Elefantenfuß – extravagante pflegeleichte Zimmerpflanze

Die ungewöhnlichen Namen Elefantenfuß, Flaschenbaum, Wasserpalme, Klumpstamm oder Ponyschwanz-Klumpstamm deuten schon auf die außergewöhnliche Erscheinung dieser Zimmerpflanze hin. Der am Fuß stark verdickte Stamm vermittelt Standfestigkeit und Robustheit. Dank dem wilden Blattschopf versprüht die Pflanze aber auch Leichtigkeit und erinnert an eine Palme. Sie ist im Zimmer ein absoluter Blickfang.

Wuchs und Aussehen des Elefantenfußes

Der Elefantenfuß (Beaucarnea revurvata) stammt aus trockenen Regionen in Mexiko – daher auch der dicke Stamm, in dem die Pflanze Wasser speichern und sich somit relativ gut selbst versorgen kann. Am Naturstandort kann der Flaschenbaum zu einem acht bis zehn Meter hohen, vieltriebigen Strauch mit fast zwei Meter langen Blättern und einer Stammverdickung von einem Meter Durchmesser heranwachsen. Er gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).

Foto: Elefantenfuß-AdobeStock_Laure_F
In der freien Natur kann der Elefantenfuß bis zu zehn Meter hoch werden Foto: AdobeStock_Laure_F

Das imposante Gewächs wirkt wie ein Baum, der circa 60 bis 100 Zentimeter hoch wird. Er wächst zwar langsam, kann im Zimmer aber auch bis zu zwei Meter erreichen. An der Spitze des borkigen Stamms entspringt der Blattschopf.

Blüten und Blätter vom Elefantenfuß

Blüten bildet die Pflanze in Zimmerhaltung meist keine aus. Wenn doch, dann erscheinen bei älteren Exemplaren kleine weiße Blütenrispen.

Die schmalen, riemenartigen, graugrünen Blätter können 50 bis 100 Zentimeter lang werden. Sie entspringen rosettenartig an der Spitze des Stammes, hängen bogig herab und bilden den „Haarschopf“ des Elefantenfußes.

Standortbedingungen und Pflege

Der Platz für den Elefantenfuß sollte sonnig und warm sein. Während im Sommer Temperaturen um 18 Grad Celsius gut passen, steht die Pflanze im Winter besser in einem hellen, aber kühlen Raum mit etwa 10 bis 12 Grad Celsius. Es gilt jedoch: Je heller die Pflanze im Winter steht, umso wärmer kann sie platziert werden. Im Sommer können Sie den Elefantenfuß auch nach draußen stellen, dann am besten an eine regengeschützte Stelle. Gewöhnen Sie ihn langsam an den neuen Standort und an das direkte Sonnenlicht.

Foto: Elefantenfuß-AdobeStock_Szabolcs
Ein mittelgroßes Exemplar im Topf Foto: AdobeStock_Szabolcs



Wässern müssen Sie den Elefantenfuß wenig: im Sommer nur leicht feucht halten, im Winter bei kühlem Stand fast trocken. Der Elefantenfuß verträgt auch hartes Gießwasser, Staunässe muss jedoch unbedingt vermieden werden. Eine Drainageschicht im Pflanzgefäß ist deshalb ebenfalls sehr wichtig. Im Sommer wird alle vier Wochen schwach gedüngt, im Winter (Oktober bis März) gar nicht.

Der Elefantenfuß kann alle zwei bis drei Jahre bzw. wenn nötig im Februar umgetopft werden. Dabei sollte der neue Topf jedoch nicht viel größer sein, als der alte. Verwenden Sie durchlässige, lockere Erde, zum Beispiel Kakteenerde. Hydrokultur ist übrigens auch möglich. Ähnlich wie bei der Yuccapalme können Sie den Elefantenfuß stutzen.

Verwendung vom Elefantenfuß

Kleinere Exemplare stehen in Wohnräumen noch gut auf der Fensterbank, auf kleinen Tischen oder Hockern. Je größer der Elefantenfuß wird, umso eher bekommt er eine exponierte Einzelstellung, damit sein bizarrer Wuchs gut zur Geltung kommt. Eine Gruppe von unterschiedlich großen Exemplaren sorgt für Urlaubsfeeling. Er ist auch ideal für den Wintergarten und für Büroräume.

Da die Pflanze robust und genügsam ist, macht sie sich gut als pflegeleichter Mitbewohner für Anfänger sowie für Leute, die gerne und viel unterwegs sind – eine Urlaubsbetreuung ist nicht nötig.

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