Kartoffelblume Foto: AdobeStock_nahhan

Kartoffelblume – üppige Kübelpflanze mit blauen Blüten

Die Kartoffelblume kam einst aus Argentinien und Paraguay zu uns und hat die Herzen der Kübelpflanzenliebhaber im Sturm erobert. Bekannt ist die reich blühende Sonnenanbeterin auch als Enzianstrauch und Blauer Kartoffelstrauch sowie unter dem botanischen Namen Lycianthes rantonnetti (ehemals Solanum rantonettii).

Wuchs und Aussehen der Kartoffelblume

Die Kübelpflanze Kartoffelblume ist wuchsfreudig und wird leicht zu einem bis zwei Meter hohen dichten Busch. Wenn sie Gelegenheit dazu bekommt, entwickeln die biegsamen Triebe einen Kletterdrang. Man gibt der Pflanze deshalb auch gerne eine Stütze, zum Beispiel in Form eines Spaliers. Häufig werden Kartoffelblumen zudem als Hochstamm kultiviert und angeboten.

Blüten und Blätter der Kartoffelblumen

Die zahlreichen violettblauen Blüten mit gelbem Auge erscheinen von Mai bis Oktober, beziehungsweise bis zum Frosteinbruch. Die Blütenform erinnert an Kartoffelblüten. Kein Wunder, denn die Pflanze gehört, wie die Kartoffel auch, zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae). Leider bedeutet das auch, dass alle Pflanzenteile der Kartoffelblume giftig sind. Die kleinen frischgrünen Blätter sind oval und leicht behaart. Es gibt auch buntlaubige Sorten, zum Beispiel ‘Variegata’ mit weiß-panaschiertem Laub.

Kartoffelblume-2-AdobeStock_nahhan
Nahaufnahme der wunderschönen Blüten der Kartoffelblume Foto: AdobeStock_nahhan

Standortbedingungen und Pflege

Am liebsten stehen Kartoffelblumen in der vollen Sonne. An einem schattigeren Plätzchen gedeihen sie zwar auch, blühen und wachsen aber weniger stark. Ab Mitte Mai können sie im Freien stehen. Füllen Sie das Gefäß mit handelsüblicher Blumenerde und geben für den Start eventuell noch etwas Kompost dazu.

Die Pflanzen sind durstig, und brauchen reichlich Wasser. Das Substrat darf nicht vollständig austrocknen. An heißen Sommertagen und in der prallen Sonne können mehrmals am Tag Wassergaben nötig sein. Hilfreich sind deshalb Pflanzgefäße mit einem großen Wasserreservoir.

Die Kübelpflanzen mit hohem Nährstoffbedarf werden im Sommer (bis Ende August) einmal wöchentlich gedüngt, zum Beispiel mit flüssigem Volldünger.

Kartoffelblume Foto: AdobeStock_studiodr
Kräftiges Violett trifft auf sattes Grün bei der Kartoffelblume Foto: AdobeStock_studiodr

Überwintern der Kartoffelblumen

Kartoffelblumen sind nicht winterhart. Bevor die ersten Nachtfröste kommen zieht die Kübelpflanze deshalb ins Haus um. Dort kann sie bei Temperaturen von 5-15°C überwintern. Steht die Kartoffelblume in einem hellen Raum, zum Beispiel im Wintergarten, sollte sie leicht feucht gehalten werden. Beim Überwintern im dunklen kühlen Raum hält man sie eher trocken. Zum Antreiben im März wird die Pflanze wieder heller und wärmer gestellt. Kontrollieren Sie die Pflanzen im Winterquartier regelmäßig auf Schädlinge.

Unsere aktuelle Ausgabe

Das sind die Top Themen:

  • Diese Rosen sind ein Traum – Gestaltungsideen aus tollen Gärten
  • Rettet die Gärtnereien! Pflanzenkauf in Corona-Zeiten
  • Wir zeigen Ihnen die besten Hausmittel für starke Pflanzen.
Zur aktuellen Ausgabe