Blühende Hecke anlegen: Wissenswertes und Tipps

Heckenpflanze Deutzia

Als beste Jahreszeiten für das Anlegen einer schönen Blütenhecke empfehlen sich der Frühling und der Herbst.

Schon die Bauern des Mittelalters nutzten die Hecke als natürlichen grünen Zaun, um Weiden und Ackerland abzugrenzen und gegen Wildverbiss zu schützen. In modernen Gärten spielen Hecken als gestaltende Elemente ebenfalls eine große Rolle. Sie dienen der Grundstücksabgrenzung und der Strukturierung von Flächen. Doch es muss nicht die immergrüne Hecke sein, die diese Funktionen erfüllt. Mit einer blühenden Hecke erweitert sich der gestalterische Spielraum um ein Vielfaches, denn damit lässt sich gekonnt ein ganz individueller, farbenprächtiger Akzent setzen.

Ganzjährig eine Augenweide

Es stehen viele Blühgehölze zur Auswahl, die sich für die Gestaltung von bunten Hecken eignen. Dabei kommt es darauf an, welche Funktion eine Blühhecke erfüllen soll. Mit einer niedrigen Hecke lassen sich zum Beispiel Beete abgrenzen. Zahlreiche Blühsträucher zeigen eine dichte Belaubung, sodass hohe Hecken einen hervorragenden Sichtschutz gegen neugierige Blicke bilden. Einige Pflanzen verzaubern den Betrachter bereits im Frühling mit ihrer Blütenpracht, andere im Sommer. Manche der Gehölze tragen Früchte wie etwa der Feuerdorn, sodass sie Gärten noch im Spätherbst eine malerische Note hinzufügen.

Was ist bei der Pflanzenauswahl wichtig?

Für die Pflanzenauswahl sind mehrere Faktoren wichtig. Dazu gehören Wuchshöhe und Blütenfarbe, aber auch die Standortwahl. So mögen es einige Pflanzen sonnig, andere gedeihen im Halbschatten besser. Des Weiteren ist die Bodenbeschaffenheit für optimalen Wuchs von Bedeutung. Auch hier zeigen die verschiedenen Blühgehölze teilweise unterschiedliche Vorlieben. Wenn eine Kombination mehrerer Sträucher erwünscht ist, gilt es außerdem, vorab zu überprüfen, ob untereinander Verträglichkeit vorherrscht, denn die Nachbarschaft bestimmter Pflanzen beeinträchtigt ihr Gedeihen.  Eine gute Hilfe zur Planung einer Hecke  ist der Native-Plants-Heckenplaner.

Blütenzauber in der Hecke: Welche Farben sollen es sein?

Wer eine besonders abwechslungsreiche Hecke pflanzen möchte, kann verschiedene Blühsträucher kombinieren. Diese lassen sich so wählen, dass sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Laufe des Jahres oder aber zeitgleich in anderen Farben blühen. Ob als Grundstücksabgrenzung und Sichtschutz oder als niedrige Wegbegrenzung im Garten, es stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Auswahl, um bunte Hecken zu gestalten wie unter anderem mit diesen Blühgehölzen:

• Flieder, Jasmin, Apfelrose, Deutzie, Felsenbirne und Spieren: weiß blühend

• Forsythien und Ginster: gelb blühend

• Flieder, Blutjohannisbeere, Hibiskus und Säckelblume: violett blühend

• Wildrose (Hagebutte), Schmetterlingsbaum und Blutberberitze: rosa blühend

• Teufelsstrauch und Weigelie: rot blühend

Was ist beim Anlegen einer blühenden Hecke zu beachten?

Als beste Jahreszeiten für das Anlegen empfehlen sich Frühling oder Herbst. Allerdings entwickelt sich die volle Blütenpracht zumeist erst im zweiten Jahr nach dem Anpflanzen. Wer eine blühende Hecke im Garten anlegen möchte, sollte auf jeden Fall beachten, die Abstände zwischen den einzelnen Sträuchern großzügig zu bemessen, damit die Pflanzen sich nicht gegenseitig in ihrem Wuchs behindern. Wenn diese außerdem eine ähnliche Wuchshöhe und -breite aufweisen, erleichtert sich später dauerhaft die Pflege wie etwa beim Rückschnitt. Benötigt die Hecke einen Schnitt, um in Form gebracht zu werden, sollte dieser entweder im zeitigen Frühjahr oder im Spätsommer nach der Blüte vorgenommen werden.

Lebensraum für viele Tiere

Eine blühende Hecke dient nicht nur der schönen Gestaltung von Gärten, sondern fungiert zugleich als aktiver Naturschutz und trägt zur Erhaltung der Artenvielfalt bei. So bietet sie vielen Tieren wie etwa Insekten einen attraktiven Lebensraum. Da die meisten Blüten einen intensiven Duft verströmen, locken sie Schmetterlinge und Bienen an, die für die Pflanzenbestäubung sorgen. Insbesondere Honigbienen leiden unter einem verknappten Nahrungsangebot, weil ihre Nahrungssuche durch zunehmende Flächenversiegelung und Anbau von Monokulturen erheblich erschwert wird, sodass Imker teilweise bereits über hungernde Bienenvölker berichten. Pflanzenvielfalt in Gärten ist somit ein wertvoller Beitrag, um die fleißigen Honiglieferanten zu unterstützen.

Aktiver Vogelschutz

Zahlreiche heimische Singvögel zählen heute zu den bedrohten Arten. Mit einer blühenden Hecke verbinden sich viele Vorteile für Vögel, da sich dort nicht nur Schmetterlinge und Bienen tummeln, sondern auch Insekten und Larven, die unseren gefiederten Freunden als Nahrung dienen. Insbesondere dann, wenn Blühgehölze im Spätherbst Früchte tragen, wie etwa Holunder oder Sanddorn, erweitert sich das Nahrungsangebot um ein Vielfaches. Für nistende und brütende Vögel ist die Hecke außerdem ein gut geschützter Platz, den Fressfeinde wie etwa Katzen nicht erreichen können. 


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