Geranien punkten nicht nur mit geringen Pflegeansprüchen, die anmutigen Schönheiten beeindrucken auch mit ihrem Farb- und Formenreichtum sowie der kaum zu übertreffenden Blühfreude.

Geranien: Zehn überraschende Fakten

Im Garten ist die Geranie seit dem 19. Jahrhundert ein toller Blickfang. Sie ziert Balkone und Terrassen auf der ganzen Welt. Denken Sie, es gibt nicht viel über diese Pflanze zu sagen? Sie irren sich! Zehn Fakten bestärken Sie als Liebhaber der Blume!

Zehn Fakten

1. Eine waschechte Südafrikanerin


Eine bewegte Geschichte lässt sich über die Geranie erzählen. Der Name lässt sich von einer bayerischen Bauernhausfassade herleiten. Erinnert Sie die Geranie an ein urdeutsches Balkongewächs? Die Geranie stammt aus Südafrika. Im 17. Jahrhundert kam die Geranie nach Europa. Aus den den Niederlanden erreichte sie die ganze Welt. Mehr als 250 Wildarten der Geranie finden Sie in Südafrika. Um den Tafelberg herum gibt es mehr als 50 Arten.

Ihre Heimat ist Australien, der Irak, Iran und Neuseeland. Es gibt es dort nicht annähernd viele Arten wie in Südafrika. Wie die Geranie heute aussieht, sah sie nicht die ganze Zeit über aus. Durch Heranzüchten sieht sie aus wie heute. Mittlerweile gibt es weiße Geranien.

Geranien verwechseln viele mit winterharten Stauden. In Südafrika wachsen Geranien buschartig. Sie erreichen dort Höhen von bis zu zwei Metern. Es finden sich Sukkulenten, die Geranien sind. Die sukkulentenartigen Geranien werden bis zu einem Meter hoch. Die Stämme sind dick und dienen als Wasserspeicher.

Der Reiseweg der Geranie

Der deutsche Paul Hermann fand die Pflanze und 1672 brachten sie Forscher per Schiff in die Niederlande. Die Pflanzen sind robust. Sie überstanden die lange Reise mühelos. Bis 1686 wurden in Leiden, in den Niederlanden zehn unterschiedliche Arten herangezogen.


Die Reise war noch nicht zu Ende. Aus Leiden heraus besuchte die Pflanze weitere Stationen in botanischen Gärten in den Niederlanden. Von dort kam sie in Haushalte im ganzen Europa. Zunächst war es der Adel, der die Pflanze für sich entdeckte. Reiche Städter entdeckten die Geranien für sich.

Aus diesem Grund vermehrten Profis die Pflanzen und kultivierten sie. Es gibt zahllose Sorten der Geranie. Die Blätterform und die Wuchsart sind unterschiedlich. Unter den zahlreichen Blütenfarben finden sich weiße Geranien. Im Weimarer “Hortus Belvederanus” gibt es seit 1826 Beschreibungen von mehr als 352 unterschiedliche Arten.

2. Geranie bedeutet nicht Geranie


Der Name Geranium leitet sich von mehrjährigen winterharten Stauden ist. Winterharte Stauden sind die Geranien nicht. Sie sind einjährig und keine winterharte Stauden. Sie überlebt den kalten Winter nicht, wenn sie draußen bleibt.

Dieser Irrtum lässt sich auf das 17. Jahrhundert zurück führen. Die Geranie entstand, weil die Pflanzen nach dem Einführen in Europa aussahen wie Stauden. Beide Arten sind Storchschnabelgewächse.  Im 18. Jahrhundert erkannten Botaniker, dass es Unterschiede gibt. Ab diesem Zeitpunkt erhielt die Pflanze den Namen Pelargonium. Der neue Name setzte sich nicht überall durch und aus dem Grund heißt die Geranie nach wie vor Geranie. 

Die Pelargonie übersteht den Winter an einem frostfreien Ort im Haus. Geranium und Pelargonium unterscheiden sich aufgrund der Blütenform. Geranium besitzt fünf symmetrische Blütenblätter Die Blüten der Pelargonie besitzen oben zwei größere und unten drei kleinere Blätter.

