Nutzgarten im Mai

Basilikum

Getopfte Basilikum-Pflanzen aus dem Supermarkt leben meist nicht sehr lange.

Basilikum aus dem Supermarkt

Getopfte Basilikum-Pflanzen aus dem Supermarkt leben meist nicht sehr lange. Die Pflanzen stehen einfach so dicht, dass selten mehr als zwei Ernten möglich sind. Wie lässt sich die Erntezeit aber nun verlängern? Das ist ganz einfach: Die  Pflänzchen voneinander trennen und den gut durchwurzelten Wurzelballen vorsichtig auseinanderziehen. Darauf achten, dass die Pflänzchen dabei einen möglichst großen Ballen behalten. Sind sie aber zu stark miteinander
verwachsen, können auch zwei bis drei Basilikum-Pflanzen als Tuff zusammen bleiben. Nun die Pflanzen bis auf zwei bis vier Laubblätter einkürzen. Die vereinzelten Pflanzen im Abstand von fünf mal fünf Zentimeter in einen Balkonkasten setzen. Ruhig etwas tiefer einpflanzen. Dann bilden sie zusätzliche Wurzeln. Kräftig angießen, danach gleichmäßig feucht halten. Wenn Nachtfröste drohen, steht der Kasten nachts an der Fensterbank, im Frühbeet oder im Gewächshaus, am Tag an windgeschützter und sonniger Stelle im Freien. Nach etwa drei Wochen sind neue Blättchen gewachsen. Sechs Wochen nach dem Bepflanzen ist der Nährstoffvorrat des Substrats erschöpft, und es muss wöchentlich flüssig gedüngt werden. So machen Sie aus dem Supermarkt- Töpfchen Basilikum einen ganzen Kasten, der bis zum Frost würzige Blätter liefert.

Basilikum aussäen

Wer aussät, hat die größere Sortenauswahl. Basilikum kann von März bis Mai am Fensterbrett oder im mindestens 20 Grad warmen Gewächshaus ausgesät werden. Im Juni keimen die Samen auch im Freien. Das Saatgut des Lichtkeimers nur andrücken. Sobald sich die Sämlinge gegenseitig bedrängen wie auf dem Foto, werden sie an einem geschützten, sonnigen Platz im Freiland oder im Gewächshaus ausgepflanzt. Bis die ersten Blätter geerntet werden können, vergehen sechs bis acht Wochen. Ebenfalls möglich: Je drei Pflanzen in einen 13 cm Topf pikieren oder im Balkonkasten weiterkultivieren.

Diva Dill: So gelingt die Aussaat

Dill wächst, wo er will. Und so möchten Freilandaussaaten manchmal partout nicht dort keimen, wo wir sie gerne sehen würden. Leichter geht‘s mit vorgezogenen Jungpflanzen aus Gartencentern und Baumärkten. Oder Sie säen selbst dünn in Schalen aus. Anders als Petersilie steht Dill nicht gern dicht gedrängt in Reihen, sondern lieber allein. So entwickelt er sich schneller und wird größer. Deshalb zeitig vereinzeln und nicht als Tuff setzen. Am einfachsten ist die breitwürfige Aussaat im ganzen Garten. Wo es Dill gefällt, wächst er willig und üppig, auch gern zwischen Gurken, Tomaten oder Salat.

Reserve fürs Bohnenbeet

Bohnen gehen im Freien nicht immer zuverlässig auf. Vor allem frühe Aussaaten ab Mitte Mai auf noch kalten Boden haben es schwer, zügig zu keimen. Zudem fressen die Maden von Gemüsefliegen gern an schwächelnden Sämlingen. Ärgerlich, wenn dann zwei, drei Wochen nach der Aussaat klar wird, dass sich nur ein Teil der Bohnen entwickelt hat. Nachsäen bringt nicht allzu viel. Besser, Sie stecken gleichzeitig zur Freilandaussaat einige Körner in Schalen oder Einzeltöpfe. Sie füllen später die Lücken. Häufig sind die getopften Pflanzen sogar schon etwas weiter und tragen daher mindestens so viel die die direkt gesäten. Die Alternative: Gleich alle Bohnen in Schalen oder Töpfchen vorziehen und sie nach etwa drei Wochen ins Beet pflanzen. Das funktioniert übrigens auch sehr gut mit Erbsen, Zuckermais oder Mangold.

» Gartenpraxis: Dicke Bohnen

Tomaten entgeizen

Tomaten entgeizenStabtomaten fruchten gut, wenn sie eintriebig gezogen werden. Die kleinen Austriebe in den Blattachseln, die sogenannten Geiztriebe daher ausbrechen, sobald sie sich greifen lassen. Dann bleiben die Wunden klein und verheilen schnell. Am besten die Tomaten einmal pro Woche entgeizen. Die Geize dabei einfach zur Seite wegbrechen. Durch Messer oder Schere werden oft Krankheiten verbreitet.

Auch Tomatenjungpflanzen haben oft schon Seitentriebe angesetzt. Am besten vor dem Einpflanzen ausbrechen.

» Gärtnern nach dem Mond

Und außerdem im Mai

Auf frisch mit Stalldung gedüngten Beeten keine Möhren, Zwiebeln und keinen Kohl säen oder pflanzen. Gurken, Kürbis oder Tomaten nehmen die Extra-Gabe gern an.
• Erdbeeren mulchen: Eine dicke Schicht aus Stroh oder Holzwolle zwischen den Reihen hält die Feuchtigkeit länger im Boden. Zudem bleiben Blüten und Früchte trocken und sauber. Sie faulen dann seltener.
• Auberginen und Paprika erst gegen Ende Mai ins Freiland pflanzen. Sie sind wärmebedürftiger als Tomaten, die schon ab Mitte Mai in den Garten dürfen. Die Pflanzen in kalten Nächten mit Vlies oder Folie abdecken.
• Gemüsemais bis Ende des Monats säen oder pflanzen. Die 1,5 bis zwei Meter hohe Gemüseart ist ein idealer Windschutz, zum Beispiel für Freilandgurken.
• Beim Rhabarber nur einen Teil der Stiele ernten. So erschöpfen sich die Pflanzen nicht und treiben weiter kräftig nach.
• Kerbel, auch Französische Petersilie genannt, bis August alle zwei bis vier Wochen aussäen, denn das Gewürzkraut geht schnell in Blüte.

» Monats-Tipps Mai: Ziergarten
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