Heilpflanzen am Teich

Themen: Heilkräuter
Heilpflanzen am Teich

Die getrockneten Blätter der Weißen Seerose sollen bei chronischem Durchfall und Entzündungen im Mund helfen.

Tief auf dem Teichgrund schlummert ein Schatz. Kein schimmernder Goldschatz, sondern das unscheinbare braune Rhizom der Weißen Seerose, das wundersame Heilkräfte besitzt. Getrocknet und fein gemahlen wurde es früher gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum eingenommen. Rund um den Teich gibt es weitere Heilkräuter zu entdecken. Auch wenn sie heute kaum noch bekannt sind, ihre Heilkraft wird nach wie vor in einigen Medikamenten genutzt: wie die des Purpur-Fingerhuts. Der gedeiht auch in der feuchten, frischen Erde am Teichrand, der bis zur Kapillarsperre reicht. Hier finden auch Beinwell, Mädesüß und Frauenmantel ideale Bedingungen. Selbst einige Küchenkräuter können angesiedelt werden: Minze, Zitronen-Melisse, Schnittlauch, Petersilie und Kerbel. Am feuchten Ufersaum, wo die Wurzeln ständig überspült werden, fühlen sich Sumpfpflanzen wie Blutweiderich und Wasser-Minze wohl. Die würzig-scharfe Brunnenkresse lässt ihre Triebe gern im seichten Wasser schaukeln. Sie mag es, wenn sich das Wasser leicht bewegt, zum Beispiel an einem Bachlauf oder einem Sprudelstein.
Natalie Faßmann

» Bilder: Heilpflanzen, die am Teich wachsen

Extra-Tipp: Wasser-Gemüse

• Am feuchten Teichrand lässt sich der Wasserfenchel (Oenanthe stolonifera) ansiedeln. Blätter und junge Triebe werden roh in Salat gegeben oder kurz in der Pfanne gegart. Er ist ein beliebtes Gemüse in der vietnamesischen Küche.
• Der Kriechende Sellerie (Apium repens) hat ähnlich würzige Blättchen wie der Schnittsellerie. Er verträgt trockene wie feuchte Standorte und ist im sumpfigen Uferbereich gut aufgehoben. 
• Ein Bewohner der Tiefwasserzone bis 60 Zentimeter ist die einjährige Wassernuss (Trapa natans). Die heimische Schwimmpflanze mit den rautenförmigen Blättern bildet Steinfrüchte aus, die wie Esskastanien verwendet werden.

» Kräuter zum Wohlfühlen

Standorte am Teich

• Tiefwasser 60–300 cm Wassertiefe: Wassernuss, Weiße Seerose
• Sumpfzone 5 bis 20 cm Wassertiefe: Amerikanische Sumpf-Schwertlilie, Bachbunge, Blutweiderich, Brunnenkresse, Fieberklee, Kalmus, Kriechender Sellerie, Pfennigkraut, Sumpf-Blutauge, Sumpf-Dotterblume, Ufer-Wolfstrapp, Wasserfenchel, Wasser-Minze
• Teichrand, feucht, selten überflutet: Beinwell, Blauer Eisenhut, Frauenmantel, Mädesüß, Purpur-Fingerhut, Wasserdost, Wasserfenchel

» Essbare Blüten aus dem Kräutergarten

Bitte stehen lassen!

Hübsch sieht er aus, der Purpur-Fingerhut (Digitalis purpurea). Doch er ist tödlich. Zählt er doch zu den giftigsten Pflanzen in unseren Breiten. Digoxin und Digitoxin sind Bestandteile wichtiger Herzmedikamente. Das tödliche Gift Aconitin trägt der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) in sich. Es wird stark verdünnt in der Homöopathie gegen Erkältungen und nervöse Erregung gegeben. Stellen Sie aus den beiden Pflanzen niemals eigene Extrakte her! Auch Sumpf-Dotterblume, Kalmus, Fieberklee und Wasserdost sind giftig, in schwacher Dosierung aber heilkräftig.

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