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Sommerastern:Blütenpracht für eine Saison

Ob in Beeten, Rabatten oder Pflanzgefäßen aller Art: Sommerastern (Callistephus chinensis) versprühen einen sympathischen, altmodischen Charme und punkten mit einer großen Farbenvielfalt. Als Schnittblumen sind die hoch wachsenden Korbblütler unübertroffen.

Klassiker im Sommergarten

Die überschwänglich blühenden Sommerastern wurden schon vor 2000 Jahren in China kultiviert, wo die beliebten Sommerblumen auch beheimatet sind. Während die Ursprungsart eine einfache Blüte aus Zungenblüten und gelben Röhrenblüten entwickelt, warten viele Gartenformen mit halb oder ganz gefüllten Blüten auf.

Im Gegensatz zu den winterharten Herbstastern (Symphyotrichum) wachsen Sommerastern nur einjährig. Sie wurden früher mit dem botanischen Namen Aster chinensis geführt. Mittlerweile bilden sie eine eigene Gattung, die nur die Art Callistephus chinensis enthält. Landläufig werden sie aber immer noch als Astern bezeichnet.

Die einfachen Blütenkörbchen mancher Sorten sind bei Bienen sehr beliebt. Foto: AdobeStock_Marcrc
Die einfachen Blütenkörbchen mancher Sorten sind bei Bienen sehr beliebt. Foto: AdobeStock_Marc

Ob im Bauerngarten, in der Sommerrabatte oder in Töpfen: Sommerastern sind vor allem in bunten Mischungen eine Augenweide. Die Sortenvielfalt ist groß und umfasst eine Fülle verschiedener Blütenformen. Auch die Wuchshöhen fallen unterschiedlich aus. Die Blütezeit der Frühblüher startet im Juli und kann bei spätblühenden Sorten bis in den Herbst hineinreichen.

Beliebte Sommerastern

  • ’Standy-Mischung‘: robuste Schnittastern, dicht gefüllte Blüten, resistent gegen die Asternwelke
  • ’Milady-Gruppe’: Riesenstrahlastern mit buschigem Wuchs, bis 50 cm hoch
  • ’Gala-Gruppe‘: standfester Wuchs, bis zu 80 cm hoch, große, gefüllte Blüten
  • ’Stella-Mischung‘: eine bunte, einfache Blütenmischung mit robusten Eigenschaften, zieht viele Insekten an, Höhe 70 cm
  • ’Serenade-Mix‘: früh blühend, kleine halbgefüllte Blüten, bis 55 cm hoch

Verwendung

Niedrige Sommerastern passen hervorragend in Pflanzkästen oder machen als Bodendecker eine gute Figur. Mittelhohe Vertreter bereichern Beete aller Art und lassen sich gut mit Blütenstauden vergesellschaften. Besonders mit gelb blühenden Mädchenaugen und Sonnenhüten (Rudbeckia) ergeben sich schöne Bilder. Die Gartenastern schließen auch gerne die Lücken, die Zwiebelblumen hinterlassen. Hohe Sorten eignen sich vorzüglich als Schnittblumen. Straußenfeder-Astern zeigen zum Beispiel gefüllte, lockige Blüten auf langen Stielen und sind in vielen Prachtmischungen erhältlich.

Sommerastern beeindrucken auch mit opulenten, gefüllten Blüten. Foto: AdobeStock_Viktoria
Sommerastern beeindrucken auch mit opulenten, gefüllten Blüten. Foto: AdobeStock_Viktoria

Sommerastern säen und pflanzen

Die einjährigen Astern werden gerne aus Samen kultiviert. Um die Blütezeit zu strecken, können Sie die Sommerblumen bereits ab Mitte März unter Glas vorziehen. Im Frühbeet ist eine Aussaat bis spätestens Juni ideal. Wenn Sie portionsweise säen, ist eine gestaffelte Pflanzung möglich – auf diese Weise hält die Blütenpracht ebenfalls lange an. Im Mai, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, ist es auch möglich, Callistephus direkt an Ort und Stelle auszusäen.

