Hydrokultur bei einer Palmenpflanze: Der Klassiker der Hydrokultursystemen bei Zimmerpflanzen.

Erfolg mit Zimmerpflanzen in Hydrokultur

Zimmerpflanzen in Hydrokultur schaffen Atmosphäre und sorgen für Wohlbefinden. Dabei braucht es heutzutage keinen grünen Daumen mehr, um sich eine grüne Oase in der Wohnung oder am Arbeitsplatz zu schaffen. Bei der Pflege gilt es dann lediglich, drei Faustregeln zu beachten: Licht, Wasser und Nährstoffe.

Vorteile der Hydrokultur bei Zimmerpflanzen

Wer seine Zimmerpflanzen schon mal zu Tode gegossen hat oder regelmäßig den Hilferuf ihrer schlappenden Blätter übersieht, ist vielleicht besser beraten, sein Grün in Hydrokultursystemen mit Blähton zu ziehen. Die benötigen nur etwa alle 14 Tage einen Schluck aus der Kanne. Ein Blick auf den Wasserstandsanzeiger gibt rasch Auskunft, ob und wieviel gegossen werden muss.

Auch das Düngen gestaltet sich einfach: Speziellen Langzeitdünger für Hydropflanzen, zum Beispiel Lewatit HD 50 oder Leni Blusana, in den Düngeschacht des Gefäßes geben und alle drei Monate austauschen.

Pflanzen brauchen ausreichend Licht

Die Ansprüche einer Zimmerpflanze an die Lichtverhältnisse im Wohnzimmer oder Büro variieren. Wie bei Gartenpflanzen gibt es auch für den Innenbereich Sonnenpflanzen, die in einer dunklen Ecke auf Dauer verkümmern, und Schattenpflanzen, die auf einer vollsonnigen Fensterbank verbrennen.

Wer lange Freude an seinen grünen Mitbewohnern haben will, sollte sich deshalb von Raumbegrünern bei der Auswahl beraten lassen. Sie kennen genügsame Einsteiger-Arten, mit der auch Anfänger gut zurechtkommen und die an fast jedem Standort gedeihen.

Sind die Lichtverhältnisse nicht optimal, kann eine künstliche Beleuchtung Abhilfe schaffen. Pflanzenlampen gibt es inzwischen auch mit stromsparenden LED-Leuchtmitteln, die im Fachhandel erhältlich sind.» Gartenpraxis: Pflanzen in Hydrokultur

Auf die Gießanzeige achten

Hydrokultur sorgt auf elegante Weise dafür, dass Zimmerpflanzen nicht mehr eingehen, weil sie durch Unwissenheit zu viel oder zu wenig gegossen werden. Ein Wasserstandsanzeiger im Topf lässt auf einen Blick erkennen, ob die Pflanze wieder Nachschub braucht.

Illustration der Hydrokultur bei Zimmerpflanzen
Hydrokultur bei Zimmerpflanzen: Nur bis zum Wasserstandsanzeiger sollte das Wasser nachgefüllt werden.

Am Boden eines Hydrokultur-Gefäßes befindet sich ein Wasservorrat, der für große Gießabstände sorgt. Ein Schwimmer steigt und sinkt mit dem Pegel und zeigt über ein Kunststoff-Röhrchen an, ob die Pflanze noch gut versorgt ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, gießt bis „Optimum“ und lässt dann den Wasserstandsanzeiger auf „Minimum“ absinken.

Zwei bis drei Tage auf „Minimum“ sind kein Problem. Gut tut es den meisten Pflanzen zudem, sie regelmäßig zu besprühen. Wird dafür weiches Wasser (zum Beispiel Regenwasser) verwendet, bilden sich keine hässlichen Kalkflecken auf den Blättern.

Langzeitdünger verwenden

Neben Licht und Wasser brauchen Pflanzen für den Blattaufbau auch Nährstoffe. In der Natur holen sie sich ihre Versorgung direkt aus der Erde. Bei Hydrokultur ist dafür eine gewisse Konzentration an Stickstoff, Phosphat und Kalium im Gießwasser notwendig.

Auch Spurenelemente wie Bor, Eisen, Kupfer, Mangan, Molybdän und Zink sind in guten Düngern enthalten. Für eine optimale Versorgung lohnt es sich, in ein Qualitätsprodukt zu investieren. Der Fachhandel hält zudem Langzeitdünger bereit, der Pflanzen für drei bis vier Monate mit Nährstoffen versorgt.

Viele weitere interessante Informationen zur Raumbegrünung und zur Hydrokultur finden Sie unter www.original-hydrokultur.de oder nutzen Sie direkt die Beratungskompetenz eines Fachbetriebes vor Ort.

Die Umstellung der Zimmerpflanzen von Erde auf Hydrokultur

Auf Erde wird komplett verzichtet

Bei Hydrokultur wachsen Pflanzen in Blähton. Eine Umstellung von Erde auf Hydrokultur gelingt meist nur bei Jungpflanzen. Das liegt unter anderem daran, dass sich das Wurzelsystem spezialisiert. Am einfachsten ist, Zimmerpflanzen von Anfang an in einer Nährstofflösung wachsen zu lassen, damit sie optimal an die Verhältnisse im Hydrokultur-Topf angepasst sind. Deshalb empfiehlt sich der Kauf von fertigen Hydrokulturpflanzen aus dem gärtnerischen Fachhandel.

In Erde gezogene Pflanzen auf Hydrokultur umzustellen, ist schwierig, besonders bei älteren Exemplaren. Oft wird empfohlen, die Erde hierfür vollständig aus dem Wurzelwerk zu spülen. Das gelingt jedoch selten. Die Aktion hinterlässt an den Wurzeln zudem zahlreiche kleine Wunden – ideale Eintrittspforten für Krankheitserreger. Zu guter Letzt muss sich die umgesetzte Pflanze im neuen Substrat erst mal etablieren und „Hydrowurzeln“ bilden. Diese sind etwas anders aufgebaut als Erdwurzeln. Kaufen Sie daher besser gleich in Blähton herangezogene Pflanzen.

Wie oft wird umgetopft?

Deutlich seltener als bei der Erdkultur. Notwendig wird es meist dann, wenn die Pflanze kopflastig wird und umzukippen droht. Oder wenn die Wurzeln bereits das Gefäß ausbeulen. Rasch reagieren sollten Sie allerdings bei versehentlicher Überdosierung des Düngers, oder wenn einer Ihrer Partygäste seinen Cocktail uncharmant in Ihrem Blumentopf entsorgt hat. Dann empfiehlt es sich, das Gefäß mit dem Blähton gründlich durchzuspülen. Lagern sich auskristallisierte Düngesalze auf der Substratoberfläche an, genügt es, die oberste Blähtonschicht auszutauschen.

Was ändert sich etwas für Zimmerpflanzen in Hydrokultur im Winter?

Je nach Temperatur und Lichtverhältnissen verbrauchen die Pflanzen in der kalten Jahreszeit weniger Wasser. Steht die Wasserstandsanzeige nach dem üblichen Gießintervall wiederholt oberhalb der Minimum-Marke (Min), wässern Sie entsprechend seltener.

Vorsicht auch auf kalten Untergründen: Das Wasser im Topfboden kühlt stark aus, die Pflanzen bekommen „kalte Füße“. Untergelegte Styropor- oder Korkplatten verhindern Wurzelschäden.