Zimmerlinde Foto: AdobeStock_TwilightArtPictures

Zimmerlinde – Zimmerbaum mit weichen Blättern

Sie brauchen etwas Platz, damit sich die Schönheit der Zimmerlinde (Sparrmania africana) voll entfalten kann. Aber es lohnt sich, diesen Zimmerbaum bei sich aufzunehmen. Durch das üppige Laub und die große Verdunstung dient die Zimmerlinde als „grüne Klimaanlage“.

Den botanischen Namen erhielt die Echte oder Kapländische Zimmerlinde übrigens vom schwedischen Arzt und Botaniker Anders Sparrman. Dieser entdeckte die Pflanze auf der zweiten Entdeckungsfahrt mit James Cook in Afrika.

Wuchs und Aussehen

Zimmerlinde Foto: AdobeStock_TwilightArtPictures
Diese Zimmerlinde steht im Sommer an einem Platz auf der Terrasse – ohne direkte Sonne Foto: AdobeStock_TwilightArtPictures

Zimmerlinden gehören zu den Malvengewächsen (Malvaceae). Die stattliche immergrüne Pflanze wächst strauchförmig bis baumartig. An ihrem Naturstandort in Südafrika erreicht sie bis zu sieben Meter Höhe. In Zimmerkultur werden die Pflanzen bis 250 Zentimeter hoch. Die Zweige und der Hauptstamm sind anfangs grünlich. Mit der Zeit verholzen diese und der Stamm wird braun.

Blüten und Blätter der Zimmerlinde

Nur größere oder ältere Exemplare der Zimmerlinde bilden kleine weiße Blüten mit auffälligen gelben und roten Staubblättern aus. In der Regel erscheinen sie im Winter, von Januar bis April. Steht die Zimmerlinde ganzjährig kühl, kann sie auch das ganze Jahr über blühen.

Zimmerlinde Foto: AdobeStock_TwilightArtPictures
Die Blüten der Zimmerlinde können an großen oder alten Exemplaren erscheinen Foto: AdobeStock_TwilightArtPictures

Was die Zimmerlinde zum Blickfang macht? Auf jeden Fall sind das die großen, rundlich bis herzförmig gebuchteten, samtweichen Blätter. Sie erreichen 20 bis 30 Zentimeter im Durchmesser, sind am Rand gesägt und beidseitig weich behaart. Sowohl die hellgrüne Farbe als auch die Form erinnern an Lindenblätter – daher auch der Name. Die Blätter hängen an langen kräftigen Stielen.

Standortbedingungen

Die Zimmerlinde braucht einen sehr hellen, jedoch nicht vollsonnigen Platz. Sie steht gerne luftig und in einem nur mäßig warmen Zimmer bei 15 bis 18 Grad Celsius. Im Winter sollte es dann noch kühler sein bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Als Kübelpflanze kann die Zimmerlinde den Sommer über auch nach draußen umziehen, ebenfalls an einen Platz ohne direkte Sonne, damit die Blätter nicht verbrennen.

Zimmerlinde Foto: AdobeStock_TwilightArtPictures
Die großen Blätter sind ein Hingucker und mögen es, mit Wasser besprüht zu werden Foto: AdobeStock_TwilightArtPictures

Pflanzen Sie die Zimmerlinde in ein ausreichend großes Gefäß. In einem zu kleinen Topf kann sie kippen. Verwenden Sie ein lockeres nährstoffhaltiges Substrat. Geben Sie auch gern viel wasserspeicherndes Tongranulat dazu. Das wirkt sich positiv auf die Standfestigkeit aus und die daraus aufsteigende Luftfeuchte tut der Pflanze ebenfalls gut. Die Haltung in Hydrokultur ist möglich.

Pflege der Zimmerlinde

Zimmerlinden haben aufgrund der Blattmasse einen hohen Wasserbedarf. Die hohe Verdunstungsrate wirkt sich aber auch positiv aufs Raumklima aus, da die Luftfeuchte erhöht wird. Gießen Sie reichlich und halten das Substrat immer feucht – Staunässe jedoch unbedingt vermeiden. Je nach Temperatur wird im Winter weniger gegossen. Übersprühen Sie die Blätter ab und zu.

Vor allem im Sommer, von März bis August, wöchentlich düngen. Im Winter am hellen Platz reicht es, wenn Sie nur alle ein bis zwei Monate düngen.

Da Zimmerlinden stark und schnell wachsen, sollten Sie Jungpflanzen jährlich im zeitigen Frühjahr umtopfen. Bei älteren Exemplaren reicht das, wenn der Topf vollständig durchwurzelt ist.

Einen Rückschnitt vertragen Zimmerlinden sehr gut, sogar bis ins alte Holz. So kann man ihre Ausmaße kontrollieren und andererseits auch die Verzweigung im unteren Drittel anregen, wenn Zimmerlinden verkahlen. Ein guter Zeitpunkt dafür ist der Frühling, wenn das Wachstum wieder einsetzt.

Verwendung

Aufgrund ihrer stattlichen Ausmaße braucht man für die Zimmerlinde genug Platz. Dafür gibt sie als Solitärpflanze aber einen imposanten Blickfang ab. Sie eignet sich auch, um Bereiche in der Wohnung abzutrennen, Sichtschutz zu schaffen oder eine heimelige Atmosphäre zu erzeugen.

Wer es nicht ganz so üppig mag: Die Sorte ‘Nana’ ist kleinwüchsiger. Eine Besonderheit ist auch ‘Variegata’ mit weiß-grün panaschierten Blättern.

Achtung: Die Blätter können bei empfindlichen Personen Hautreizungen hervorrufen!

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