Die Samen geben Sie in lockere, durchlässige Vermehrungserde. Keimtemperaturen von 11 bis 14 Grad Celsius sind optimal. Bedecken Sie das Saatgut leicht und halten Sie es feucht. Die Saattiefe beträgt 0,5 bis 1 Zentimeter.

Bereits nach etwa zwei Wochen grünt und sprießt es in den Schälchen. Sobald sich die Keimblätter voll ausgebildet haben, können Sie die Pflänzchen vereinzeln. Beim Pikieren setzt man am besten nur die kräftigsten Vertreter um.

Die Jungpflanzen verbleiben am besten bis Mitte Mai (nach den Eisheiligen) im Gewächshaus und finden danach ihren Bestimmungsort im Beet oder Topf. Gekaufte Setzlinge pflanzen Sie ebenfalls in dieser Zeit. Ein Pflanzabstand im Beet von 20 bis 25 Zentimetern ist ideal. Dies entspricht in etwa 10 Pflanzen pro Quadratmeter. Setzen Sie nicht zu dicht, da eine hohe Luftzirkulation die Pflanzengesundheit fördert.

Tipp: Am Ende der Wachstumszeit sorgen die Astern für reichlich Saatgut, das Sie ernten und in Samentütchen kühl und trocken bis zum Frühjahr aufbewahren können.

Farbenfrohe Beet- und Schnittastern gibt es auch als Saatgutmischung. Foto: AdobeStock_hecos
Farbenfrohe Beet- und Schnittastern gibt es auch als Saatgutmischung. Foto: AdobeStock_hecos

Standort und Pflege

An einem Ort in bester Sonnenlage und in einem nährstoffreichen, feuchten Substrat gedeihen Sommerastern prächtig. Ansonsten stellen die Korbblütler im Hinblick auf die Pflege nur geringe Ansprüche. Werden die Pflanzen regelmäßig gegossen, können Sie die Blütenpracht lange genießen. Zudem regt ein ständiges Ausputzen oder Abschneiden verwelkter Pflanzenteile die Bildung neuer Knospen an. Sehr hohe oder ältere Sorten benötigen häufig eine Stütze.

Im Freiland ist es empfehlenswert, bereits bei der Pflanzung etwas reifen Kompost einzuarbeiten. Ein organischer Dünger (zum Beispiel Hornmehl) leistet später gute Dienste. Halten Sie den Boden locker und jäten Sie regelmäßig. Bei einer Kultur in Töpfen und Kübeln eignet sich eine herkömmliche Pflanzerde. Die Erde sollte immer leicht antrocknen, bevor wieder gegossen wird – der Ballen darf jedoch niemals völlig austrocknen. Für die Topfkultur eignet sich ein Flüssigdünger.

Tipp: Zur Vorbeugung der Asternwelke ist es ratsam, jährlich den Pflanzort im Garten zu wechseln. Zudem sollten Sie keine blühenden Pflanzen umsiedeln.

Krankheiten und Schädlinge

Bleiben die Sommerastern im Wachstum zurück und sind ihre Blätter wellig und gekräuselt, ist die Kleine Pflaumenblattlaus am Werk. Die winzigen, gelbgrünen bis bräunlichen Läuse sitzen zwischen den jüngsten Blättern. Im Herbst wechseln die geflügelten Tierchen wieder auf die Pflaumen- und Zwetschgenbäume. Behandeln Sie die Pflanzen frühzeitig mit einem Präparat gegen saugende Insekten.

Die sogenannte Asternwelke oder auch Welkekrankheit kann Sommerastern stark zusetzen. Von einem Tag auf den anderen werden die Pflanzen welk, obwohl sie nicht trocken stehen. Dahinter verbirgt sich eine Pilzkrankheit. Gieß- oder Spritzbehandlungen mit Pflanzenschutzmitteln verfehlen leider ihre Wirkung. Es ist daher ratsam, betroffene Astern schnell zu entsorgen – am besten im Restmüll, damit der Pilz sich nicht weiter verbreiten kann. Mit resistenten Sorten können Sie das Auftreten der Krankheit verhindern. Nach einem starken Befall sollte die Fläche mindestens fünf Jahre nicht mehr mit Sommerastern bepflanzt werden.

SABINE FAASS

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