Ein Blick von nahem zeigt die interessante und gleichmäßige Verteilung von Nadeln und Verzweigungen, die zur außergewöhnlichen Wirkung der Zimmertanne beitragen.

Zimmertanne – Pflanzenportrait

Die Zimmertanne aus der Familie der Araukariengewächse wird auf Grund ihrer Herkunft von der zu Australien gehörenden Norfolkinsel auch Norfolk-Tanne genannt. In ihrer südpazifischen Heimat wächst sie als gut 50 Meter hoher, immergrüner Baum.

Von den über ein Dutzend bekannten Arten der Araucaria ist nur eine Art, die Araucaria heterophylla, als Zimmerpflanze geeignet. Bei uns war die Zimmertanne zu Zeiten unserer Großmütter beliebt, denn die Pflanze gedeiht am besten in eher kalten, üblicherweise nur sonntags beheizten Stuben, wie man es früher kannte.

Der beste Standort

Zimmertanne im Topf
Zimmertanne (Araucaria heterophylla), auch Norfolk-Tanne genannt.

Ist Ihr Wintergarten eher kühl? Dann ist das der ideale Standort für diese Tanne. Sie wollen eine schöne, stattliche Zimmertanne haben! Große Exemplare dieser Pflanzen sind ziemlich kostspielig. Kaufen Sie eine kleinere Pflanze. Zimmertannen wachsen langsam.

Der beste Standort ist hell und kühl. Ist die Raumluft zu trocken, fühlt sich die Zimmertanne nicht wohl. In dem Zimmer, in dem die Tanne aufgestellt wird, herrschen im Idealfall maximal 18 Grad Temperatur. Hell und warm mag es die Tanne im Sommer. Dennoch ist die pralle Sonne zu meiden.

Ein Fensterplatz ist für die lichthungrige Zimmertanne perfekt. Im Sommer ist ein sonnengeschützter Standort im Freien möglich. Auch im Winter ist viel Licht erwünscht, bei gerade mal 5 bis 10 °C Zimmertemperatur.

Die richtige Zimmertannen Pflege

Gegossen wird von Frühjahr bis Herbst mit kalkfreiem Wasser, so dass eine gleichmäßige, nie zu hohe Bodenfeuchte herrscht. Im Winter wird nur sparsam gegossen, dafür um so häufiger gesprüht, je höher die Raumtemperatur ist. Düngen von März bis September niedrig dosiert mit einem sauer wirkenden Dünger, gut geeignet ist zum Beispiel Rhododendrondünger.

Wie vermehren Sie eine Zimmertanne?

Vermehren Sie die Pflanze mit Kopfstecklingen. Leider ist diese Aufgabe selten erfolgreich. Es dauert lange und braucht einen konstant warmen Boden, bis sich Wurzeln bilden. Aus abgenommenen Seitentrieben lassen sich keine neuen Pflanzen ziehen, sie wachsen nicht aufrecht. In Gärtnereien sind Aussaat und Meristemvermehrung gebräuchlich.

Wenn die Pflanze leidet

Herabhängende Zweige sind eine Folge zu hoher Zimmertemperaturen oder zu reichlichen Gießens. Bei zu trockener Luft rieseln die Nadeln. Auch Wollläuse stellen sich dann bald ein. Eine einmal deformierte oder verkahlende Zimmertanne hat ihren schönen, grafischen Habitus für immer verloren.