Glücksklee Foto: AdobeStock_pjhpix

Glücksklee pflegen und überwintern für lange Pflanzenfreude

Der Glücksklee ist ein ganz besonderes Gewächs. Denn das vierblättrige Kleeblatt ist ein altes Schutzsymbol und vereint alle guten Wünsche für das neue Jahr. Verschenkte Pflanzen werden leider oft weggeworfen, da sie in der warmen Stube nicht langlebig sind. Das muss aber nicht sein! Die Zwiebelpflanze zeigt nicht nur wirklich hübsche Blüten, sie treibt auch jedes Jahr neu aus. Wir haben Pflanz- und Pflegetipps, die Ihnen dabei helfen sich lange an Ihrem Glücksklee zu erfreuen.

 

Glücksklee – voraussichtliche Lesedauer: 3 Minuten

Inhalt

Wuchs und Aussehen des Glücksklees

Der Glücksklee (Oxalis tetraphylla) aus der Familie der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae) stammt ursprünglich aus Mexiko. Streng genommen ist er gar nicht vierblättrig – ein einzelnes Blatt ist vielmehr vierteilig gefingert. Das Laub ist zweifarbig, denn im Zentrum weist es eine aparte braune bis violette Färbung auf. Die Blätter sitzen auf langen, rotbraunen Blattstielen, die zwischen 15 und 30 Zentimetern lang werden können.

Auch die Blüten des Glücksklees können sich sehen lassen. Ab April bilden sich filigrane Scheindolden mit rosafarbenen oder roten Blütenblättern. Die Blüten bleiben mit etwa 2 Zentimetern relativ klein. Die Zwiebeln sind 2 bis 3 Zentimeter lang und bestehen aus schmal eiförmigen, rötlich braunen Zwiebelschuppen.

Glücksklee Foto: AdobeStock_fototheobald
Die dekorativen Blattfarben des Glücksklees harmonieren gut mit den Blüten. Foto: AdobeStock_fototheobald

Beim echten Klee ist das vierblättrige Glück nicht garantiert

Von alters her gilt das Kleeblatt als Glückszeichen – gemeint sind dann oft die Blätter des Weißklees aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Diese sind jedoch in den meisten Fällen dreiteilig. Nur selten, mit richtig viel Glück, findet man bei ihm vierzählige Blattspreiten.

Der geeignete Standort

Ein Glücksklee, der zum Jahreswechsel verschenkt wurde, kann für kurze Zeit als Zimmerpflanze gehalten werden. Warme, trockene Zimmerluft schätzt er hingegen gar nicht. Steht er zu warm und dunkel, bildet er mit der Zeit lange Triebe mit wenigen Blättern („Geiltriebe“) aus und bleibt dann auch insgesamt nicht vital. Längerfristig möchte er deshalb im Winter einen hellen Standort und kühlere Temperaturen von etwa 15 °C vorfinden.

Tipp: Im Wintergarten und Gewächshaus sind die frostempfindlichen Südländer immergrün und sogar als Bodendecker geeignet. Auch hier sollte es allerdings nicht zu warm sein, 5 bis maximal 15 °C sind optimal.

Meistens erhält man den Glücksklee in einem kleinen Töpfchen. Da sich die Pflanze als sehr wuchsfreudig erweist, ist ein baldiges Umtopfen anzuraten. Dabei darf das neue Gefäß ruhig um zwei Fingerbreit größer sein als das alte. Als Substrat kann eine gewöhnliche Grünpflanzenerde verwendet werden. Eine Schicht aus alten Tonscherben am Topfboden verhindert Staunässe.

Glücksklee Foto: AdobeStock_prophoto24
Sauerklee, Schornsteinfeger und Fliegenpilz sind traditionelle Glückssymbole. Foto: AdobeStock_prophoto24

Die richtige Pflege

Wenn Sie Ihren Glücksbringer gut pflegen möchten, sollten Sie ihn nur sparsam gießen. Greifen Sie erst wieder zur Gießkanne, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Dabei sollte stets auf Staunässe kontrolliert werden, denn diese verträgt die Pflanze gar nicht.

Ab April beginnt die Wachstumsphase, in der sich der Sauerklee über eine Düngergabe im Abstand von zwei bis drei Wochen freut. Im August wird die Düngung eingestellt.

Ein Glücksklee mag eine Ruhezeit

Als typisches Zwiebelgewächs hat der Glücksklee eigentlich eine Wachstums- und Ruhephase: Die Pflanze zieht nach der Blüte im Herbst ein, wenn die Temperaturen kühl genug sind (unter 6 Grad Celsius) – und wenn man sie lässt. Vorher speichert sie die benötigte Energie in den Zwiebeln. Ein Glücksklee, der durchgehend gegossen wird, zieht nicht ein.

Wird das Gießen ab August langsam eingestellt, fällt die Ruhezeit auf den Winter. Für knappe zwei Monate sollte der Sauerklee dann an einem kühlen und dunklen Ort stehen. In dieser Zeit wässern Sie nur sporadisch und sparsam (etwa alle vier Wochen). Alternativ können Sie die Zwiebeln auch überwintern. Die Rhizome werden dann, wie Dahlien in feuchten Sand gebettet, im frostfreien Keller gelagert.

Glücksklee ins Beet pflanzen – geht das?

Ein Glücksklee ist nicht winterhart, kann aber nach den letzten Frösten problemlos an einem halbschattigen Platz ausgepflanzt werden. Ein humusreicher und durchlässiger Boden ist ideal – der pH-Wert sollte leicht sauer sein. Im Spätherbst holen Sie die Zwiebelpflanzen wieder aus dem Boden, bis dahin bieten sie jedoch eine wundervoll abwechslungsreiche Ergänzung für das Staudenbeet.

Oxalis tetraphylla eignet sich auch als Zierpflanze in Balkonkästen oder flachen Pflanzschalen, in denen der buschige Wuchs besonders zur Geltung kommt.

So wird die Pflanze erneut zum Glücksbringer 

Stecken Sie die Zwiebelchen Anfang Dezember in die Erde, wenn Sie den Glücksklee zu Neujahr verschenken möchten. Die Pflanztiefe beträgt etwa 5 Zentimeter. Auf diese Weise kann die Pflanze auch vermehrt werden: Trennen Sie die kleinen Brutzwiebeln einfach vorsichtig ab.

LUISA ROTH

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