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Guzmania – Exotin für die Fensterbank

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Die Guzmanie (Guzmania-Hybriden) gehört wie die Ananas zu den Bromeliengewächsen (Bromeliaceae). Die robuste Pflanze, die aus den tropischen Wäldern in Mittel- und Südamerika stammt, zaubert im Handumdrehen auch in Ihrem Zuhause exotisches Flair. Der spanische Apotheker Anastasio Guzman ist übrigens der Namensgeber für diese Gattung, von der bisher etwas 130 Arten bekannt sind. Einige von ihnen wurden gärtnerisch bearbeitet und sind inzwischen in großer Auswahl im Gartenfachhandel erhältlich.

Wuchs und Aussehen

Die Guzmanie fällt durch ihren bizarren Wuchs auf. Aus einer dichten, trichterförmigen Blattrosette treibt ein kräftiger, markanter Blütenschaft aus. In der Topfkultur erreichen Guzmanien eine Höhe und Breite von 30 bis 60 Zentimetern.

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Die Guzmania glänzt auch in Einzelstellung. Foto: AdobeStock_Elena

Blüten und Blätter der Guzmania

Das schönste an den Guzmanien ist der auffällige Blütenstand mit den leuchtend roten bis orangeroten Hochblättern. Dazwischen sitzen die eigentlichen kleinen, gelben Blüten. Mittlerweile sind auch Sorten mit gelben, dunkelroten, rosaroten und pinkfarbenen Hochblättern erhältlich. Die Blüte hält bis zu drei Monate, die Hauptblütezeit ist der Spätwinter, die Blütezeit ist aber auch ganzjährig möglich.

Die langen, schmalen, glänzend grünen Blätter bilden einen Trichter. Bei manchen Sorten sind sie dekorativ gestreift oder panaschiert.

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Die leuchtend roten Hochblätter der Guzmania wirken besonders exotisch. Foto: AdobeStock_vadiml

Standortbedingungen

Guzmanien mögen einen hellen Standort ohne direkte Sonne, fühlen sich aber auch am halbschattigen Platz wohl. Sie brauchen es das ganze Jahr warm bei über 20 Grad Celsius. Wichtig ist zudem ein luftfeuchter Standort. Von Ende Mai bis September können Sie die Guzmania auch nach draußen bringen und im Garten oder auf dem Balkon an einen schattigen Platz stellen.

Am natürlichen Standort wachsen Guzmanien als Epiphyten (Aufsitzerpflanzen auf Bäumen). Sie können auch in der Zimmerkultur auf Epiphytenstämme aufgebunden werden. Am häufigsten werden sie jedoch in Töpfen kultiviert. Verwenden Sie ein lockeres, durchlässiges, humoses und möglichst nährstoffarmes Pflanzensubstrat und gewährleisten Sie eine gute Drainage. Auch für die Hydrokultur sind Guzmanien geeignet.

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Eine Sprühflasche eignet sich hervorragend für die Pflege Ihrer Guzmania. Foto: AdobeStock_Elena

Pflege der Guzmania

Halten Sie die Guzmania mit kalkarmem, zimmerwarmem Wasser gleichmäßig feucht. Gießen Sie nicht nur auf die Erde, sondern auch in den Blatttrichter. Halten Sie den Blatttrichter im Sommer gefüllt, im Winter können Sie weniger gießen. Staunässe im Topf wird aber nicht toleriert. Da die Guzmania ein feuchtwarmes Klima bevorzugt, übersprühen Sie die Bromelie häufig, im Sommer am besten täglich. Sorgen Sie auch für indirekte Luftfeuchte, zum Beispiel mit Hilfe eines wassergefüllten Untersetzers, eines Zimmerbrunnens oder eines Luftbefeuchters. Ist die Luft zu trocken, können Spinnmilben oder Schildläuse auftreten.

Von März bis August wird alle zwei Wochen schwach dosiert gedüngt, zum Beispiel mit einem Flüssigdünger, der dem Gieß- und/oder Sprühwasser zugegeben wird. Vertrocknete Blätter und verblühte Blütenstände werden einfach abgeschnitten.

Verwendung der Guzmania

Damit es nicht zu Verbrennungen kommt, steht die Guzmania am besten an einem hellen Fensterplatz ohne Mittagssonne. Besonders geeignet ist die Exotin auch für geschlossene Blumenfenster oder für warm temperierte Räume bei hoher Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel das Badezimmer, falls dies hell genug ist.

Mögen Sie bei der Einrichtung den Ethno-Stil, zum Beispiel mit afrikanischen Masken, südamerikanischen Teppichen und Korbmöbeln, darf die Guzmania auf keinen Fall fehlen. Aber auch in modernem Ambiente macht sie dank ihrem skurrilen, auffälligen Wuchs eine gute Figur.

Achtung: Guzmanien enthalten hautreizende Stoffe.

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