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Agapanthus überwintern:So klappt es garantiert

Die Schmucklilien zählen mit ihren eleganten Blättern und den stattlichen Blütenbällen in Blau, Weiß oder Violett zweifellos zu den beliebtesten Kübelpflanzen. Mit dem richtigen Standort und der fachgerechten Pflege klappt es auch mit der Überwinterung.

Agapanthus überwintern – Voraussichtliche Lesedauer: 4 Minuten

Inhalt

Wie werden Schmucklilien überwintert?

Blühende Agapanthus in Topf. Illustration: © GartenFlora/Klaus-Dieter Röding
Illustration: © GartenFlora/Klaus-Dieter Röding

Die Gattung der Schmucklilien (Agapanthus) stammt ursprünglich aus Südafrika. Dort kommen einige Arten zwar auch in etwas kühleren Höhenlagen vor, dennoch sind die meisten Agapanthus-Arten in gemäßigten Klimazonen nicht zuverlässig winterhart. Daher werden die meisten Schmucklilien im Kübel kultiviert und im Winter in ein frostfreies Quartiert geräumt.

Im Beet sollte man das Auspflanzen von Schmucklilien wirklich nur in Regionen mit sehr mildem Weinbauklima und an einem geschützten Standort in Erwägung ziehen. Außerdem sollte man auch dort, wenn es die Temperaturen verlangen, einen zusätzlichen Kälteschutz anbringen.

Agapanthus überwintern: So geht’s

Kübelpflanzen sollten vor dem ersten Frost, zwischen Oktober und November, eingeräumt werden. Beobachten Sie daher in dieser Zeit die Temperaturen, damit Sie die Agapanthus rechtzeitig in ihr Winterquartier bringen können.

Innerhalb der Gattung unterscheidet man zwischen sommer- und immergrünen Schmucklilien. Die beliebten Arten Agapanthus africanus oder A. praecox überwintern beispielsweise immergrün, wohingegen Arten wie Agapanthus campanulatus im Herbst ihre Blätter fallen lassen und nur mit ihrem unterirdischen Rhizom überwintern. Aufgrund dieser unterschiedlichen Eigenschaften ergeben sich auch verschiedene Richtlinien für die Überwinterung.

Immergrüne Agapanthus überwintern

Immergrüne Arten benötigen auch im Winter einen hellen Standort. Das ist nicht nur für das Überleben der Pflanze wichtig, sondern beeinflusst auch die Blütenbildung im nächsten Jahr. Die Temperatur liegt am besten zwischen 0 und 7 Grad Celsius. Das Winterquartier sollte also frostfrei bleiben, allerdings auch nicht zu warm werden. Geeignete Plätze sind helle, unbeheizte Treppenhäuser, ein Kalt-Wintergarten, das Gewächshaus oder ein Gartenhäuschen mit genügend Lichteinfall.

Da auch weiterhin Wasser aus den Blättern transpiriert, muss man die Kübel während der Wintermonate auch ab und zu gießen. Um nicht zu überwässern, empfiehlt sich die regelmäßige Fingerprobe – das obere Drittel des Substrats darf getrocknet sein, bevor erneut gegossen wird.

Agapanthus. Foto: AdobeStock_Jack
Obwohl die Schmucklilie frische Erde mag, kann zu viel Nässe im Winterquartier ihr schaden. Foto: AdobeStock_Jack

Zeigen sich an immergrünen Schmucklilien vermehrt gelbe Blätter im Winterquartier, kann Staunässe dahinterstecken.

Sommergrüne Agapanthus überwintern

Beim Umziehen in ihr Winterquartier werden die verwelkten Blätter der sommergrünen Agapanthus-Arten bodennah zurückgeschnitten, damit es nicht zu Schimmelbildung kommt. Die Temperaturen sollten ähnlich wie bei den immergrünen Exemplaren sein. Hell muss es für die blattlosen Schmucklilien allerdings nicht sein. Sie können also beispielsweise in einem dunklen Kellerraum den Winter verbringen. Wässern müssen Sie die Rhizome nicht.

Tipp: Am ehesten für die Freilandkultur geeignet sind einige der sommergrünen Hybriden, zum Beispiel die Sorten ‘Headbourne’, ‘Albus’ oder ‘Black Buddhist’.

Was im Frühjahr zu tun ist

Agapanthus mit freiliegendem Wurzelballen. Foto: AdobeStock_Ossie
Diese Schmucklilie ist reif fürs Umtopfen. Foto: AdobeStock_Ossie

Das Überwintern der Agapanthus hat ein Ende, sobald im Frühjahr keine frostigen Nächte mehr zu erwarten sind. Dann dürfen die frischluftliebenden Schmucklilien wieder nach draußen. Bei den immergrünen Agapanthus wählt man hierfür am besten einen bewölkten Tag, damit die Pflanzen sich langsam wieder an die direkte Sonneneinstrahlung gewöhnen können. Ab April können Sie erstmals düngen – das belohnt mit rascher Blütenbildung und sorgt für üppiges Wachstum.

Schmucklilien sollten eigentlich eher selten umgetopft werden, da sie erfahrungsgemäß mehr Blüten bilden, wenn der Topf stark durchwurzelt ist. Dennoch ist es irgendwann soweit – spätestens dann, wenn der Wurzelballen vermehrt Rundwuchs aufweist. Umgetopft wird im Frühjahr. Wer große Schmucklilien gleichzeitig weitervermehren will, kann die Wurzelballen außerdem teilen und in zwei oder mehrere neue Kübel pflanzen.

Wählen Sie zum Umtopfen eine hochwertige, durchlässige Kübelpflanzenerde und einen Topf mit Wasserabzugslöchern. In der Größe sollte das neue Pflanzgefäß jedoch nur geringfügig größer sein als das alte. Für noch besseren Wasserabfluss kann man am Topfboden Drainagematerial wie Kies, Blähton oder Schotter aufschichten.

LUISA ROTH

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