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Rosenbögen: Höhe und Struktur mit Laubengängen und Co.

Ein üppig begrünter Rosenbogen mit wunderschönen, duftenden Rosenblüten über dem Eingangstor zum Garten – da schlägt das Herz des Romantikers höher. Doch Bögen, Pergolen und Co. schaffen auch Höhe und Struktur, stützen mehrjährige Kletterpflanzen und setzen weitaus vielfältigere gestalterische Akzente. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei den Raumkünstlern achten müssen, um einen märchenhaften Garten zu kreieren.

Rosenbögen – voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten

Rosenbögen als vielseitige Gestaltungselemente

Die elegant geschwungenen Rosenbögen sind nicht allein bei Liebhabern des romantischen Gartenstils gern genutzte Gestaltungselemente. Ob Sie daran Efeu, Wein, Clematis oder Rosen ranken lassen – viele Bogenkonstruktionen eignen sich hervorragend, um Höhe in den Garten zu bringen.

Selbst im Winter, wenn Rosenbögen auch mal ganz kahl dastehen, sorgen sie für ein gewisses Raumgefühl und für Struktur. Rankbögen können den Blick zudem in die Tiefe des Gartens lenken oder auch besondere Elemente wie eine Skulptur, einen Brunnen oder ein Formschnittgehölz hervorheben.

Tipps für einjährige Kletterpflanzen:

Gartenbögen gibt es in unzähligen Ausführungen. Für einen ganz einfachen Bogen benötigen Sie nur ein paar Haselzweige, die Sie links und rechts in den Boden stecken und oben zusammenbinden. Diese Variante eignet sich gut für einjährigen Kletterpflanzen wie Feuerbohne, Duftwicke, Glockenrebe oder Sternwinde.

Da die Pflanzen jedes Jahr neu angezogen werden müssen, spielt es keine Rolle, dass die Kletterhilfen mit der Zeit brüchig werden oder verrotten. Man kann sie leicht austauschen. Solche Bögen aus Naturmaterialien passen gut in Bauern- und Naturgärten.

Konstruktionen für mehrjährige Kletterpflanzen

Mehrjährige Kletterer brauchen dauerhafte Konstruktionen, die es sowohl in Bogenformen als auch in rechteckigen Ausführungen gibt. Sehr beliebt sind die recht leicht und unauffällig wirkenden Modelle aus Drahtgittern, ähnlich wie klassische Rosenbögen. Diese können aus unbehandeltem Metall gefertigt sein, dann bekommen sie eine schöne Rostpatina, oder sie sind farbig gestrichen oder pulverbeschichtet.

Rosenbögen [Foto: AdobeStock_Tatyana]
Solche Modelle sind perfekt für mehrjährige Kletter wie Waldreben und Co. [Foto: AdobeStock_Tatyana]

An solchen filigranen Gitterkonstruktionen machen sich grazile Kletterpflanzen wie Clematis hervorragend. Weniger zurückhaltend wirken dagegen Bogenkonstruktionen aus Holzpfosten und -latten oder Kombinationen aus Holzbalken und Metallstreben, die Rosenbögen aber auch in nichts nachstehen.

Ein Laubengang aus Rosenbögen

Ein Laubengang aus Rosenbögen
Ordnet man die Bögen nacheinander über einem Weg an, so entsteht eine Art Laubengang. [Foto: GartenFlora]

Garten- und Rosenbögen bieten Ihnen eine Vielzahl gestalterischer Möglichkeiten: Unter einem Efeu berankten Bogen macht sich eine Sitzbank gut – ein schöner Platz für heiße Sommertage.

Man kann mehrere Rosenbögen miteinander kombinieren, zum Beispiel über einem Wegekreuz vier Bögen im Quadrat. Ordnet man sie nacheinander über einem Weg an, so entsteht eine Art Laubengang.

In einem naturnahen Garten ist eine Variante aus Schnittgut wie lebenden Weidenruten denkbar. Strenggenommen bezeichnet man als Laubengang einen seitlich begrenzten, raumbildenden Säulen- oder Pfeilergang, der einen Weg überdacht. Für solch raumgreifende Gartengebäude braucht man allerdings recht viel Platz.

Praxis-Tipp: Rosenbögen richtig aufstellen

Rosenbögen sollten immer fest im Boden verankert werden. Zerrt ein starker Wind am Gestell und an den Rosenblättern, dann beginnt ein nur ins Erdreich gesteckter Bogen schnell zu wanken oder stürzt sogar zusammen.

