampasgras aber auch sehr gut teilen. Leicht eingeengte Wurzeln verkraftet das Gras zwar, unter Umständen bildet es dann aber keine der schönen Blütenrispen. Trotzdem ist die Kübelpflanzung zumindest für große Balkone oder Terrassen eine schöne Alternative, wenngleich etwas mehr Pflege investiert werden muss. Anders als bei im Freien gepflanzte Pampasgräsern sollte während der Wachstumsperiode im Abstand von zwei Wochen gedüngt werden, zum Beispiel mit Flüssigdünger über das Gießwasser.

LUISA ROTH

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