Washingtonpalme Foto: AdobeStock_Slawina

Washingtonpalme – elegante Kübelpflanze

Die Mexikanische Washingtonpalme (Washingtonia robusta) gehört zur Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Hierzulange kann die Palme im Kübel kultiviert werden. Da sie schnellwachsend ist, macht sie sich besonders gut im Wintergarten oder im Freien, kann aber auch im Zimmer stehen. Ihre Gattung umfasst mit der Kalifornischen Washingtonpalme (Washingtonia filifera) noch eine weitere Art. 

Wuchs und Aussehen 

Die Washingtonpalme wächst hoch und schlank. Freiwachsend kann sie bis zu 25 Metern in der Höhe erreichen. Die Krone besteht aus attraktiven, immergrünen Fächerblättern. Typisch für die Washingtonpalme sind die abgestorbenen Blätter, die noch lange an der Pflanze haften und ringsum dem Stamm nach unten hängen. Je nach Stammhöhe können die alten Blätter diesen völlig bedecken. 

Washingtonpalme Foto: AdobeStock_John_Nakata
Aufgrund des langen Blätterkleides wird sie auch Petticoat-Palme genannt Foto: AdobeStock_John_Nakata

Blätter und Blüten der Washingtonpalme 

Die Blätter der Washingtonpalme sind fein geschlitzt und auf ihrer Oberseite glänzend hellgrün. Die Unterseite ist etwas dunkler und fühlt sich leicht filzig an. Sie sitzen auf langen, bis zu einem Meter langen Blattstielen, welche an ihren Kanten kleine Dornen haben. 

Im Zimmer blüht die Palme leider eher selten. Aber wenn sie es tut, dann im Sommer und in röhrenförmigen, creme- bis leicht rosafarbenen Blütenrispen. 

Washingtonpalme Foto: AdobeStock_Алексей_Андреев+AdobeStock_John_Nakata
(Links) Rinde der Washingtonpalme Foto: AdobeStock_Алексей_Андреев
(Rechts) Blattfasern an der Washingtonpalme Foto: AdobeStock_John_Nakata

Standortbedingungen 

Wichtig für einen stattlichen Wuchs der Washingtonpalme ist besonders ein ganzjährig heller Standort. Im Sommer darf es gerne volle Sonne und im Winter ein heller Raum sein, der nicht zu kalt ist. Die Palme kann ganzjährig im Zimmer und Wintergarten stehen oder für den Winter ab dem ersten Frost umgesiedelt werden. Beim Wechsel an den Sommerstandort ist es dann empfehlenswert, sie erst langsam wieder an die Sonne zu gewöhnen. 

Die Substratmischung sollte speziell auf Palmen abgestimmt sein, das heißt genügend durchlässig, nährstoffreich und idealerweise kalkarm, mit einem neutralen bis wenig sauren pH-Wert. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann auf fertige Palmenerde zurückgreifen. 

Pflege der Washingtonpalme

Die vertrockneten Blattwedel der Washingtonpalme sind Teil ihres typischen Aussehens. Wen das alte Laub jedoch stört, kann sie abschneiden, das ist aber nicht zwingend nötig. Auch auf jegliche andere Schnittmaßnahmen kann verzichtet werden. 

Eine gleichbleibende Feuchte ist für den Wurzelballen der Palme wichtig. Sie sollten sie regelmäßig gießen und den Topf damit feucht – aber nicht nass – halten. Je wärmer es ist, desto mehr Wasser wird benötigt.

Eine etwas höhere Luftfeuchte bekommt der Washingtonpalme gut und macht sie noch resistenter gegen Schädlinge, als sie es ohnehin schon ist. Hierfür können Sie die Palme ab und an mit kalkarmem Wasser besprühen. 

Verwendung 

Die Washingtonpalme bringt mit ihren anmutigen Fächern mediterranes Flair in Garten oder Zimmer. Ob Sie sich für die Mexikanische oder die Kalifornische Washingtonpalme entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und dem zukünftigen Standort der Pflanze ab, denn hier bestehen einige geringe Unterschiede. Die Mexikanische Washingtonpalme wächst etwas schlanker, wird aber deutlich höher, wohingegen die Kalifornische etwas kälterobuster ist. Die dritte Alternative wäre außerdem eine Kreuzung der beiden Arten, die sogenannte Washingtonia filibusta

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