Das macht Spaß und ist spannend: Eine dekorative Ananaspflanze lässt sich aus einem Blätterschopf selber heranziehen. Bild: fotolia

Ananas aus eigener Anzucht

So klappt es mit einer Ananas aus eigener Anzucht und es ist einfacher als mancher denkt. Neben einer Frucht mit Blätterschopf werden nur noch ein Messer und ein großes, standfestes Gefäß wie zum Beispiel ein Wasserglas benötigt – schon kann’s losgehen.

Beim Schopf gepackt und vom Fruchtfleisch befreit, lassen sich dann aus den Blattrosetten von Ananasfrüchten neue Pflanzen heranziehen, die mit etwas Geduld sogar eine kleine, leckere Ernte bringen. 

Interessant ist dabei auch, die verschiedenen Entwicklungsstufen der Frucht zu beobachten. Die Anzucht zuhause ist ganz einfach, wenn ein paar Dinge berücksichtigt werden.

Wir haben’s ausprobiert und zeigen Schritt für Schritt in unserer Bildergalerie, was dazu nötig ist.

Nach der Ananas-Anzucht: Und wie geht es dann weiter?

Ananaspflanzen brauchen sehr viel Licht und Wärme, ideal sind Temperaturen um 25–30 °C, im Winter möglichst nie unter 18 °C. Außerdem benötigen sie eine hohe Luftfeuchte und freuen sich über häufiges Besprühen. Trockene Heizungsluft dagegen lässt die Blattspitzen eintrocknen. 

Ein guter Standort über den Winter ist z. B. ein warmer Wintergarten oder ein helles Badezimmer. In dieser Zeit mit kalkfreiem Wasser mäßig feucht halten. Auf Staunässe reagiert die Ananas sehr empfindlich! Das Substrat am besten immer erst an-, aber nie ganz austrocknen lassen. 

Ab Ende Mai dürfen die Pflanzen dann auch nach draußen, an einen geschützten Platz auf der sonnigen Terrasse oder, so haben wir es gemacht, ins Gewächshaus. Die Blätter aber erst an die Sonne gewöhnen. Im Sommer dann etwas reichlicher gießen und von April bis August alle 14 Tage flüssig düngen.

P. S.: Nach der Fruchtbildung stirbt die Ananaspflanze ab, meist nicht ohne vorher neben der Blattrosette oder direkt unterhalb der Frucht Ableger, sogenannte Kindel, zu bilden. Die lassen sich abtrennen und zur Bewurzelung bringen.