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Im Winterquartier: Regelmäßig kontrollieren!

Von GartenFlora

Die Kübel- und Balkonpflanzen sind schon seit Wochen ins Haus eingeräumt und benötigen jetzt kaum noch Pflege. Kontrollieren Sie Oleander und Co. dennoch alle zwei Wochen! Wäre doch schade, wenn sich eine Prachtpflanze wegen Trockenheit oder massivem Schädlingsbefall für immer verabschiedet. Wir erklären, worauf Sie achten müssen, während Ihre Kübelpflanzen überwintern.

Kübelpflanzen überwintern

Der Winter stellt für viele Pflanzen eine besondere Herausforderung dar, auch für jene nicht winterharten Kübelpflanzen, die ab Herbst in ein Winterquartier umziehen. Dort bleiben sie zwar von Frösten verschont, allerdings sollte man sie nicht sich selbst überlassen. Kübelpflanzen überwintern am besten bei konstanten Umgebungsbedingungen.

Kübelpflanzen überwintern: verschiedene Topfpflanzen in einem Winterquartier mit einer Fensterreihe im Hintergrund
Lichtverhältnisse, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wasserzufuhr spielen beim Überwintern eine Rolle. [Foto: AdobeStock_Thomas]

Regelmäßiges Prüfen ist daher in dieser Phase entscheidend, um alle Pflanzen unbeschadet durch den Winter zu bringen. Ein sorgfältiger Blick auf die Bedürfnisse der Kübelpflanzen im Winterquartier bildet die Grundlage für prächtiges Wachstum im kommenden Frühling!

Überwinterungszeit für Pflanzen: Checkliste

Wenn Sie Kübelpflanzen überwintern, empfiehlt es sich, mindestens alle zwei Wochen mal bei den Pflanzen vorbeizuschauen. Folgende Punkte sollten Sie dabei überprüfen:

Lufttemperatur

Bodentemperatur

Lichtverhältnisse

Luftfeuchtigkeit

Krankheiten und Schädlinge

Kübelpflanzen überwintern: Temperatur

Die meisten Arten kommen mit Temperaturen um fünf bis zehn Grad gut zurecht, zum Beispiel in einem ungeheizten Kellerraum. Gerne etwas kühler (null bis fünf Grad) stehen zum Beispiel der Feigenbaum, die Wollmispel, der Olivenbaum und der Granatapfelbaum.

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Bougainvillea, Mandevilla, Banane und Paradiesvogelblume schätzen dagegen Temperaturen von zehn bis 15 Grad. Ungeheizte kalte Räume lassen sich mit einem Heizlüfter ausstatten. Wird es zu warm, an milden Tagen kurz lüften!

Bodentemperatur nicht vergessen!

Stellen Sie die besonders kälteempfindlichen Kübelpflanzen beim Überwintern auf isolierende Styroporplatten. Das ist besonders wichtig bei relativ warmer und heller Überwinterung auf kaltem Boden. Denn: Bei Substrat-Temperaturen unter zehn Grad stellen die Wurzeln ihre Aktivität ein. Vor allem Zitrus-Arten lassen dann schnell mal die Blätter fallen.

Kübelpflanzen überwintern: Eine kleine Zitruspflanze im Terracottakübel
Auch im Winter noch schön: Unausgereifte Zitrusfrüchte bleiben meist auch im Winter am Baum. [Foto: AdobeStock_Thomas]

Im Gewächshaus droht Frost: Fallen die Außentemperaturen auf den Gefrierpunkt, wird’s auch unter Glas schnell zu kalt. Dann helfen spezielle, elektrisch betriebene Frostwächter. Zusätzlich können Sie jetzt noch eine isolierende Hülle aus Noppenfolie anbringen. Wärmebedürftige Arten wie Roseneibisch und Mandeville ziehen besser ins Haus um. Robustere wie Lorbeer erhalten zunächst eine Hülle aus Vlies.

Lichtverhältnisse: Zu hell oder zu dunkel?

Stehen Ihre Kübelpflanzen beim Überwintern so kühl, dass sie in eine Ruhephase eintreten, macht das vielen nichts aus: Enzianstrauch, Hanfpalme und Fuchsie kommen beispielsweise gut mit der Dunkelheit zurecht. Bei Temperaturen über zehn Grad wachsen sie jedoch weiter und bilden bei Lichtmangel lange, dünne und empfindliche Triebe. Arten wie Erdbeerbaum, Banane, Keulenlilie oder Zylinderputzer stehen ohnehin lieber hell, beispielsweise im ungeheizten Treppenhaus. Häufig reicht auch die Installation einer Pflanzenlampe mit Zeitschalter.

Die Pflanzen welken, obwohl Licht und Temperatur stimmen? 

Meist wurde zu viel gegossen, die Wurzeln sind teilweise abgefault. Die Pflanzen ab jetzt trockener halten. In den Untersetzern darf kein Wasser stehen bleiben. Das Alarmsignal: Treten Trauermücken auf, ist das Substrat zu feucht. Zu trockenes Substrat nur sehr vorsichtig wässern.

Kübelpflanzen überwintern: Schildlaus, Mehltau & Co.

Leider sind auch Schädlinge im Winterquartier keine Seltenheit. Bei oftmals warmer Umgebungsluft mit wenig Luftaustausch vermehren sich einige der Plagegeister im Nu. Hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Ein früh festgestellter Befall lässt sich noch leicht eindämmen – oft genügt es schon, betroffene Stellen großzügig mit der Schere zu entfernen.

Kübelpflanzen überwintern: Spinnmilben an einem Oleander
Spinnmilben treten oft im Winterquartier auf. [Foto: AdobeStock_Thomas]

Luftfeuchtigkeit: Die Luft ist zu trocken?

In modernen Kellern kann das schon mal passieren. Stellen Sie dann einfach Schalen mit Wasser auf und versprühen Sie gelegentlich Wasser. Ideal sind 55 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte. Das Auftreten von Spinnmilben ist ein deutlicher Hinweis auf zu trockene Luft.

Die Luft ist zu feucht?

Beim Überwintern von Kübelpflanzen in hermetisch abgeschlossenen Gewächshaus sollten Sie nur sehr vorsichtig wässern, sonst breitet sich schnell Grauschimmel aus und junge Blätter und Triebe verfaulen noch am Strauch. Gelegentlich lüften oder einen Luftentfeuchter aufstellen. Achten Sie auf beschlagene Scheiben.

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