Zimmerpflanzen - Tipps für den Winter

Korallenmoos

Die orangeroten Beeren liegen wie Perlen auf den kleinen Blättern des Korallenmooses. Sie halten von August bis in den Winter hinein. Die Pflanzen sind auch mit gelben oder weißen Beeren erhältlich.

Naschen verboten ...

… weil diese Früchtchen teils giftig sind – oder zum Essen einfach viel zu schade:

Schließlich bilden Spitzblume (Foto links), Korallenmoos, Zierpaprika und Co. auch ohne Blütenzier bemerkenswert farbige Hingucker auf der Fensterbank. Und das durchaus über viele Wochen bis Monate hinweg, sofern man den Pflanzen einen hellen, luftig-kühlen Platz bieten kann (nur die Ananas mag’s wärmer) und die Erde gleichmäßig, aber mäßig feucht hält.

Neben den gezeigten Arten schmücken auch folgende das Zimmer mit auffallenden Früchten: Korallenstrauch (Solanum pseudocapsicum, auffällig orangerote, giftige Beeren von September bis Februar), Mistelfeige (Ficus deltoidea, erbsengroße, grünlichgelbe Feigen, ungenießbar) und klein bleibende Citrus-Arten wie Kumquat oder Calamondin-Orange (dekorative Mini-Zitrusfrüchte, essbar).

Spitzblumen (Ardisia crenata) sind immergrüne Bäumchen, deren erbsengroße, rote Steinfrüchte rund ein halbes Jahr haften bleiben. Leicht giftig.

» Pflanzenporträt Spitzblume

Die einjährige Zierpaprika (Capsicum annuum) gibt’s in allen Farben von Gelb bis Rot und in Violett. Die Früchte sind zwar essbar, aber meist höllisch scharf und selten ein Genuss.

Wie Perlen liegen die orangeroten Beeren auf dem flachen Blattpolster des Korallenmooses (Nertera granadensis). Sie halten von August bis in den Winter hinein. Auch in Gelb und Weiß erhältlich. Gilt als wenig giftig.

» Pflanzenporträt Korallenmoos

Die Zierformen der Ananas, wie die zwergige A. nanus oder die cremeweiß gestreifte A. comosus ‘Variegatus,’ tragen essbare Früchte. Danach stirbt die Blattrosette ab.

Wenn Spitzblume und Zitrusbäumchen ganzjährig drinnen stehen und daher nicht durch Insekten bestäubt werden, können Sie im Sommer mittels Pinsel nachhelfen. Mittags ist die beste Zeit dafür.

» Wohnen mit Pflanzen

Praxis-Tipps zu Zimmerpflanzen im Winter:

Grünpflanzen im warmen Zimmer maximal alle vier Wochen etwas Dünger geben. Kühl stehende Arten gar nicht düngen. Auch das Gießen einschränken.

Untergelegte Styropor- oder Korkplatten schützen die Pflanzen auf Steinfensterbänken vor „kalten Füßen“.

Den Schiefteller (Achimenes) einziehen lassen, Verdorrtes abschneiden. Die Rhizome in der alten Erde trocken und kühl aufbewahren, im März neu topfen.

Kamelien kühl stellen, möglichst nicht über 15 °C. Nur mit kalkarmem Regenwasser gießen.

» Zimmergarten im Dezember

Luftfeuchte erhöhen

Orchideen, Farne und viele tropische Grünpflanzen leiden besonders unter der trockenen Heizungsluft. Abhilfe schafft ein mit Blähton oder feinem Kies gefüllter, großer Untersetzer, der stets bis knapp unter den Topfboden mit Wasser gefüllt ist. So wird ein Vernässen des Substrats verhindert.

Gleichzeitig wird durch die permanente Verdunstung ein Wohlfühlklima für die Pflanze geschaffen. Weiteres Plus: Die Methode eignet sich hervorragend  für alle Arten, die direktes Besprühtwerden nicht mögen, z. B. Usambaraveilchen und Drehfrucht (Streptocarpus).

» Dschungelfeeling
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