Der Cottage-Garten

Wer träumt nicht manchmal von einem hübschen kleinen Landhaus in idyllischer Umgebung, dicht bewachsen mit Kletterrosen, Clematis und Blauregen. Vor der Haustür blühen Stockrosen, Lupinen und Fingerhüte, und der Garten, eingerahmt von hohen Hecken oder Mauern, ist ein einziges Blütenmeer.

Gestaltungstipps für den Cottage-Garten

In England und Schottland treffen Sie noch allerorts auf solche Anwesen, die so genannten Cottages. Bleibt das romantische Landhaus vielleicht auch nur ein Traum, der eigene Cottage-Garten ist durchaus realisierbar, wenn Sie die entscheidenden Gestaltungsregeln im Blick behalten: Auf den ersten Blick wirkt der Cottage-Garten natürlich, wild und ungeordnet, tatsächlich ist er aber klar strukturiert.

In seinem Heimatland ist der Cottage-Garten fast immer von Hecken oder Mauern aus Natur- oder Ziegelsteinen umgeben. Sie schützen vor Wind und Wetter und schaffen ein günstiges Kleinklima. Innerhalb des Grundstücks werden mit freistehenden Hecken und Mauern Räume geschaffen, beispielsweise ein separater Obst- und Gemüsegarten.

Damit der Garten nicht zu sehr von den Mauern dominiert wird, lassen Sie an ihnen Rosen klettern oder Spalierobst wachsen. Ist das Grundstück für diese Art Grenzen zu klein, können Sie stattdessen Staketen- und Lattenzäune, Holz- und Weidenwände einsetzen. Möglichst aus natürlichen Materialien.

Typische Gestaltungselemente

Zu den wesentlichen Zutaten des Cottage-Gartens gehören selbstverständlich auch Spaliere, Pergolen, Rosenbögen, Rankgerüste und Laubengänge. Blauregen, Clematis, Geißblatt, Rosen und Hopfen ranken, winden und klettern daran empor und sorgen damit auch in luftiger Höhe für Blütenschmuck.

Weitere typische Gestaltungselemente sind Weg- und Beeteinfassungen. Das können beispielsweise Kanten aus Klinkersteinen, niedrige Buchshecken oder auch kleine Weidenzäune sein. Sie zieren den Garten und schaffen gleichzeitig Ordnung.

Doch so streng und abgezirkelt wie in unserem Bauerngarten geht es hier nicht zu. Beetrandpflanzen und Wegbegleiter wie Lavendel, Heiligenkraut, Katzenminze oder Storchschnabel dürfen und sollen über Begrenzungen und Einfassungen hinauswachsen.

Die Pflanzen im Cottage-Garten

Die vielleicht wichtigste Komponente des Cottage-Gartens ist die gemischte Rabatte, die sogenannte Mixed Border. Hier stehen Zwiebelblumen, Stauden, ein- und zweijährige Sommerblumen, Sträucher und Rosen und scheinbar ohne Konzept zusammen. Diese lässig und zufällig wirkende Pflanzenzusammenstellung ist dennoch gut durchdacht, denn vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst gibt es keine einzige Blühpause. Versuchen Sie diesen Aspekt bei Ihrer Beetplanung zu berücksichtigen, mit etwas Ausdauer und Experimentierfreudigkeit gelingt es Ihnen bestimmt.

Für die bekannte Gartengestalterin Gertrude Jekyll, war eine Pflanzung übrigens erst perfekt, wenn die Blüten harmonische Farbklänge bildeten. Doch ein Beet wirkt nicht nur durch üppige Blütenpracht, auch schwellende Knospen oder bizarre Samenstände haben ihren Reiz.

Verwenden Sie traditionelle Cottage-Gartenpflanzen, wie Eisenhut, Königskerze und Lupine, dann können Sie nicht viel falsch machen. Diese Arten sind robust und pflegeleicht. Außerdem haben sich nur die Pflanzen durchgesetzt, die sich entweder gut durch Teilung vermehren lassen, beispielsweise Phlox, Goldrute und Astilbe oder die sich selbst aussäenden Ringelblumen oder Stockrosen. Mit diesem alten Gartenwissen und ein paar neuen Ideen, sollte Ihr Cottage-Garten gut gelingen.

Monica Lietzau

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