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Zimmertanne, Norfolk-Tanne richtig pflegen

Die exotisch anmutende Zimmertanne stammt von der australischen Norfolk-Insel und gehört zur Gattung der Araukarien. Hier stellen wir Ihnen die extravagante Kübelpflanze näher vor und verraten, worauf es bei der Pflege ankommt.

 

Zimmertanne – Voraussichtliche Lesedauer: 3 Minuten

Inhalt

Wuchs und Eigenschaften

Eine Zimmertanne macht im Kübel eine gute Figur.
Eine Zimmertanne macht im Kübel eine gute Figur.
Foto: © GartenFlora/Christian Gehler

In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts war die Zimmertanne (Araucaria heterophylla) eine beliebte Zimmerpflanze. Die Art gedeiht nämlich am liebsten in einer kalten Stube, was ja in früheren Zeiten keine Seltenheit war. In der Weihnachtszeit kann man sie dennoch für eine kurze Zeit im Wohnraum aufstellen und wie einen klassischen Weihnachtsbaum schmücken.

Die Norfolk-Tanne, wie Araucaria auch genannt wird, wächst mit konischer Form als immergrüner Baum. Die symmetrische Anordnung der Äste macht dabei den besonderen Reiz der Pflanze aus.

In der Natur ist eine Wuchshöhe von über 50 Metern keine Seltenheit. Als Kübelpflanze wächst die Zimmertanne allerdings recht langsam und erreicht selten mehr als 3 Meter. Die jungen Blätter erscheinen zunächst weich und nadelförmig, älteres Laub zeigt sich hingegen schuppenförmig.

Die australische Tanne ist übrigens eng mit der aus Südamerika stammenden Andentanne (Araucaria araucana) verwandt. Während die chilenische Vertreterin frostige Temperaturen spielend erträgt, muss Araucaria heterophylla in unseren Breiten unbedingt geschützt überwintert werden.

Standortbedingungen und Substrat

Trockene Heizungsluft schätzt die Zimmertanne nicht. Der ideale Standort fällt daher hell, aber eher kühl aus. Ein Fensterplatz ohne direkte Mittagssonne ist für die lichthungrige Art perfekt. Im Freien mag es die Araukarie halbschattig. Dort sollte das Thermometer im Sommer auf maximal 22 Grad Celsius klettern.

Auch in der kalten Jahreszeit wünscht sich die Pflanze viel Licht, die Temperaturen sollten allerdings 5 bis 10 Grad Celsius nicht übersteigen. So legt sie zwischen Oktober und März eine Winterruhe ein.

Das Substrat fällt leicht sauer, humusreich und durchlässig aus. Gut geeignet ist zum Beispiel Rhododendronerde, die Sie mit etwas Sand durchmischen können. Eine Drainage am Topfboden sorgt zusätzlich für einen guten Wasserabfluss.

Tipp: Überwintern Sie Ihre Zimmertanne am besten in einem ungeheizten Raum, zum Beispiel im Wintergarten oder im Treppenhaus.

 Die jungen Triebe der Norfolk-Tanne erscheinen hellgrün und sind symmetrisch angeordnet.
Die jungen Triebe der Norfolk-Tanne erscheinen hellgrün und sind symmetrisch angeordnet. Foto: iStock_Nottpossible

Zimmertanne pflegen

In Bezug auf die Wassergaben gilt: Reichlich im Sommer, mäßig im Winter. Halten Sie den Topfballen in der Wachstumszeit immer feucht und verwenden Sie beim Gießen möglichst kalkfreies Wasser. Staunässe ist aber stets zu vermeiden – das Wasser darf also nicht tagelang im Untersetzer oder Übertopf stehen. Im Winter ist außerdem ein häufiges Besprühen empfehlenswert – vor allem, wenn Sie die Zimmertanne in den Weihnachtstagen im warmen Wohnzimmer platzieren. Dann sollten Sie für ausreichend Feuchtigkeit sorgen.

Ab Anfang März gießen Sie Ihre Norfolk-Tanne wieder kräftiger. Düngen Sie zudem vom Frühjahr bis in den Spätsommer niedrig dosiert – gut geeignet ist zum Beispiel ein sauer wirkender Rhododendrondünger. Alternativ können Sie einmal im Monat einen Flüssigdünger verwenden.

Tipp: Die Zimmertanne möchte immer ausreichend hell stehen. Daher sollte die Beleuchtungsstärke im Raum ganzjährig mindestens 800 Lux erreichen.

Vermehrung

Jungpflanzen können aus Samen herangezogen werden. Auch eine Vermehrung über Kopfstecklinge mit einem Quirl ist möglich. Der Prozess dauert allerdings lange und setzt einen konstant warmen Boden voraus. Nur so können sich Wurzeln bilden. Schneiden Sie den Steckling 4 Zentimeter unterhalb des Astknotens ab.

Krankheiten und Schädlinge

Herabhängende Zweige sind eine Folge zu hoher Zimmertemperaturen oder zu reichlichen Gießens. Bei zu trockener Luft rieseln zudem die Nadeln. Auch Wollläuse stellen sich dann gerne ein. Leider hat eine einmal deformierte oder verkahlende Zimmertanne ihren schönen, grafischen Habitus meist für immer verloren.

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