Für die vier Standfüße des Rosenbogens müssen zunächst an gewünschter Stelle vier Löcher von mindestens 50 cm Tiefe ausgehoben werden. In jedes dieser Löcher stellen Sie ein in entsprechender Länge zurecht geschnittenes PVC-Rohr mit einem Durchmesser von ca. 20 cm. Es dient als Schalung.

Füllen Sie die Rohre anschließend mit einer 1:4 Betonmischung. Nun können Sie den Rosenbogen mit seinen vier Standfüßen in den noch feuchten Beton stellen. Mit der Wasserwaage überprüfen Sie, ob der Bogen in alle Richtungen waagerecht ausgerichtet ist.

Pergolen sorgen für Höhe und bilden Räume

Rosenbögen - Pergolen
Pergolen waren schon in der römischen Gartenkunst sehr beliebte Gestaltungselemente. [Foto: GartenFlora]

Viele Gartenbesitzer entscheiden sich auch für eine Pergola statt für einen Laubengang oder einen Rosenbogen. Pergolen waren schon in der römischen Gartenkunst sehr beliebte Gestaltungselemente. Den absoluten Höhepunkt ihrer Verwendung erlebten sie erst später, im italienischen Renaissancegarten.

Ursprünglich war eine Pergola eine auf zwei Säulenreihen oder Pfeilern ruhende Balken- oder Lattenkonstruktion, die bewachsen mit Kletterpflanzen, im Übergangsbereich zwischen Haus und Terrasse als Sonnenschutz diente.

Im Gegensatz zur Laube stand eine Pergola nie frei, sondern lehnte sich immer an ein Gebäude an. Heute werden mit Pergolen meist Terrassen überdacht, ebenso freie Sitzplätze im Garten. Auch Carports sind pergolaähnliche Bauten, die mit Kletterpflanzen berankt gleich weniger unattraktiv wirken.

Ebenso wie bei den Rosenbögen gibt es auch bei den Pergolen verschiedenste Ausführungen und Größen. Ob schlichte, rechteckige Bauten aus Holzbalken, lange Bogengänge aus gemauerten Säulen und Holzstreben oder in Reihe angeordnete Stahlträger mit quer gespannten Drahtseilen – für jeden Gartenstil findet sich das passende Modell.

Je nach Anordnung der Pfosten, Säulen und Balken ergeben sich dichte Konstruktionen, die sich für einen geschlossenen Pflanzenbewuchs empfehlen und damit Sicht- und Sonnenschutz bieten, oder eher lockerere Gefüge, die Licht und Sonne durchscheinen lassen.

Letztere eignen sich gut für Weinreben oder Kiwipflanzen. Denn die Sonne gelangt von allen Seiten an die Früchte und lässt sie gut ausreifen. Ähnlich wie bei Rosenbögen braucht es für reichen Fruchtbehang, üppige Blütenpracht und schönen Wuchs die richtige Schnitttechnik. Kein Teufelswerk, wenn Sie ein paar Grundkenntnisse beherrschen.

Rankgerüste stützen und setzen Akzente

Wer sich nicht gleich einen Laubengang, eine Pergola oder einen Rosenbogen in den Garten bauen möchte, der hat viele schöne Alternativen, trotzdem vertikale Akzente zu setzen.

Besonders groß ist das Sortiment an Kletterhilfen und Stützen für Rosen: Von Rosenpyramiden, -säulen, -schirmen und -stützen über Obelisken bis zu Wand- und Nischengittern, wahlweise aus Holz oder schmiedeeisern, gibt es neben den klassischen Rosenbögen eigentlich alles, was das Herz begehrt.

Foto: AdobeStock_Magnus
Auch dieses Rankgitter aus Holz ist Rosen eine Stütze. [Foto: AdobeStock_Magnus]

Diese sind natürlich nicht allein den Rosen vorbehalten. Gern gesellen sich Clematis dazu. Vielleicht eine Idee für Ihr Staudenbeet? Die traditionelle Variante: Ranksäulen oder Obelisken in Buchsbaum-Rondellen.

Zu einjährigen Kletterern wie Duftwicke, Feuerbohne oder Kapuzinerkresse passen einfache Rankhilfen aus Holz oder selbstgemachte Klettergerüste besser, zum Beispiel Dreibeinkonstruktionen aus Haselruten oder geflochtene Bögen aus Zweigen. Dafür ist doch sicher noch Platz in Ihrem Gemüsebeet?

MONICA LIETZAU

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