3. Geranien als Kulturgut und Heimatsymbol

Eine Geranie kann ein Heimatsymbol sein. In mehreren Ländern Europas ist das der Fall. In der Schweiz ist die Pflanze die Nationalblume. Sie stehen für Herkunft und Heimat. Dieser Umstand lässt sich eventuell auf die Verschiffung zurück führen!

» Weitere Pflanzen für Ihren Topfgarten

4. Die Geranie als stylischer Raumschmuck

Geranien passen in Räume. Sie gehören nicht ausschließlich auf den Balkon oder die Terrasse. Als Zimmerpflanze gibt es die Edelgeranie. Diese Pflanze passt perfekt in moderne Wohnkonzepte. Schauen Sie sich andere Arten wie Schmetterlingsgeranie oder Duftgeranien an. Verteilen Sie diese an einem hellen Ort in Ihrem Haus. Zaubern Sie ein ansprechendes Ambiente. Ein Strauß der Pflanze sieht toll aus und er hält sich lange.

5. Sie besitzt kulinarische Qualitäten

Blätter und Blüten der Duftgeranien sind essbar. Fleischgerichte, Süßspeisen und Salate erhalten durch Geranien ein raffiniertes Aroma. Es sieht toll aus, das Essen mit den Blüten zu verzieren. Die Blüten enthalten ätherische Öle.

Sorten mit Zitronenduft verwenden Sie beispielsweise für Salate, Sorbets oder Tee. Kuchen, Marmelade und Desserts schmecken lecker durch Geranienblüten mit Rosenaroma.

Limonade aus Geranien

Machen Sie gern eigene Limonade? Nutzen Sie Geranienblätter mit Minzaroma. Es gibt viele weitere Aromen, die Sie in der Küche nutzen. Beispielsweise finden sich Apfel, Orange und Pfirsich.

6. Die heilende Wirkung der Geranie

Sie sehen nicht ausschließlich schön aus. Es gibt eine heilende Wirkung. Die Wurzeln der Kapland-Pelargonie beispielsweise eignen sich gegen Atemwegsbeschwerden. Dies erkannten die Ureinwohner Südafrikas. Sie gehören nach wie vor zum Arzneimittel “Umckaloabo”. Ätherische Öle der Duftgeranien Arten eignen sich gegen depressive Verstimmungen und Stress.

7. Die Geranie als natürlicher Insektenschutz

Ein paar Duftgeranien Arten lassen sich als natürlicher Insektenschutz einsetzen. Wirksam sind ätherische Öle in den Blättern. Sie duften oder riechen beim kleinsten Windhauch und vertreiben allerhand Insekten.

Abschreckend sind Geranien damit auch auf Mücken oder Wespen.

Noch besser ist es Geranien mit Zitronen- oder Orangenaroma für sich zu nutzen.

8. Große Sortenvielfalt

Weiße oder Rote Geranien kennt jeder. Es gibt sie als zweifarbige Pflanze oder in verschiedenen warmen Farben. Die Blätter sind unterschiedlich groß. Die Blüten gibt es in unterschiedlichen Farben. Es finden sich viele weitere Farbtöne wie Pink, Lachs oder Violett.

9. Leicht zu pflegen

Sie haben keinen grünen Daumen? Bei diesen Pflanzen spielt es keine Rolle. Winterharte Stauden sind sie nicht. Sie blühen den ganzen Sommer über. Die Pflanze benötigt Wasser, um gesund zu gedeihen. Sie sind mit minimalem Zeitaufwand zu halten und zu pflegen. Pflegen Sie Ihre Pflanzen am besten mit Dünger.

10. Rekorde

Pflanzen wie diese erreichen enorme Größen. Im Internet lassen sich Exemplare finden, die höher als fünf Meter sind. Der Umfang bei dieser Größe beträgt mehr als zehn Meter. Diese Geranien sind Rekordobjekte!