Beim Bepflanzen der Balkonkästen zwischen den Pflanzen eine Handbreit Platz lassen.

Balkonblumen pflanzen – 10 Tipps

Spüren Sie auch dieses Kribbeln? Es beginnt in der Fingerkuppe und breitet sich aus, bis zuletzt der ganze grüne Daumen vor Tatendrang vibriert. Prima! Schließlich warten gerade die herrlichsten Balkonblumen nur darauf, von Ihnen gepflanzt zu werden.

Die 10 besten Tipps für das Pflanzen von Balkonblumen

1) Augen auf beim Kauf 

Gesundes, satt grünes Laub, kräftige, ausreichend verzweigte Triebe, reicher Blütenansatz und ein gut durchwurzelter Ballen mit hellen Wurzelspitzen? Ein kurzer Pflanzen-Check gibt Auskunft, ob die Qualität stimmt. Denn nur vitale Exemplare starten gleich voll durch.

Wurzel-Check vor dem Einpflanzen auf dem Balkon
Ein Wurzel-Check vorm Kauf erspart späteren Pflanzärger.

2) So bricht nichts ab 

In Kisten und Kartons lassen sich Balkonblumen gut geschützt nach Hause transportieren. Empfindliche Arten mit brüchigen oder hängenden Trieben wie Zauberglöckchen, Elfensporn und Begonien zusätzlich in Zeitungspapier einwickeln.

3) Alles im Kasten? 

Oder doch in Topf oder Schale? Egal. Wichtig ist nur, dass die Gefäße ausreichend groß sind. Dann trocknet die Erde nicht so schnell aus. Mit Kunststoff läßt sich hier Gewicht und Geld sparen. Allerdings: Schwarze Kunststoffgefäße können sich in der Sonne stark aufheizen. Die Folge sind Wurzelschäden. Das passiert in Tontöpfen nicht. Sie sind dafür schwerer, verdunsten mehr Wasser, können zerbrechen und bilden oft Ausblühungen.

4) Scherben bringen Glück 

Denn sie stellen sicher, dass überschüssiges Wasser umgehend abfließen kann. Wenn Sie Ihre Balkonblumen pflanzen, ergänzen Sie eine Schicht aus Schwerben. Darauf folgt eine 2 bis 3 cm hohe Dränageschicht aus Blähton, Kies o. ä., zuletzt ein Vlies.

5) Eine grundsolide Basis 

Hochwertige Substrate bilden die Grundlage fürs Blütenfest auf Balkonien. Doch woran erkennt man sie?

Gute, strukturstabile Erden, die reichlich Wasser und Nährstoffe speichern können, haben ihren Preis. Pressen Sie zudem mal eine Handvoll Substrat zusammen. Fällt es anschließend leicht und locker auseinander? Sehr gut!

Düngung der Blumenerde vor der Bepflanzung des Balkons
Balkonpflanzen benötigen hochwertige Substrate um gut blühen zu können.

Wichtig ist natürlich auch die Nährstoffversorgung. Gebräuchlich sind Flüssigdünger, die wöchentlich übers Gießwasser gegeben werden und rasch wirken. Bequemer geht’s mit Depotdüngern, die schon beim Pflanzen in die Erde gemischt werden. Sie wirken meist drei bis sechs Monate lang.

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6) Jetzt erst mal ein Bad 

Den Wurzelballen vor dem Pflanzen in handwarmes Wasser tauchen, bis keine Blasen mehr aufsteigen. So löst er sich leichter aus dem Topf und die Pflanze wurzelt rascher ein.

7) Mehr Abstand bitte! 

Auch wenn das Gefäß zunächst noch lückig aussieht: Zwischen den Balkonblumen eine Handbreit Platz lassen. Sonst gibt es in kürzester Zeit ein Gerangel um Licht, Wasser, Nährstoffe und keine der Pflanzen kann sich richtig entfalten.

Balkonblumen pflanzen: Wasserbad für die Wurzeln
Balkonblumen pflanzen: Ein Wasserbad für die Wurzeln ermöglicht eine bessere Eingewöhnung der Pflanze

8) Wasser ist zum Wachsen da

Nach dem Pflanzen zunächst sparsam gießen. Dann durchwachsen die Wurzeln auf der Suche nach Wasser und Nährstoffen zügig das gesamte Substratvolumen. Später nach Bedarf wässern, am besten in den Morgen- oder frühen Abendstunden.

So kann das Laub vor der Nacht wieder abtrocknen. Achtung bei hartem, kalkhaltigem Leitungswasser: Petunie, Zauberglöckchen, Blaues Gänseblümchen u. a. reagieren darauf mit Eisenmangelchlorose!

9) Sanft starten, rasant steigern 

Im Gewächshaus herangewachsen, holen sich die Pflanzen in der ungewohnten UV-Strahlung schnell mal einen Sonnenbrand. In den ersten Tagen daher halbschattig aufstellen oder mittags locker mit Zeitungspapier abdecken. Nach dem Akklimatisieren geht’s an den endgültigen Standort.

10) Stets fein (her)ausgeputzt 

Vertrocknete Blüten regelmäßig auskneifen. Das sieht nicht nur besser aus, es verhindert auch die Samenbildung. Folge: Die Pflanzen können ihre ganze Energie in die Bildung neuer Blütenknospen stecken. Krankes ebenfalls abzupfen, damit sich die Infektion nicht ausweitet.